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Schiergen-Brüder in Dortmund beide stark

Arizona ist der Star

Dortmund 8. Dezember 2013

Trainer Peter Schiergen weilte am Sonntag in Hong Kong, denn in den millionenschweren International Races war er mit Neatico und Nymphea vertreten. Doch ein Erfolgserlebnis hatte der Coach am ersten Sandbahn-Sonntag in Dortmund. Mit dem vierjährigen Hengst Arizona Star (19:10), der im Verkaufsrennen über 1.800 Meter nach seinem Mons-Treffer gleich einen weiteren Coup nachlegte.

Start-Ziel verabschiedete sich der Favorit unter Dennis Schiergen völlig souverän von dem gut aufkommenden Lavolo und Antano, während die stärker gewetteten Readyspice und Turgenjew sich bald nicht mehr steigern konnten. „Dennis hat ihn sehr gut geritten. Vorne zu gehen war die beste Taktik“, freute sich Arizona Stars Besitzerin Friederike Leisten, die eigens aus Köln angereist war. Gut möglich, dass neben Frankreich auch die Schnee-Rennen in St. Moritz nun eine Option sind. Gebote gab es für die Pferde nicht.

Leider auf vier Pferde schmolz das Feld in der Zweijährigen-Prüfung über 1.800 Meter zusammen. Doch der Sinndar-Sohn Summernight Rain (46:10, K. Clijmans) sollte vor einer guten Zukunft stehen. „Er dürfte als Dreijähriger mehr zeigen. Heute war er noch sehr unreif. Ich musste unterwegs immer arbeiten“, gab Jockey Koen Clijmans zu, nachdem sich sein Schimmel zum Schluss noch sicher an Ibecke vorbeigekämpft hatte. Diese hatte die Favoritin Compact Street unterwegs stets unter Druck gesetzt und bald passiert.

Ein glänzendes Debüt für die Hallenser Trainerin Angelika Glodde gab der immerhin schon Sechsjährige All Gentleman (106:10),hier glänzte nur eine Stunde nach Dennis Schiergens‘ Sieg mit Arizona Star auch sein jüngerer Bruder Vincenz (16 Jahre). Mit letzten Einsatz schob sich der Außenseiter in einem 1.950 Meter-Ausgleich III noch an der schon in Sicherheit geglaubten Raolina vorbei. Ante Portas packte als Dritter noch gut an. „All Gentleman ist erst seit zehn Tagen bei uns. Wir hatten noch nicht gedacht, dass es zum Sieg reichen würde. Aber er ist ein Spezialist für die Sandbahn“, versicherte Angelika Glodde.

Der erste Treffer eines Nachkommen des früheren Top-Stehers Rhodesian winner in Deutschland wurde in einer Dreijährigen-Prüfung über 1.950 Meter perfekt, als der von Marion Ritering in Iffezheim vorbereitete Außenseiter Huan (191:10, N. Richter) mit viel Schwung an Casiro und Brixen vorbeistürmte. „Wir wären schon mit einer Platzierung zufrieden gewesen“, gab Jockey Norman Richter offen zu.

„Er war für Hans-Jürgen Gröschel schon platziert über 2.200 Meter, daher wollten wir es einmal über 2.500 Meter versuchen, denn es war hier einfacher als im Handicap. Vielleicht startet er in zwei Wochen noch einmal hier“, sagte Ex-Jockey Gordan Batistic in Vertretung von Besitzertrainer Alfred Renz nach dem Treffer des erst bei der BBAG-Herbstauktion an dieses Team gewechselten El Okawango (56:10) in einer 2.500 Meter-Prüfung. Zum Schluss wurde ihm der Weg etwas weit, doch das Ziel stand richtig, um die Attacke des Favoriten Fibonacci zu kontern.

In der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 2.500 m) gab Well’s Wonder (58:10, P. Krowicki)eine wahre Gala-Vorstellung, denn nach einem Vorstoß im Schlussbogen marschierte der Wallach mit 15 Längen davon. „Ich war mir sicher, dass er gewinnen würde, denn die letzte Leistung aus Frankfurt war sehr stark“, gab Trainer Rudi Storp zu Protokoll. Besito, Alluvia und Tivoli komplettierten die Viererwette, die zweimal getroffen wurde. Zwei Wetter bekamen bei einer Quote von 100.000:10 jeweils 5.000 Euro ausgezahlt.

In bemerkenswerter Form agiert weiterhin der Mülheimer Trainer Bruce Hellier. „Ich habe nun mit acht Pferden zehn Rennen in dieser Saison gewonnen“, erzählte der Coach nach dem 1.200 Meter-Ausgleich III. Der von ihm aufgebotene Sharp Bullet (88:10, J. Oppermann) hatte mit tollem Endspirt noch den Piloten Ach was zu fassen bekommen. Der Belgier Yes It’s the Boy hielt Rang drei fest.

Was für eine Geduld bewies das Ehepaar von Bremen mit Big Titus, der in seiner Jugend ein besseres Pferd war. Nach über zweieinhalb Jahren ging die Durststrecke ihres Wallachs nun in einem 1.700 Meter-Handicap zu Ende. „Er hatte alles Vertrauen verloren, war nur noch ein Arbeitsweltmeister“, erklärte Christina von Bremen. Vorausgegangen war ein sehr sichere Speed-Sieg des 122:10-Außenseiters unter der in Überform agierenden Alexandra Vilmar, der Tremendous und Antonow noch in den Griff bekam. „Er ist erst seit drei Monaten bei uns. Es war der 600. Trainer-Erfolg meines Vaters Reiner, der heute beim 75. Geburtstag seines Bruders war“, ließ Pascal Jonathan Werning durchblicken.

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