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Alexandra Vilmar in Bremen wieder groß in Form

Der Super-Fight des Jungtalents

Bremen 17. November 2013

Erst vor wenigen Wochen feierte die Münchenerin Alexandra Vilmar ihren 19. Geburtstag. Doch die Amazone ist längst eine der großen Entdeckungen der Saison 2013. Am Sonntag beim Saisonfinale in Bremen landete sie bereits ihren elften und zwölften Treffer in diesem Jahr. Und das alles andere als unerwartet.

Denn im einleitenden Zweijährigen-Rennen (über 1.400 Meter) des von German Tote gesponserten Renntages führte sie die 26:10-Favoritin Indian Rainbow zu einem hauchdünnen Erfolg. Ende September war diese Indian Haven-Tochter beim Treffer in Hannover bereits vor der späteren Winterkönigin Diamond Dove geblieben, in dem Baden-Badener Gruppe-Event reichte es dann zum fünften Platz.

Allerdings war es in Bremen nun kein Spaziergang für das Team Indian Rainbow/Alexandra Vilmar, denn die in Köln von Andreas Löwe vorbereitete Stute hatte von zweiter Position aus auf der Zielgeraden innen lange überhaupt keinen Platz zum Durchkommen. Erst Mitte des Einlaufs ging plötzlich alles auf, als der 104:10-Außenseiter Another Beat außen schon nach vorne gekommen war. Doch dieser brach kurz vor dem Ziel sehr krass zur Seite weg und vergab damit den sicher geglaubten Erfolg. Mit einem kurzen Kopf raufte sich Indian Rainbow genau auf der Ziellinie wieder vorbei.

„Wir wollten in diesem Jahr noch ein Rennen mit ihr gewinnen. Nun können wir die Route für 2014 planen“, erklärte Siegtrainer Andreas Löwe. Sein Kollege Sascha Smrczek sagte zur unglücklichen Niederlage von Another Beat: „Es war natürlich schade, dass er weggebrochen ist. Aber das ist ein sehr ordentliches Pferd.“

Sehr viel Boden machte auch noch die Fährhoferin Karpina gut, die als Dritte ebenfalls nicht weit zurück folgte, während der gut gewettete Allano nicht entscheidend in die Partie fand.

Alexandra Vilmar bewies auch im Preis von German Tote (Ausgleich III, 1.400 m) viel Nervenstärke. Denn auf dem schon zuletzt in München auf und davon gegangenen Kasuga Danon (66:10), im Besitz des Düsseldorfers Guido Schmitt und in Training bei Waldemar Hickst in Köln, schnappte sie auf dem letzten Wegstück noch zu und verwies den Riesenaußenseiter Darak und den lange führenden Ohne Tadel auf die Plätze. Diese Dreierwette hatte es in sich – die Quote: 110.718:10 Euro.

Für die knappe Niederlage mit dem Youngster Another Beat entschädigten sich der Düsseldorfer Trainer Sascha Smrczek und Reiter Bayarsaikhan Ganbat in einer Dreijährigen-Prüfung über 1.600 Meter, als der Footstepsinthesand-Sohn Schimea (84:10) in den Farben der Westminster Race Horses GmbH einen Top-Einstand hinlegte. Vorneweg ließ er auch die Favoritin Zareen und Valeron abblitzen.

Im Halbblutrennen gab es erwartungsgemäß eine Zweierwette der Pferde von Trainer Pavel Vovcenko. Lange sah es nach dem aus einer über einjährigen Pause kommenden 16:10-Favoriten Briodolf aus, doch der wie er von Medicus und aus der Zucht Maria Kleins stammende Breido (vor einer Woche in Köln bereits erfolgreich) zog noch locker vorbei und landete seinen fünften Saisontreffer. Im Sattel saß die 21-jährige Sonja Daroszewski, die ihre Sache sehr gut machte.

Seinen ersten Deutschland-Treffer beim zehnten Versuch feierte der Marokkaner Othman Manouar in einem 1.600 Meter-Ausgleich IV. Start-Ziel teilte er dem von Jördis-Ina Meinecke in Eitze trainierten Veteran (10 Jahre) Dark Fellow alles bestens ein und rettete als 173:10-Außenseiter einen knappen Vorteil gegen Jupiter und Coldplay. Sensationell fiel die Quote der Zweierwette mit 9.133:10 aus, die Dreierwette brachte 22.869:10 Euro.

In der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 2.200 m) sorgte die erst seit kurzem von Werner Haustein betreute Schimmelstute Royal Sea (mit dem zum ersten Mal bei uns erfolgreichen Italiener Nicola Sechi (aus Pisa) für eine Sensation. Denn von weit hinten fing die 427:10-Chance beim ersten Saisontreffer noch die Favoritin Simplon sowie Auenboss und Exotic Rose ab. 21.996:10 Euro bezahlte die Dreierwette. Die Viererwette wurde nicht getroffen, so dass es im nächsten Jahr bei der Saisonpremiere an Karfreitag einen Jackpot geben wird.

Auch das Team Andrasch Starke/Peter Schiergen konnte sich in einem Dreijährigen-Rennen über 2.200 Meter auszeichnen: Die Fährhoferin Guajara (39:10) überrollte mit großem Schlussakkord den sich tapfer wehrenden It’s Tiger noch bequem. Hier baute die länger führende 18:10-Favoritin North Mare früh ab und endete im geschlagenen Feld.

Eine perfekte Premiere für das Gestüt Röttgen und Trainer Markus Klug feierte Keenness (29:10, Jozef Bojko) im abschließenden Meilen-Rennen. Die Stute kämpfte sich noch an Russian King vorbei.

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