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Zwei Champions bei den Besitzertrainern

Rudolph gleicht noch aus

Dortmund 29. Dezember 2013

Am letzten Renntag der Saison 2013 am Sonntag in Dortmund wurde es noch einmal spannend. Denn um das Championat der Besitzertrainer wurde bis zum Schluss hart gerungen. Ferdinand Leve ging mit 20 Zählern und damit einem Punkt Vorsprung auf seinen Kollegen Horst Rudolph in die Veranstaltung. Doch im 2. Rennen, einem 2.500 Meter-Ausgleich IV, schaffte Rudolph den 20. Treffer und damit den Ausgleich. Denn sein Schimmel Besito (40:10) entwickelte große Reserven und fing den schon in Sicherheit geglaubten Tivoli noch ab. „Vor einer Woche hatte er ein ideales Rennen, gab sich aber geschlagen, ich weiß nicht, was da los war“, kommentierte der Coach. Zuvor war Leves Finch Hatton Vierter geworden, doch dazu später mehr. Rudolph (Dritter mit Sotero) und Leve (Zweiter mit Fly First, Letzter mit Merci Cherie) hatten danach weitere Punkte verfehlt, so dass es zwei Champions gab!

Pech war für Ferdinand Leve im 1.200 Meter-Ausgleich III im Spiel, denn der bereits angesprochene Fly First musste vom letzten Platz zuviel aufholen. Nachdem sich der Favorit Ach was und World’s Danger vorne gegenseitig beharkten und Mitte der Geraden geschlagen waren, schlüpfte die größte Außenseiterin, Aristocrata (125:10, zweiter Treffer für Filip Minarik) innen durch und wehrte Fly First noch ab. „Sie hatte jetzt eine günstigere Marke und war ja in Neuss schon einmal auf Sand erfolgreich“, kommentierte Siegtrainer Ralf Rohne, der in einer 1.950 Meter-Prüfung mit dem fast Start-Ziel vor Brixen und Ambizioso dominierenden Casiro (43:10) dominierte und Minariks Hattrick komplettierte.

„Das war mein Mumm-Pferd heute. Zuletzt in München war die Stute schon gut gelaufen, obwohl sie unter Wert geschlagen war“, gab Trainer Christian von der Recke nach der Zweijährigen-Prüfung zu, als die von ihm vorbereitete Stall Nizza-Stute Che sera (83:10, J. Bojko) mit schönem Endspurt noch die Trainingsgefährtin Ibecke schnappte. Nur Dritter wurde der Favorit Southampton, der früh unter Druck war, aber zum Schluss wieder anzog. „Leider hatte er Mitte der Geraden keinen Platz“, bedauerte Trainer Sascha Smrczek. Ferdinand Leves Finch Hatton kam unterwegs nie mit, wirkte noch sehr unreif.

Seinen ersten Deutschland-Treffer nach dem Comeback hatte Jockey Filip Minarik in einer 2.500 Meter-Prüfung auf dem 22:10-Favoriten El Okawango markiert, der Start-Ziel nie in Bedrängnis kam und Jolie Fillie sowie Sotero mit neun Längen Vorsprung distanzierte. „Wir wollten unbedingt noch den fünften Saisonsieg schaffen, um die Qualifikation für die Stallparade der Sport-Welt zu schaffen. El Okawango hat einige Klasse und macht nun in Mons weiter. Mir gehören derzeit vier Pferde. Ich war früher bei den Trabern aktiv, habe dort 150 Rennen als Besitzertrainer gewonnen. Doch längst bin ich zu den Galoppern gewechselt“, verriet Alfred Renz.

„Der Bursche überrascht uns immer wieder“, wusste Besitzertrainer Reinhard Ording nach dem sicheren Sieg von Zerzura (39:10) im 1.800 Meter-Ausgleich III zu berichten, der vorneweg alle Angriffe von Dreamworks und des deutlicher zurück folgenden Bobby Dazzler parierte. „Eigentlich hatte er sich bisher in Neuss und Mons wohler geführt“, fügte Ording noch hinzu.

Eine Klasse für sich war der Favorit Premier Choice (B. Ganbat, 23:10) in einer 1.800 Meter-Prüfung. Früh enteilte der Schützling von Sascha Smrczek seinen Konkurrenten.

Eine Sensation gab es in der „Finalen Wettchance des Jahres 2013“. Denn in diesem 1.950 Meter-Ausgleich IV waren nur Riesenaußenseiter vorne: Othelco (292:10, erster Sieg für den Tschechen 26-jährigen Nikola Petrlik) rauschte noch an Tilsiter (295:10), Red Kate (97:10) und Amor fati (378:10) vorbei. Die Dreierwette brachte 97.837:10 Euro, die Viererwette wurde nicht getroffen. „Othelco hatte schon Talent für die Sandbahn gezeigt, aber mit einem Sieg hatte ich nicht gerechnet. Nikola Petrlik reitet bei mir über Winter im Training und hat seine Sache im Rennen sehr gut gemacht“, kommentierte Besitzertrainer Jobst Overbeck.

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