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Überraschung im Kölner Herbst-Preis

Kolonel ist so richtig schnell

Köln 3. Oktober 2013

Was für eine Saison erlebt der dänische Jockey Lennart Hammer-Hansen 2013! Nachdem er vor einigen Jahren noch die Reitstiefel an den Nagel gehängt hatte und anschließend in seiner skandinavischen Heimat in den Sattel gestiegen war, gelingt ihm aktuell einfach alles. Am Donnerstag sicherte er sich mit dem 84:10-Außenseiter Kolonel in den Farben des Stalles Helena (von Manduro-Züchter Rolf Brunner) das Hauptrennen des großen Kölner Familien-Renntages, den Kölner Herbst-Preis (Listenrennen, 20.000 Euro, 1.400 m).

Vom Start bis ins Ziel kontrollierte Hammer-Hansen auf dem zuletzt zweimal schwächer gelaufenen Kolonel Tempo und Gegner und wehrte alle Attacken der Hoppegartener Stute Baiadera (Jockey Stephen Hellyn: „Ich hatte Mumm auf sie, denn ihre Frankreich-Formen waren gut) und von Royal Fox ab, der einen Moment alle Gegner zu überrennen schien.

„Wir haben heute die Ohrenkappen weggelassen, damit Kolonel mehr unter Spannung stand“, nannte Cay Bonhoff, der den in Berlin weilenden Trainer Mario Hofer vertrat, das Erfolgsrezept. „Zuletzt in München wurde der Wallach aber auch ziemlich abgedrängt. Sonst wäre er dort schon dabei gewesen.“

Der Trainingsgefährte Smooth Operator schaffte es dagegen nur noch auf den vierten Platz, nachdem er jüngst noch klar vor Kolonel eingekommen war. „Für ihn war es heute zu schnell, in München war der Boden weicher“, kommentierte Bonhoff. Lediglich auf Rang fünf kam die favorisierte Französin Dutchessa ein, die zu viel aufholen musste.

Das Rennen der Arabischen Vollblüter war eine Sache der Favoriten, denn Parmant (21:10, A. de Vries) aus dem holländischen Dörenberg-Stall in wehrte Sadiq (in denselben Farben wie der Sieger) sicher ab. Einen Favoritensturz gab es in einem Vier-Pferde-Altersgewichtsrennen, denn der 14:10-Favorit Silvaner, immerhin ein Ex-Gruppe-Pferd, musste sich nach langer Führung der stark anziehenden Bulgarin Caldi Mill (59:10, B. Ganbat) beugen, auch die spät auf Touren kommende All for you war dichtauf und kam in totem Rennen mit Silvaner auf den Ehrenrang.

Siegtrainer Ivan Ivanov hatte bereits 2012 Rennen in Hoppegarten und Dresden gewonnen, nun trumpfte er zum ersten Mal in 2013 bei uns auf. „Ich habe drei Pferde in Training. Bei uns in Bulgarien ist die Saison schon vorbei. Vielleicht kommen wir in gut einer Woche wieder hierher“, erklärte der Coach.

Riesenpech entwickelte der Youngster Ragazzo (35:10, I. Mendizabal) in einer 1.300 Meter-Prüfung, denn mit dem Sieg vor Augen brach der Mitfavorit krass zur Seite weg und verlor dadurch noch gegen die schon passierte Röttgenerin Wild Step (33:10). Ihr Jockey Martin Seidl erklärte: „Wir wären normalerweise Zweiter geworden. Dadurch, dass ein vor uns liegendes Pferd früh nachließ, waren wir einen Tick zu früh vorne. Enttäuschend früh genug hatte der Favorit Der Graue.

Vollkommen berechtigt war die heiße Favoritenrolle der Schlenderhanerin Assisi (A. de Vries) in einem 2.400 Meter-Ausgleich III, die Start-Ziel gegen Nashita zum Zuge kam. „Sie hatte immer wieder Wehwehchen, daher lief sie seit Juni nicht mehr“, berichtete Adrie de Vries nach seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag. Er beschenkte sich damit selbst, denn vor 18 Jahren hatte der „fliegende Holländer“ seine Ehefrau Lorna geheiratet.

Mit Lena Mattes setzte sich eine der aktuell besten Reiterinnen im Amateurrennen durch, Start-Ziel wehrte sie auf dem Halbblüter Biederich (40:10) die starken Attacken von Tjerk und Favorfoot Danon ab. Sokol komplettierte die Viererwette, die 25.116:10 Euro brachte.

Nach längerer Durststrecke reichte es in einem Stutenrennen für Dreijährige mit der 51:10-Chance Meringa für die junge Reiterin Jana Oppermann, die sich mit ihrer Lady noch locker von der Bulgarin Sandra freimachte. „Sie hat genau nach Order geritten“, lobte Cay Bonhoff, der Assistent von Siegtrainer Mario Hofer.

Prächtig angenommen wurde das große Familienprogramm. Vor allem das Torwandschießen „Schlag den Helmes“, u.a. mit Patrick Helmes, dem Profi des 1.FC Köln. Die Bahn war glänzend besucht.

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