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Dreijähriger glänzt beim Sandbahn-Auftakt

Schiergens Nadenko siegt weiter

Neuss 1. Dezember 2013

Am Montag steigt Trainer Peter Schiergen in den Flieger nach Hong Kong. Bei den International Races am kommenden Sonntag ist der Kölner Coach mit zwei Kandidaten vertreten. Zuvor landete er am Sonntag beim Start der Sandbahn-Saison in Neuss noch einen vielbeachteten Treffer. Im einem 2.300 Meter-Ausgleich III hatte die 28:10-Chance Nadenko in den Farben von Carde Ostermann-Richter unter Dennis Schiergen nicht die geringsten Probleme.

„Hochüberlegen zwei Längen“, lautete der Richterspruch für den Dreijährigen, der den lange führenden Zerzura sowie Besito souverän abfing. „Er ist ein sehr spätes Pferd, machte schon im Führring einen blendenden Eindruck“, kommentierte Schiergen.

„Ihn haben wir für die Sandbahn aufgespart. Er ist heute wie schon einmal in Leipzig am Start stehengeblieben, aber diese Marke musste er können“, gab Besitzer Klaus Wilhelm nach dem Auftakt-Rennen zu, als der für seinen Stall Frohnbach gestartete Roman Senate als 24:10-Favorit in einem 1.900 Meter-Ausgleich IV vom allerletzten Platz mit viel Schwung den schon in Sicherheit geglaubten Piloten They’llknowmeknow und dem aus dem Nichts heranstürmenden Bayonero bezwang. Da dürfte noch mehr möglich sein für den von seinem Eigner in Ascot günstig erworbenen Wallach.

Nach einem Vorbereitungsstart in Ghlin im Anschluss an eine lange Pause präsentierte sich Feather Storm (57:10, K. Clijmans) in einer 1.900 Meter-Prüfung gleich wieder siegfertig. Auf den letzten Metern bekam der Mitfavorit den stets führenden Jules Verne noch sicher in den Griff, während Fuscano als Dritter noch einigen Boden gutmachte. Der Favorit Sharano gab dagegen sehr früh nach. „Wir hatten Feather Storm bewusst eine Pause gegeben, da er die Grasbahn einfach nicht so mag. Vielleicht steuern wir nun einen Ausgleich III an einem PMU-Renntag im Januar an“, verriet Trainerin Erika Mäder.

Mit einer Sensation endete ein 2.300 Meter-Ausgleich IV, denn mit dem von weit hinten kommenden Lucky Jo (181:10, M. Lopez) vor der 1.607:10-Chance Maddox (führte bis kurz vor dem Ziel) und Ami Rouge auf Rang drei konnte man wahrlich nicht rechnen. Allein die Zweierwette bezahlte 10.243:10, wohingegen die Dreierwette gar nicht erst getroffen wurde, zumal der Favorit Chachani nur Vierter wurde. Siegtrainerin Sarka Schütz war jedoch alles andere als überrascht: „Er ist ein extrem spätreifes Pferd, mit dem ich schon zuletzt in Köln gerechnet hatte. Er brauchte nur viel Zeit, ist unverändert noch ein Baby. Ich Hoffe, dass er noch mehr kann.“

So richtig überzeugt hatte Gestüt Ittlingens Fabio (31:10, M. Cadeddu) bei seinen ersten beiden Auftritten noch nicht, doch war es in der Zweijährigen-Prüfung über 1.500 Meter deutlich einfacher. Nach langer Führung von Baarusch machte sich der Areion-Sohn noch locker frei und blieb vor dem favorisierten Southampton, der kurz alle zu überlaufen schien. „Fabio war nach dem zweiten Start nicht ganz gesund. Hier musste er schon vorne dabei sein. Alles Weitere werde ich mit dem Besitzer, Herrn Ostermann, besprechen“, signalisierte Trainer Paul Harley.

In der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.500 m) erinnerte sich der immerhin schon Neunjährige Acidici (133:10, N. Richter) wieder an bessere Tage. Seit Februar hatte er nicht mehr gewonnen. „Er ist ja fast schon älter als ich“, flachste Trainergatte Hans-Georg Rotering. „Der Wechsel auf die Sandbahn hat sich ausgezahlt. Beinahe hätten wir ihn gestern schon als Reitpferd an ein 16-jähriges Mädchen verkauft.“ Mit mächtigem Speedwirbel schnappte Acidici noch die stets vorneweg marschierende The German Queen, die immer prominente Queensberry und Air Dream. Die Viererwette wurde nicht getroffen. Es gibt also bald einen weiteren Jackpot.

Der Düsseldorfer Besitzer Guido Schmitt und die junge Amazone Alexandra Vilmar landen weiter einen Erfolg nach dem anderen. Mit Kasuga Danon (18:10) feierte der Eigner seinen 22. Saisontreffer, während es für die Münchenerin der 13. Erfolg war. Der favorisierte Wallach hatte beim dritten Sieg hintereinander in einer 1.500 Meter-Prüfung nur einen Gegner, doch wehrte er den permanent angreifenden Premier Choice sicher ab. „Er hat sich voll gefunden, beißt sich so richtig durch. Jetzt habe ich ihn angegeben an Besitzertrainer Marco Klein aus Viernheim“, kommentierte Schmitt.

Nach Bulgarien ging der Sieg im 1.500 Meter-Ausgleich III, denn der Dreijährige Vip (66:10, zweiter Sieg für Bayarsaikhan Ganbat) überspurtete ganz zuletzt noch Iffezheimer Gast Dragoslav sowie die lange prominente Eastside Gallery. Der Vorausfavorit Elgin hatte sich beim Transport verletzt und war daher nicht angetreten. „Vip hatte die 2.000 Guineas in Bulgarien gewonnen, und das war auf Sand“, erklärte Trainer Ivan Ivanov.

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