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Eigner des Stalles Biovita starb mit 71 Jahren

In memoriam Peter Alexander Battel

Frankfurt/Main 29. Oktober 2013

All jenen, die Peter Alexander Battel in den letzten Wochen und Monaten begegnet sind, musste schnell klar sein, dass hier ein Mann einen tapferen, aber wohl aussichtslosen Kampf bestritt. Gekennzeichnet von einer schweren Krankheit und langem Leiden, versuchte er sich mit der ihm noch verbliebenen Kraft und allem Mut, die ein Mensch in solchen Situationen noch aufbringen kann, dem zu widersetzen, was vorgezeichnet schien. Diesen ungleichen Kampf hat er in diesen Tagen verloren. Peter Alexander Battel wurde am 28. Oktober im Alter von 71 Jahren in Frankfurt von dieser Erde abberufen, zugleich aber auch von schwerem Leiden erlöst.

Peter Alexander Battels Auftreten im Galopprennsport war in hohem Maße stets gekennzeichnet von einer eher zurückhaltenden und reservierten Art. Auch sein Stall Biovita zählte in keiner Weise zu den üblichen Großquartieren. Seiner großen Leidenschaft für Galopprennsport und Vollblutzucht frönte er in eher überschaubarem Rahmen. Umso mehr sorgten allerdings die beachtlichen Erfolge, die er als Besitzer wie auch als Züchter feiern konnte, immer wieder für Aufsehen.

Ein besonderer Schlüssel zu einigen ganz besonderen Erfolgen war fraglos die Lagunas-Tochter Pasca, die eine ganze Reihe exzellenter Nachkommen fohlte. Wie etwa auch die von Big Shuffle stammenden Hengste Peppercorn und Peppershot, zwei exzellente Meiler, die sich eigentlich nicht viel gaben und die dem Verstorbenen in der Saison 2003 eine seiner Sternstunden auf der Rennbahn bescherten, als sie die Kölner Europa-Meile allein unter sich ausmachten.
Peppercorn fing dabei den fast schon in Sicherheit geglaubten und ein Jahr jüngeren Peppershot am Ende noch ab. Dabei galt der ältere von beiden doch eher als Spezialist für den Düsseldorfer Grafenberg. Erfolge im Großen Preis von Düsseldorf und im Großen Preis der Landeshauptstadt würden das an und für sich schon unterstreichen, doch Peppershot gewann beide Rennen sogar zweimal. Natürlich auch zur großen Freude seines Trainers Uwe Ostmann, der sich über Jahre hinweg des uneingeschränkten Vertrauens des Verstorbenen erfreute.

Ein Ostmann-Schützling war außerdem der US-Hengst Treecracker, der in Köln den Preis des Winterfavoriten gewann und der Peter Alexander Battel erstmals spüren ließ, wie es sich für einen Besitzer anfühlt, wenn man einen Gruppe-Sieger vom Geläuf zurück zur Waage begleiten darf.

Genaugenommen war es jedoch der Athenagoras-Sohn Königsbacher, der dem Stall Biovita als Erster einen höheren Bekanntheitsgrad verschafft hatte. Der Hengst mit dem gleichermaßen einprägsamen wie populären Namen wurde allerdings von Hein Bollow trainiert, der ihn dreijährig u.a. zu Erfolgen in damals so wichtigen Jahrgangs-Rennen wie dem Orsini-Rennen und dem Hoffnungs-Preis führte.

Dass Königsbacher im Großen Preis der Steigenberger Hotelgesellschaft allein nur einen Klassehengst wie Abary vor sich sah und gleichzeitig vor dem späteren Derby-Zweiten und Top-Meiler Nandino blieb, zeigt allerdings vielleicht noch nachdrücklicher, aus welchem Holz dieser Dreijährige seinerzeit geschnitzt war.

Der Kreis schloss sich letztendlich mit Pennyfox beim letztjährigen Jahr beim Derby-Meeting in Hamburg. Der Sieg von Pennyfox in einem Ausgleich II auf dem Horner Moor gab dem Verstorbenen noch einmal einen letzten Glückmoment in jenem Sport, mit dem sich Peter Alexander Battel bis zu seinem letzten Atemzug stets tief verbunden gefühlt hatte und der über Jahrzehnte hinweg Teil seines Lebens gewesen war.

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