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Nicht nur Praetor marschiert vorneweg zum Sieg

Start-Ziel ist die Erfolgstaktik

Neuss 19. März 2014

„Wir haben extra gewartet, bis Jozef (Bojko) wieder verfügbar war, denn er versteht sich mit Praetor ausgezeichnet. Das hat sich gelohnt. Und ich denke, dass Praetor auch auf der Grasbahn noch einiges bewegen wird“, berichtete eine hocherfreute Trainerin Andrea Bertram am PMU-Mittwoch in Neuss. Der von ihr für den Stall Königsdrachen vorbereitete Wallach imponierte als 49:10-Mitfavorit im Preis von German Tote (Ausgleich III, 1.500 m) unter seinem Lieblingsjockey bei der letzten Sand-Veranstaltung dieses Winters fast Start-Ziel.

Schon früh auf der Geraden verabschiedete sich der Fünfjährige auf Nimmerwiedersehen von dem noch mächtig anziehenden Kronerbe. „Er hatte kein gutes Rennen und zunächst keine Passage, und der Gegner war vorne einfach weg“, signalisierte Karl Demme, der Betreuer des Dirt-Spezialisten, der Layer Cake noch auf Rang drei verwies. Ohnehin war es ein Tag der Frontrenner.

Die weite Reise aus Thüringen hatte sich für Besitzertrainer Manfred Türk mehr als gelohnt. Denn der auf den verschiedensten Distanzen erprobte Frontrenner Kepheus (58:10, M. Pecheur) landete im einleitenden 1.500 Meter-Handicap einen lockeren Start-Ziel-Treffer. „Ich liebe dieses Pferd. Er sagt mir immer, was er möchte“, meinte Türk. Noch viel Boden machte Smart Shuffle gut, während Fushun aus idealer Lage nicht weiterzog.

Seinen dritten Treffer in diesem Winter markierte der Holländer Dutch Master (34:10, A. Vilmar) in einem 1.900 Meter-Ausgleich IV. Start-Ziel marschierte der Wallach gegen La Bayadere und Emiglia immer weiter. „Zuletzt war die Distanz zu weit, nun steuern wir ein Rennen am 1. April in Dortmund auf Gras an“, versicherte Besitzertrainer Lucien van der Meulen, für den es weiterhin blendend läuft.

Auch eine Pause seit Oktober hinderte Entourage (50:10, V. Schiergen) in einem 2.300 Meter-Handicap nicht an einem überzeugenden Treffer. Aus dem Vordertreffen löste sich der Mitfavorit auf der geraden souverän von Tinley Lodge und Wheredreamsare, die lange das Geschehen bestimmt hatten, während die heiße Favoritin Allianz nie entscheidend heran kam. „Die Pause hat ihm gut getan, und auf Sand hatte er im Vorjahr schon gewonnen“, ließ Trainer Dr. Andreas Bolte durchblicken.

Seinen ersten Treffer als Trainer der Pferde von Hans-Heinrich Jörgensen landete Toni Potters in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 2.300 m) mit der aus einer Pause kommenden Orsella (93:10, L. Mattes). „Sie stand auf Sand rund zehn Kilo günstiger als auf Gras. Da wollten wir die letzte Chance hier wahrnehmen“, erläuterte Potters. Aus dem Vorderfeld verteidigte die Stute einen hauchdünnen Vorteil gegen den vom vorletzten Platz heranstürmenden Magic Jack, den lange führenden Univers und Nabakuk. Die Viererwette bezahlte 66.675:10 Euro.

Einen Spaziergang absolvierte die heiße 17:10-Favoritin Scouting in einer 1.900 Meter-Prüfung. Die Karlshofer New Approach-Tochter aus dem Stall von Jens Hirschberger schüttelte mit Sanya ihre einzige Verfolgerin frühzeitig ab. „Wir wollen mit ihr in Kürze in Mannheim starten, das ist nicht weit vom Gestüt weg, in das sie danach wechseln könnte“, verriet Holger Faust von der Erfolgs-Zuchtstätte.

Mit einer riesigen kämpferischen Leistung raufte sich der in Schweizer Besitz stehende Dreamspeed (31:10, A. Pietsch) im 1.900 Meter-Ausgleich III noch zum alles andere als unerwarteten Triumph. Und das, obwohl er von dem bis kurz vor dem Ziel führenden Zerzura noch nach außen gedrängt wurde. „Er kam auch nicht gut vom Start, und er gewann trotz Behinderung. Das ist ein treuer Bursche, der auch auf Gras zu seinem Recht kommen sollte“, versicherte Trainer Christian von der Recke. Auch Zerzura verkaufte sich von der Spitze aus stark. „Er ist ein Phänomen, auf Gras geht er keinen Meter. Wir steuern bald wieder Ghlin an“, so Besitzertrainer Reinhard Ording. Auch Anaximenes und Huan als Dritter und Vierter waren dichtauf.

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