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Überraschungstreffer vor 14.000 Zuschauern

Night Wish erfüllt alle Wünsche

Köln 6. April 2014

Im vorletzten Jahr beendete Terry Hellier seine großartige Karriere als Jockey. Am Sonntag durfte er als Stellvertreter von Hans-Gerd Wernicke (Besitzer vom Stall Salzburg) und Trainer Wolfgang Figge, die beide in Hoppegarten weilten, die Ehrenpreise nach dem Bet3000 – Grand Prix-Aufgalopp (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.100 m) vor 14.000 Zuschauern beim Saisonauftakt in Köln. Denn für dieses Team siegte der vierjährige Sholokhov-Sohn Night Wish (121:10) als großer Außenseiter.

Mit gewaltigem Speed rauschte der Gast aus München hier noch an der schon in Sicherheit geglaubten Pilotin Nausica Time (B. Ganbat: „Ich habe kurz gedacht, dass wir gewinnen) vorbei. „Wir hatten schon einigen Mumm. Night Wish galt schon im Vorjahr als Hoffnung, hatte aber Luftrobleme, weshalb wir auf das Derby verzichten mussten. Stephen Hellyn machte im Sattel alles richtig. Er hat den Hengst unterwegs schlafen lassen und dann auf den Speed gepocht“, erklärte Terry Hellier.

Mit viel Schwung stürmte dahinter noch Quinzieme Monarque auf Rang drei, der von letzter Stelle innen nicht immer freie Bahn hatte. „Wir sind aber dennoch sehr zufrieden, das war beim ersten Start in 2014 eine tolle Leistung“, versicherte Daniel Krüger. Die Französin Venturous Spirit kam noch einmal wieder und wurde Vierte, während der Favorit Nicolosio aus bester Lage nicht über Rang sechs hinauskam.

Ihre tolle Erfolgsserie setzte die Fährhoferin Guajara (33:10, D. Porcu) im einleitenden Ausgleich II über 2.400 Meter fort, als sie nach hartem Kampf Initiator und den deutlicher zurück folgenden Floresco auf die Plätze verwies. „Wichtig war, auf ihren Speed zu vertrauen“, kommentierte Trainer Peter Schiergen.

Mit einer Überraschung endete dagegen die 1.600 Meter-Prüfung für die Älteren, denn der auf 15:10 heruntergewettete Schlenderhaner Strike landete nach kaum optimalem Start nur auf Rang zwei hinter dem schon mehrfach platzierten Gambadino (M. Seidl, 137:10), der locker nach Hause kam und den ersten Saisonsieg für Trainer Hans-Jürgen Gröschel markierte.

Nicht nur sein Name ist einprägsam, er scheint auch einige Klasse zu besitzen – der Ammerländer Schimmel Der Graue (42:10, zweiter Treffer für Daniele Porcu und Peter Schiergen) ging in einem Meilenrennen für Dreijährige Start-Ziel immer bestechend und verwies den gut anpackenden Novizen Russian Bolero auf den Ehrenrang. „Er bekam alles schön eingeteilt, mal sehen, wo wir nun weitermachen“, erklärte Trainer Peter Schiergen. Noch einigen Boden machte der Schecke Silvery Moon gut und raufte sich vor Extravaganza auf Rang drei. „Das war ein stark besetztes Rennen, wir sind sehr zufrieden“, versicherte sein Betreuer Mario Hofer über den Publikumsliebling.

Mit einem erstaunlichen Endspurt eroberte die von Ertürk Kurdu trainierte Küheylah Asil (95:10, A. de Vries) noch den Erfolg in einem 1.300 Meter-Ausgleich III. Ganz zuletzt schob sich die Stute noch an Mister Mackenzie, Silencio und Ohne Tadel vorbei. Die Viererwette in der Wettchance des Tages bezahlte 228.045:10 Euro.

Ein Dreijähriger mit ganz großer Zukunft sollte Stall Ullmanns Dalakhani-Sohn Guardini (39:10, A. de Vries) sein, der sich in einem stark besetzten 2.200 Meter-Rennen mit viel Endgeschwindigkeit noch gegen Giant’s Cauldron und Captain Dino durchsetzte. „Das ist ein Steher mit Speed. Er hat die Inländergeltung in Frankreich und besitzt viele Optionen“, kommentierte General Manager Gebhard Apelt. Es war der erste Treffer für Trainer Jean-Pierre Carvalho im neuen Engagement.

Im zweiten Ausgleich II über 1.600 Meter behauptete sich mit Fujiyama Danon (80:10, A. Vilmar) aus dem Stall von Rudi Storp das absolute Leichtgewicht knapp vor Kronerbe und Proud Citizen.

Es war ein großer Saisonauftakt in Köln. Geehrt wurde auch Novellist als „Galopper des Jahres 2013“ (siehe Extra-Text).

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