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Reaktionen der Deutschen auf die Startnummern

Nymphea hat Glück im Boxen-Poker

Köln 5. Dezember 2013

Mit einer gigantisch inszenierten Zeremonie sind am Donnerstagmittag im Führring der Rennbahn Sha Tin in Hongkong die Startnummern für die vier wichtigsten Rennen der Longines International Races am kommenden Sonntag ausgelost worden.

Die Vertreter der Starter - Besitzer, Trainer oder Pfleger - standen hinter kleinen Podesten auf der riesigen Bühne, über der alles auf großen LED-Schirmen zu sehen war, was unten passierte. Nette Idee: Die Vertreter der Pferde losten sich gegenseitig die Startplätze zu. Im überdachten Führring, der als einiger weltweit voll klimatisiert ist, ging es viermal auch um deutsche Interessen.

Feuerblitz, Nymphea und Seismos laufen in der brillant besetzten Hong Kong Vase, Neatico tritt im Hong Kong Cup gegen die Besten der Welt an. Und eine gute Nummer in der Startbox könnte den Vieren dabei helfen, sich gegen die Elite gut zu schlagen. Nun, die Nummern sind in zwei Fällen nicht richtig gut, eine ist in Ordnung, und eine hat so richtig gepasst.

Das ist Startplatz 1 für Nymphea. Trainer Peter Schiergen: "Die Stute kann ja galoppieren. Sie ist kein Speedpferd und muss vorne mitgehen. Also passt das. Sie mag den Boden und läuft immer gute Rennen. Ich denke, sie wird unter den ersten vier sein." Neatico (Startbox 11) im Cup hätte Schiergen lieber weiter innen gesehen: "Das ist jetzt nicht ideal auf die erste Ecke zu. Aber Andrasch kennt ihn ja gut. Ich hoffe, dass es ein schnelles Rennen wird und wir nicht außen rum segeln müssen." Der Trainer rechnet mit einer Platzierung unter den ersten fünf.

Mit Startposition 9 für Feuerblitz war Trainer Michael Figge nicht komplett einverstanden: "Es hätte besser, aber auch schlimmer kommen können", sagte er nach der Auslosung. "Wir wollen ja eh im Mittelfeld gehen. Ich bin nicht glücklich, aber einigermaßen zufrieden." Feuerblitz hatte am Morgen auf der Allwetterbahn gearbeitet und wirkte recht frisch. "Er ist bestens auf dem Posten", sagt Figge.

Andreas Wöhler hätte für Seismos (Startnummer 2) lieber die Nummer von Feuerblitz gehabt. "Ja gut, wir müssen damit leben. Ich hoffe jetzt, dass Seismos schnell genug aus der Maschine springt. Da kann es schon passieren, dass er erst mal nicht mitkommt. Ich hätte lieber eine Position deutlich weiter außen gehabt." Der Gütersloher Trainer traut Seismos aber grundsätzlich ein gutes Laufen zu: "Er ist ein hartes Pferd, steckt alles leicht weg. Er wirkt sehr zufrieden. Vom Aussehen her gefällt er mir hier besser als in Kanada."

Das Schlusswort heute bekommt Feuerblitz-Mitbesitzer Patrick Bertermann: "Die Zahl 9 gilt in vielen Kulturen als die Zahl der Vollkommenheit, weil sie dreimal die 3, also die Zahl der Vollkommenheit enthält. Und in der chinesischen Zahlensymbolik steht die Zahl 9 für den Drachen." Na dann kann ja nichts mehr schiefgehen.

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