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Wimpernschlagfinish zwischen Zazou und Calyxa

93.Großer Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf

Düsseldorf 6. Oktober 2013

Viel mehr Spannung geht kaum noch: Die Entscheidung zwischen Zazou und Calyxa gehört mit Sicherheit zu den dramatischsten in der Geschichte dieses alten Grafenberger Rennens. Lange, lange waren die späteren Protagonisten des 93.Großen Preises der Landeshauptstadt Düsseldorf erst einmal hinten ausmachen gewesen. Dann aber gab es im mit 55.000 Euro dotierten Gruppe-III-Rennen über 1.700 Meter einen schnellen Wechsel bei den Hauptdarstellern. Und diese machten zum Schluss die Sache eigentlich nur noch unter sich aus. Vielleicht mag es der eine oder andere schon geahnt haben, dass Zazou unter Jockey Alexander Pietsch das entscheidende Quäntchen noch auf seine Seite hat ziehen können. Doch wie höllisch knapp es war, zeigte das Zielfoto. Lediglich mit einem Nasenvorteil hatte sich der von Waldemar Hickst für Ramzan Akhmadovich Kadyrov trainierte Shamardal-Sohn den Sieg sichern können. So oder so: Es war ein tolles kleines Comeback des Sechsjährigen.

Viel mehr Spannung geht kaum noch: Die Entscheidung zwischen Zazou und Calyxa gehört mit Sicherheit zu den dramatischsten in der Geschichte dieses alten Grafenberger Rennens. Lange, lange waren die späteren Protagonisten des 93.Großen Preises der Landeshauptstadt Düsseldorf erst einmal hinten ausmachen gewesen. Dann aber gab es im mit 55.000 Euro dotierten Gruppe-III-Rennen über 1.700 Meter einen schnellen Wechsel bei den Hauptdarstellern. Und diese machten zum Schluss die Sache eigentlich nur noch unter sich aus. Vielleicht mag es der eine oder andere schon geahnt haben, dass Zazou unter Jockey Alexander Pietsch das entscheidende Quäntchen noch auf seine Seite hat ziehen können. Doch wie höllisch knapp es war, zeigte das Zielfoto. Lediglich mit einem Nasenvorteil hatte sich der von Waldemar Hickst für Ramzan Akhmadovich Kadyrov trainierte Shamardal-Sohn den Sieg sichern können. So oder so: Es war ein tolles kleines Comeback des Sechsjährigen.




Schließlich hatte Zazou den letzten Start im Mai absolviert. Wie sein Betreuer kundtat, hätte der Hengst dringend eine Pause gebraucht. Die zahlreichen und weiten Auslandsreisen, die er in seiner Laufbahn schon absolviert hat, hätten schlicht ihren Tribut gefordert. Bereits vor zwei Jahren hatte Waldemar Hickst ihn nach einer längeren Pause schon einmal sofort wieder fit gehabt und im Preis der Sparkassen Finanzgruppe in Baden-Baden erfolgreich vorgestellt. Nur ein paar Wochen später holte sich Zazou dann sogar noch den Premio Roma.

Nächstes Ziel soll jetzt aber erst einmal am 10. November der Hessen-Pokal in Frankfurt sein; dann erst werde man weitersehen. Die stoische Ruhe von Jockey Alexander Pietsch, der sich zunächst einmal aus allem heraushielt, was da in vorderster Fron passierte, verdient schon eine besondere Erwähnung. Nicht anders agierte freilich Lennard Hammer-Hansen auf der dreijährigen Calyxa. Allerdings musste er im Gegensatz zum außen ungestört angreifenden Gewinner mit seiner Stute erst den nötigen Platz zum Vorstoß finden.

Jedenfalls wusste Calyxa selbst in der Niederlage ohne Wenn und Aber wieder vollends zu überzeugen. Der wacker kämpfende Combat Zone war am Ende noch der einzige, der aus dem anfänglichen Vordertreffen seinen Platz behalten konnte, was seinem Besitzer noch das dritte Geld bescherte. Kaum weit zurück auch Si Luna und Empire Storm, die kurz aneinander gerieten. Was dann die Rennleitung auch zu einer Überprüfung veranlasste, doch beließ sie bei der ursprünglichen Reihenfolge.
Global Thrill und Flamingo Star, die ein ganz gutes Tempo angeschlagen hatten, mischten zwar ähnlich wie Akua’da oder auch Point Blank länger mit, hatten mit der Endabrechnung aber in keiner Weise mehr ernsthaft zu tun.

Für Zazous Besitzer endete mit diesem Düsseldorfer Sieg eine auf der ganzen Linie erfolgreiche Woche. Letztendlich hatte ja der Stallgefährte Meandre ein paar Tage vorher bei der Berufungsverhandlung vor dem Renngericht bereits den Sieg im 51. Preis von Europa wieder zugesprochen bekommen, den Meandre zuvor in Köln am Tag selbst am Grünen Tisch verloren hatte.


Der Düsseldorfer Renntag, zu dem auch Dirk Elbers, der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, wieder den Weg hoch zum Grafenberg gefunden hatte, begann mit einem Doppelschlag von Trainer Markus Klug bei den Zweijähren. Dabei sind sowohl der unter dem jungen Martin Seidl erfolgreiche Cornettus als auch die zweitplatzierte Stute Nauka obendrein noch Nachkommen des Röttgener Beschälers Kallisto.

Einen wie so oft schon in Düsseldorf besonders guten Tag erwischte abermals Andrasch Starke, der gleich dreimal den Applaus für einen Sieg genießen konnte. Zuerst mit dem trotz anderthalb Kilo Mehrgewichts überzeugend auftretenden Wallach Laeyos, dann mit der dreijährigen Nocturne und zu guter Letzt noch mit Lokalmatador Fresh Skyline. Dessen Trainer Sascha Smrczek hatte vorher bereits für Egbert Schäfer den dreijährigen Floresco erfolgreich gesattelt.

Sogar zu einem ganz besonderen Sieg. Mit Enki Ganbat im Sattel brachte der Fuchs vor heimischer Kulisse für den Sohn des unvergessenen einstigen Düsseldorfer Trainers Gustav Schäfer nämlich den 50. Sieg als Besitzer unter Dach und Fach. Dafür gab es selbstverständlich noch einen dicken Extra-Beifall.
Verdienter Sieg für Goldbraid in Dresden

Beim parallel verlaufenden Renntag in Dresden gehörte insbesondere der Erfolg des zweijährigen Exceed-and-Excel- Sohnes Goldbraid des Stalles Waidmannsheil zu den wesentlich Punkten des Tages. Nach einigen sehr ordentlichen Platzierungen zuvor war es fraglos eine hochverdiente Sache und alles andere als eine Überraschung. Gleichwohl hatte das Seidnitzer Publikum die Debütantin Girl on Fire auf den Favoritenschild gehoben, die als Zweite trotzdem einen guten Eindruck hinterließ.

Für Goldbraids Jockey war der Erfolg mit dem Vovcenko-Schützling der erste Teil eines Doppels. Nur zwei Rennen später gewann er zudem noch mit Endrick Grundkes Wallach Alexis. Doppelt erfolgreich war außerdem Trainer Frank Lippitsch, dessen Schützlinge Auenstern und Diacetta jeweils vor der Konkurrenz das Ziel erreichten.

Für Auenstern musste er kurzfristig noch eine neue reiterliche Besetzung organisieren. Und wie es so oft ist bei „Kistenritten“: Der Ersatz packt die Chance beim Schopf und gewinnt. Wie in Dresden wieder Natalie Arendsen, die später mit dem Wallach Pyrenean Music noch ein weiteres Mal erfolgreich war und mithin ebenfalls als Doppelsieger(in) die Heimreise antreten konnte.

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