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Kolonel gewinnt Flieger-Prüfung als Außenseiter

Vier Volltreffer in Maisons-Laffitte

Köln 16. November 2013

„So ein Tag, so wunderschön wie heute!“ Diesen Text hören die Schlachtenbummler des Fußballs jede Woche in den Stadien hierzulande. Aber ein Lied der besonderen Art konnten die Anhänger der deutschen Vierbeiner heute beim nachgeholten Renntag in Maisons-Laffitte, er fiel Anfang November wegen eines Streiks aus, anstimmen. Vier Siege, einen im Gruppe-Rennen, einen in einem hochdotierten Handicap, eine rein deutsche Zweierwette zu Beginn und dann noch einen Volltreffer zum Abschluss, gab es an diesem ereignisreichen Renntag in Paris zu notieren.

Der wichtigste Erfolg gelang ganz ohne Zweifel Stall Helenas Kolonel als 157:10 Chance mit dem französischen Klasse-Jockey Olivier Peslier im Prix de Seine-et-Oise über kurze 1200 Meter. 80.000 Euro standen über der Gruppe III-Prüfung, die eine Beute des von Mario Hofer trainierten vierjährigen Wallachs wurde. Es war der größte Sieg und eine Überraschung ganz ohne Zweifel, denn das Flieger-Rennen war gespickt mit erstklassigen Pferden. So kamen der Listensieger Wedge Trust und der Gruppeerprobte Myasun deutlich geschlagen dahinter auf die besten Plätze. Stall Nizzas Amarillo hingegen, der zweite deutsche Kandidat, konnte keine Akzente setzen.

Ein Endkampf der Spitzenklasse lieferten sich in einem mit 60.000 Euro dotierten Handicap Andrasch Starke und Christophe Soumillon. Im Ziel hatte es unser Champion mit knappem Vorsprung auf Stall Pidas von Peter Schiergen trainiertem Theophilos als 101:10 Außenseiter nach 2500 Meter doch noch gegen Polo geschafft.

Gleich zu Beginn des Tages konnten sich die deutschen Anhänger über eine rein deutsche Zweierwette freuen. So gewann Gestüt Haus Hahns Lord Shuffle zur Quote von 89:10 ein Verkaufsrennen über die extrem kurze Distanz von 800 Meter unter Maxime Guyon gegen Lipocco aus dem Stall von John David Hillis. Letztgenannter war bereits zweimal Zweiter in diesem Rennen, dass das Kürzeste seiner Art in Europa ist. Die deutsche Zweierwette zahlte übrigens 400:10.

Sieg Nummer vier gelang schließlich zum Abschluss des denkwürdigen Renntages Thomas Gehrigs Rapideur, der trotz Höchstgewicht mit Eddy Hardouin ein Altersgewichtsrennen über 1100 Meter mit einer Dotierung von 29.000 Euro ganz knapp gegen Porthilly und Swooning gewann. Trainer des Siegers ist Sascha Smrczek aus Düsseldorf.

Nicht schlecht hielt sich auch Gestüt Ammerlands von Peter Schiergen trainierter High Duty. Mit Andrasch Starke war er als Fünfter nur knapp von einem besseren Geldrang im Criterium des Maisons-Laffitte (Gruppe II, 190.000 Euro, 1200 Meter) geschlagen. Wie schon vor kurzem in Chantilly hieß der Sieger Kiram unter Christophe Soumillon, der als 27:10 Favorit für Trainer Jean-Claude Rouget und Besitzer Aga Khan zum Zuge kam. Nicht ins Rennen fand Ragazzo, der Zweite aus dem Ferdinand-Leisten-Memorial in Iffezheim.

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