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Arc: Wandelt der Deutsche auf Danedreams Spur?

Star-Galopper Novellist mit Super-Chance

Köln 3. Oktober 2013

Gerade einmal zwei Jahre ist es her, da sorgte die Wunderstute Danedream für eine der absoluten Sternstunden des hiesigen Galopprennsports: Mit ihrem Erfolg im Prix de l‘ Arc de Triomphe eroberte die von Peter Schiergen trainierte Lady einen Platz in den Geschichtsbüchern, als zweite deutsche Gewinnerin nach Star Appeal 1975 und mit einer neuen Bahnrekordzeit. Am Sonntag könnte der vierjährige Hengst Novellist (im Besitz des Kölners Dr. Christoph Berglar, sehen Sie auch das Interview auf der Startseite von German Racing) ihr im bedeutendsten Rennen der Welt nacheifern. Unter Star-Jockey Johnny Murtagh zählt der Schützling von Trainer Andreas Wöhler zu den Top-Favoriten.

4,8 Millionen Euro winken an Preisgeldern auf der 2.400 Meter-Distanz – das sind 1.142,80 Euro pro Meter. Allein der Sieger gewinnt 2.742.720 Euro. Der Qatar Prix de l‘ Arc de Triomphe, der am Sonntag, dem 6. Oktober in Paris-Longchamp entschieden wird, ist DAS prestigeträchtigste Galopper-Event auf der Welt. Rund 60.000 Zuschauer vor Ort und eine Milliarde in rund 30 Ländern auf dem Globus werden das Geschehen aus Paris verfolgen.

Und vielleicht sehen sie einen deutschen Triumph durch Novellist. Dessen Karriere ist schon jetzt großartig: Bei elf Starts gewann der Hengst neun Rennen. 2013 sorgte er mit Triumphen in zwei der bedeutendsten europäischen Gruppe I-Rennen für Furore – im Grand Prix de Saint-Cloud und in den King George VI and Queen Elizabeth Stakes (hier avancierte er zum Nachfolger von Danedream). Die Generalprobe im Longines – Großer Preis von Baden verlief standesgemäß.

1.443.632 Euro galoppierte Novellist bisher auf das Konto seines Besitzers. Nun könnte er im Arc fast die doppelte Summe auf einen Schlag verdienen. Derzeit gilt Novellist als dritter Favorit für den Prix de l‘ Arc de Triomphe. Das meiste Vertrauen genießt der Vorjahreszweite Orfevre (Christophe Soumillon), der für den ersten japanischen Sieg überhaupt sorgen kann.

Aber auch die in Katar-Besitz stehende Prix Vermeille-Siegerin Treve (Thierry Jarnet springt für den verletzten Lanfranco Dettori ein, der wohl 2013 wegen eines Knöchelbruchs nicht mehr reiten kann), die über eine Nachnennung ihren Startplatz bekommt, ist eine starke Konkurrentin für Novellist. Der weitere Japaner Kizuna und der Ire Ruler Of The World komplettieren die Favoriten-Gruppe. Mit Sahawar ist sogar ein anderes in deutschem Besitz stehendes Pferd dabei (dem Münchener Simon Springer gehört dieser als Riesenaußenseiter gehandelte Hengst). Und der Preis von Europa-Sieger Meandre wurde nachgenannt.

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