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Dortmunder Hattrick für Hellyn und nicht für Well’s Wonder

Brixen und Nostrel in den besten Handicaps

Dortmund 21. Januar 2014

Alles schaute im letzten Rennen in Dortmund auf den von Rudi Storp trainierten Kornado-Sohn Well’s Wonder. Würde er im zweiten der beiden besseren Handicaps des Programms den Hattrick vollenden? Mit zwei Erfolgen im Spaziergang in Dortmund im Dezember letzten Jahres hatte er dafür das Fundament gelegt. Doch Fehlanzeige. Hinter den allein um den Sieg kämpfenden Nostrel und Dreamspeed reichte es diesmal nur für Platz drei. Einen Hattrick, den schaffte dafür aber Jockey Stephen Hellyn. Der Treffer mit dem Wallach Nostrel wurde für ihn nämlich bereits zum dritten Erfolgserlebnis an diesem Abend in Wambel.

Auf Nostrel, den der Neusser Trainer Axel Kleinkorres für den Stall ABA gesattelt hatte, musste sich Stephen Hellyn zwar sein Reitgeld redlich verdienen, da sich das nach einer langen Pause schon glänzend aufgelegte Höchstgewicht Dreamspeed teuer verkaufte und wirklich in allen Ehren schlug. Nach den letzten guten Vorstellungen kam Nostrels Sieg jedoch alles andere als überraschend, auch wenn man allgemein viel mehr an Well’s Wonder geglaubt hatte. Der lief zwar achtbar, eine Aussicht auf mehr als Platz drei besaß er allerdings nie.

Der Belgier hatte zuvor bereits mit der von A bis Z angesagten und von Heinz Hesse in Frankfurt trainierten 24:10-Chance Tivoli gewonnen, und zwar gegen einen sich hartnäckig wehrenden Gegner Cyrus Sod und gegen den bei seinen beiden vorherigen Starts zweimal erfolgreichen Wallach Wanderlust, der auf Platz drei landete.

Vor dem Sieg mit Nostrel war ihm darüber hinaus noch ein keineswegs unerwarteter Erfolg mit dem von Claudia Barsig vorbereiteten Oratorio-Sohn Pyrenean Music gelungen, der sich als Mit-Favorit völlig problemlos gegen den Hengst Schimea und die Stute Pristina durchsetzte.

Im ersten Ausgleich III des Abends hatten allerdings allein die Außenseiter die Szene beherrscht. Keineswegs nur die von Heinz Hesse trainierte Brixen, die eigentlich als reelles Formpferd angesehen werden durfte, sondern auch den frischen Sieger All Gentleman hatte man, wie sich am Ende zeigen sollte, sträflich unterschätzt. Die Stute aus Heinz Hesses Frankfurter Stall war von Piotr Krowicki früh in die Entscheidung geworfen worden und ging dann beständig ihren Strich weiter. Was der 112:10-Außenseiterin reichte, um das immer besser ins Rennen findende Höchstgewicht All Gentleman und die am Ende noch gut anfassende Stute Ante Portas auf Distanz zu halten.

Damit war gleichzeitig ein Doppel für den Frankfurter Trainer Heinz Hesse perfekt geworden, dessen kleine Expedition von Niederrad nach Dortmund somit zu einem hundertprozentigen Erfolg wurde.

Eine Erkenntnis des ganz frühen Abends war vor allem aber auch, dass man Formen, bei denen Underdogs gegen etablierte Favoriten über sich hinauswachsen, durchaus auch einmal ernst nehmen kann. Den Beleg dafür lieferte die Stute La Bayadere, die beim Start zuvor gegen einen Könner wie Zarras zwar chancenlos gewesen war, als Zweitplatzierte aber u.a. gestandene Gruppe-Pferde wie König Concorde und Point Blank hinter sich gelassen hatte. Die King's-Best-Tochter Stute aus dem Quartier von Uwe Schwinn gewann jedenfalls unter Jozef Bojko das Auftaktrennen in ihrer eigentlichen Klasse gegen Bayonero und Ravaisch recht sicher.



Unmittelbar danach sah es lange nach einem Erfolg der Stute Shakti aus, die jedoch auf dem letzten Stück dem ständigen Druck der 299:10-Außenseiterin Belle Zorro aus dem Storp-Quartier, die mit Lena Maria Mattes im Sattel angetreten war, nachgeben musste. Auch konnte sich die gut endende Audientia an Shakti zuletzt noch vorbeischieben.

Mit einem Favoritensieg endete hingegen die Wettchance des Tages, in der der von Erika Mäder trainierte Wallach Dreamworks seiner kleinen Erfolgsgeschichte aus den letzten Wochen und Monaten noch ein weiteres Kapitel hinzufügte. Die Haltung von Jockey Koen Clijmans verriet bereits eingangs zur Geraden, dass Dreamworks den offensiv in die Partie gegangenen niederländischen Gast Mister Mackenzie zuletzt packen würde. Auf den weiteren Plätzen folgten Wellinas und Antano. Und wer die Viererwette genau in dieser Reihenfolge auf dem Schein hatte, durfte sich über eine Quote von 30.102:10 freuen.

Für den einzigen Heimsieg sorgte zu schon etwas vorgerückter Stunde dann letztlich der von Reiner Werning betreute Wallach Tasci, auf dem es Steffi Hofer gelang, den schon mit einem Bein auf der Siegerstraße galoppierenden Hengst Presence noch abzufangen. Kurz vor Beginn der Bundesliga-Rückrunde darf der Erfolg des Lokalmatadors als gutes Omen für die Dortmunder Borussia angesehen werden, denn der Sohn des einst von Peter Rau trainierten Meilers Erminius gewann ja schließlich für den Stall BVB, dessen Rennfarben natürlich in schwarz und gelb gehalten sind.

Jedenfalls sahen es genau so alle Stammbesucher, die sich nach dem zweiten abwechslungsreichen Wambeler Turf-Abend im Januar bereits den 4. Februar vorgemerkt haben, den nächsten PMU-Dienstag in Dortmund.

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