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Aloha Iwanaga ein neues Steher-Talent

Delicate Delight und Satelitte überzeugen in Dresden

Dresden 26. Oktober 2013

Ungeachtet des Höchstgewichts und der Tatsache, dass Guajara noch nie eine so weite Distanz zu bewältigen hatte wie im Buchmacher Albers Steher Cup (92. Dresdener Steherausgleich), ging alles Vertrauen mit der dreijährigen Fährhoferin. Als das letzte Stück der 2.950-Meter-Aufgabe anbrach, musste Guajara allerdings schnell passen. Besser meisterte jedenfalls die ein Jahr ältere Aloha Awanga von Horse Racing Berlin den kleinen Marathon. Die Samum-Tochter setzte sich unter Jockey Alex Pietsch am Ende leicht gegen den dreijährigen Petit Montjeu und den Wallach Landadel durch.

Auch für die Karlshoferin war die extrem weite Distanz im Übrigen Neuland gewesen, und vielleicht hat Trainer Roland Dzubasz in ihr nun ein Pferd im Stall, das im nächsten Jahr auf ähnlichen Wegen noch weiter reüssieren wird. Was möglicherweise ebenso für Petit Montjeu und Landadel gilt, die demnächst vielleicht viel öfter auf den ganz weiten Strecken zum Einsatz kommen werden. Wenig zu zusetzten hatte überraschender Weise der Wallach Silenzio Mo, der einzige Distanzspezialist im Feld, der nie über den vierten Platz hinauskam.

Ehe sich die Steher auf den weiten Weg machten, hatte das Dresdener Publikum bereits zwei überzeugende Siege erlebt. Der erste gelang der zweijährigen Stute Delicate Delight im einleitenden Rennen für den Jahrgang 2011. Was auch alles andere als unerwartet kam, wie eine Siegquote von 14:10 unterstreicht. Die Ammerländer Kandahar Run-Tochter, die in Köln von Peter Schiergen trainiert wird, hatte zuvor schon in München-Riem ein mehr als brauchbares Debüt hingelegt und diesem nun vollends entsprochen. Daniele Porcu in ihrem Sattel musste die Zweijährige im Prinzip nur gut über den Kurs bringen.

Ähnlich gestaltete sich das Bild beim Erfolg der dreijährigen Debütantin Satellite für das Gestüt Görlsdorf bei den Dreijährigen. Eigentlich gewann diese kleine „Galoppier-Maschine“ sogar noch um einiges imponierender. Überraschend allerdings, dass der Toto auf den Erfolg der Teofilo-Tochter eine Siegquote von 70:10 auswies. Insofern vor allem auch, als man seit Langem bereits weiß, dass Champion-Trainer Roland Dzubasz seine Novizen in der Regel schon in bester Kondition vorzustellen pflegt. Ritte auf derart überlegenen Pferden sind für einen Jockey stets ein einziges Vergnügen. Heute in Dresden kam Stephen Hellyn in einen solch keineswegs alltäglichen Genuss.

Sein junger „Kollege“ Tom Schurig musste danach auf Stall Waldheims Platin Storm im zweiten Ausgleich III des Tages schon ein wenig mehr arbeiten. Dem Bahnspezialisten gelang bei seinem zweiten Saisonsieg über Timara und Concordia zugleich eine Formumkehr gegenüber Glueckskeks und Alexis, die die Dresdener Besucher Anfang des Monats noch beide vor dem Schützling von Hans-Jürgen Gröschel haben einkommen sehen.

Für alle, die den jüngsten Dresdener Renntag bei herrlichem Herbstwetter genossen haben, wartet jetzt noch das Saisonfinale am 20. November auf der Bahn in Seidnitz.

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