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Junge Reiterin gewinnt drei Rennen in München

Der große Tag der Alexandra Vilmar

München 29. September 2013

Sie ist erst 18 Jahre alt, doch spätestens seit diesem Sonntag eine der Entdeckungen des Jahres unter den Münchener Nachwuchsreitern: Alexandra Vilmar durfte am Wiesn-Renntag gleich dreimal jubeln – es war ihr bedeutendster Tag im Rennsattel bislang. „Sie will sich immer weiter verbessern, ist zu hundert Prozent zuverlässig und befindet sich auf einem sehr guten Weg“, berichtete Trainer Wolfgang Figge über seine Auszubildende im dritten Lehrjahr.

Die tolle Erfolgsgeschichte ging gleich im ersten Rennen los. Hier konnte der Name könnte nicht besser gewählt sein – die Mastercraftsman-Tochter Rakete (83:10) bewies am Sonntag im einleitenden Zweijährigen-Rennen über 1.400 Meter in München-Riem jede Menge Geschwindigkeit. Denn nach einem Rennen aus dem Vordertreffen konterte die Lady alle Attacken der enorm stark aufkommenden Außenseiterin Bondi und der spät anpackenden Favoritin Delicate Delight. Enorm viel Geld gab es in der Dreierwette: 54.248:10 Euro.

„Das ist ein Rennpferd. Beim letzten Mal war Rakete hochgradig rossig und lief daher noch nicht so gut, sonst hätte es damals vielleicht schon gereicht“, kommentierte Siegtrainer Wolfgang Figge, der die Gewinnerin nun in die Winterpause schickt.

Zum verdienten ersten Erfolg kam California (23:10) aus dem Stall des Ex-Fußball-Profis Markus Münch, die sich in einer 1.400 Meter-Prüfung ohne Probleme gegen Palm Danon und All Dark durchsetzte. Es war der zweite Tagestreffer für Alexandra Vilmar. „California ist eine Schwester des guten Chopin und für die Zucht interessant. Wir werden sehen, ob wir sie nochmals aufbieten oder ins Gestüt schicken“, erklärte Münch.

Und mit Pearl Royale (37:10) rang Vilmar nach einem dramatischen Finish im 2.400 Meter-Ausgleich III ganz zuletzt noch den schon in Sicherheit geglaubten Pi surra vom letzten Platz mit einem kurzen Kopf ab.

Reger Andrang herrschte beim Siegerfoto nach dem Amateurreiten, denn die Besitzergemeinschaft des Galopp Club Süddeutschland trumpfte hier mit der 45:10-Mitfavoritin Sepideh auf, mit der sich Manuela Slamanig (27) von dritter Position aus früh von Valdez und Gigue absetzte. Die Reiterin aus Österreich landete den 17. Sieg ihrer Laufbahn. „Sie vertritt die Fegentri in Österreich und machte gerade ein Praktikum als Tierärztin in Chantilly. Auf dem Rückweg hat sie hier Station gemacht. Nun starten wir in Baden-Baden wieder mit ihr im Sattel“, signalisierte Trainer Werner Glanz.

Und gleich eine halbe Stunde später triumphierte mit Lights On Me (51:10, T. Hofer) erneut ein Schützling des Riemer Coaches, denn die schon in Baden-Baden stark gelaufene Stute raufte sich im 1.600 Meter-Ausgleich III mit großem Kampfgeist noch an der immer wieder anziehenden Varese vorbei. Der lange führende Mister Mackenzie hielt gut stand und erreichte Rang drei.

In Saarbrücken war der im Besitz des gleichnamigen Stalles stehende Pre Tax Profit (12:10, S. Brüggemann) gegen den ebenfalls von Christian von der Recke aufgebotenen Oscan erneut bequem voraus. Im 1.900 Meter-Ausgleich III trumpfte Gerald Geislers Dragoslav (56:10, R. Piechulek) mit großem Endspurt gegen Pumpgun und Pancho Villas auf.

Eine völlig souveräne Angelegenheit war das Dreijährigen-Rennen über 2.200 Meter für die von peter Schiergen aufgebotene Fährhoferin Guajara (28:10, K. Clijmans), die mit Löwenstein und Jumeirah kurzen Prozess machte und am Ende fünf Längen Vorsprung hatte. Den großen Tag der Reiterinnen machte Andrea-Diana Mayer komplett, die Münchenerin führte den Veteran Amazing Dragon (127:10) in einem 2.200 Meter-Handicap zu einem sehr sicheren Sieg.

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