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Frankfurter Besitzerin starb im Alter von 88 Jahren

In memoriam Margot Herbert

Frankfurt/Main 24. Oktober 2013

Am vergangenen Mittwoch starb die allseits beliebte und geschätzte Besitzerin Margot Herbert. Die traurige Nachricht löste Trauer und Betroffenheit im gesamten deutschen Galopprennsport aus. Leuten, die in letzter Zeit bei den Starts ihrer Pferde das Geschehen im Führring genauer beobachteten, wird allerdings kaum entgangen sein, dass die alte Dame mehrfach nicht zugegen war, wenn ihr Trainer den jeweiligen Reitern die Order gab. Das war bereits kein gutes Zeichen, insbesondere für all jene, die genau wussten, wie sehr sie an ihren Vollblütern hing und wie wichtig sie in ihrem Leben waren. Ein Dasein im Übrigen, das ihr zunehmend schwerer fiel, welches sie aber stets mit einen guten Prise Humor annahm, wie es nun mal war. Im Alter von 88 Jahren wurde Margot Herbert nun von dieser Erde abberufen.

Schon in der Saison 2010, als sie beim Sieg von Silvaner im Lando Preis des Winterfavoriten einem ihrer größten Erfolge als Besitzern noch mit großer Begeisterung beigewohnt hatte, war es anschließend für sie unmöglich gewesen, die Treppen in der Kölner Waage hinauf in den ersten Stock zum Empfang für die Sieger hinaufzusteigen. Spontan wurde damals von den Verantwortlichen des Kölner Renn-Vereins umdisponiert und die Toasts auf die Gewinner kurzerhand ebenerdig in der kleinen Wettkasse ausgebracht.

Alle, die dabei waren, werden sich gerne dieser unkonventionellen kleinen Feier erinnern, welche sicherlich einmalig in der Geschichte des ältesten Kölner Rennens ist und die vor allem Margot Herbert in vollen Zügen genossen hat. Selbst wenn Silvaner in letzter Zeit öfter enttäuschte, so gehörte er doch zu den Allerbesten, die für sie unter den rosa-schwarz-gestreiften Farben liefen.

Keineswegs ungenannt bleiben dürfen aber auch Davidoff, Saphir, Eden Rock, Emilo Romano sowie die guten Stuten Sorrent und Dapprima. Doch ob gut oder nicht so gut, Margot Herbert waren sie alle ans Herz gewachsen. Und die kühl kalkulierenden Trainer hatten stets ihre liebe Mühe und Not und mussten argumentieren ohne Ende, wenn es ratsam erschien, den einen oder andern tapferen Streiter auch mal abzugeben.

Diese Prozesse sollen immer sehr, sehr lange gedauert haben. Egal, ob zuletzt bei Peter Schiergen oder auch bei Andreas und Bruno Schütz, die zuvor ebenfalls lange für die Fitness der Pferde von Margot Herbert verantwortlich gezeichnet hatten.

Und vielleicht ja auch schon bei Trainer Andreas Hecker, damals noch den Anfangszeiten der Turf-Passion der Verstorben auf der Niederrader Rennbahn. In Frankfurt bleibt Margot Herbert nicht zuletzt auch als eine sehr geachtete und sozial engagierte Unternehmerin in Erinnerung. Kurz vor ihrem Ableben erfreute sie noch die gute Kunde vom zweiten Platz ihres hoffnungsvollen Hengstes Nadelwald im Preis des Winterfavoriten in München-Riem.

Mit dabei zu sein, wenn sich Nadelwald im nächsten Jahr womöglich zu einem Spitzenpferd seines Jahrgangs aufschwingt, blieb ihr leider nicht vergönnt.

Die Trauerfeier mit anschließender Beisetzung findet statt am Donnerstag, 31. Oktober, um 13.00 Uhr auf dem Hauptfriedhof Eckenheimer Landstraße 196 in Frankfurt am Main.

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