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Andreas Wöhler über die Ambitionen mit Novellist

„Der Arc-Sieg wäre ein Traum“

Köln 1. Oktober 2013

Andreas Wöhler ist Trainer des deutschen Arc-Starters Novellist. Im Gespräch mit German Racing beleuchtet er die Chancen seines Cracks.

Bislang gab es in der Geschichte des Arc nur zwei deutsche Sieger. Welche Voraussetzungen bringt Novellist mit, um der Dritte im Bunde zu werden?

Andreas Wöhler: Novellist hat genug Klasse, um dieses Ziel zu erreichen. Aber natürlich gehören noch andere Aspekte dazu, um tatsächlich den Arc zu gewinnen. Die Umstände, der Rennverlauf, alles muss passen. Und natürlich spielt auch Glück eine Rolle.

Er hat das Vorbereitungsrennen in Baden-Baden sicher, aber nicht überlegen gewonnen. Wie lief die Vorbereitung anschließend in den letzten Wochen vor dem Rennen?

Es war klar, dass er in Baden-Baden nicht so deutlich gewinnen würde wie in den King George in Ascot. Denn es handelte sich in Iffezheim um ein von der Taktik geprägtes Rennen. Novellist hat dieses Rennen super überstanden und sich weiter verbessert. Alles ist tiptop. In der Vorbereitung hinterließ er einen sehr guten Eindruck.

Was wünschen Sie sich für das Rennen, und wie sieht Ihr Mindestziel aus?

Natürlich wollen wir eine günstige Startnummer und ein gut gelaufenes Rennen, eine echte Steher-Prüfung. Es sollte nach Möglichkeit kein französisch, also langsam gelaufenes, Rennen werden. Der Boden wird nach den derzeitigen Wetterprognosen sicher elastisch oder weich werden. Das Ziel für Novellist heißt, dass er seine Möglichkeiten ausschöpft.

Wer könnte Novellist in erster Linie gefährlich werden?

Natürlich die beiden Japaner. Aber auch den Iren Ruler of The World halte ich für sehr gefährlich.

Hätten Sie vor Jahren gedacht, mit dem Hengst einmal Mitfavorit im Arc zu sein?

Von Anfang an hatten wir eine gute Meinung von ihm, ab Beginn seiner Dreijährigen-Saison sogar eine sehr gute. Als er zweimal nicht ganz die Erwartungen erfüllte, gab es stets eine Gründe dafür. Von drei- auf vierjährig hat sich Novellist weiter verbessert. Nun im Arc als Mitfavorit zu starten, ist natürlich eine große Sache, die man aber nicht vorhersehen konnte.

Mit der Stute Martessa haben Sie am Arc-Tag schon einmal den Prix de l' Opera gewonnen. Aber ein Arc-Triumph wäre sicher auch der Höhepunkt Ihrer bisherigen Karriere. Was war Ihr bislang bestes Abschneiden in diesem Mega-Rennen?

Ich hatte noch nie einen Starter im Arc. Es wäre ein Traum, wie für jeden Trainer übrigens, dieses Rennen einmal zu gewinnen.

Wie sehen für Novellist die letzten Stunden/Tag vor Ort aus?

Er wird am Samstag vor dem Rennen anreisen, dann heißt es vor Ort nur noch "easy going". Lisa Krüllmann wird ihn wie immer begleiten. Sie reitet Novellist ja auch in der täglichen Arbeit und ist seine direkte Bezugsperson im Stall und auf Reisen. Alles ist gut vorbereitet.

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