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Super-Galopper in der Frühjahrs-Meile

Gruppe-Auftakt mit Meilen-Stars

Düsseldorf 10. April 2014

Offiziell steht Gruppe III-Rennen über der ersten Prüfung dieser Art in 2014. Doch die wettenleip Frühjahrs-Meile (55.000 Euro, 1.600 m, 8. Rennen um 17:25 Uhr) am Sonntag in Düsseldorf (insgesamt gibt es neun Prüfungen) lockt Pferde an, die in der Champions League der Galopper schon eine erste Rolle gespielt haben. Besser könnte dieses Event nicht besetzt sein.

Mit Gestüt Ittlingens Neatico (D. Porcu) gibt sich ein vierfacher Gruppesieger aus 2013 die Ehre, der als Sechsjährige so gut war wie nie zuvor. Sogar im Großen Dallmayr-Preis in München trumpfte der von Peter Schiergen vorbereitete Hengst auf. Und im Dezember verkaufte er sich sogar im Hong Kong Cup gegen die Welt-Elite ausgezeichnet. Zwar muss Neatico nun einiges Gewicht mehr tragen als die Konkurrenz, doch das sollte ihn beim Saisondebüt kaum aufhalten. Auch auf der Meile ist er bestens aufgehoben. „Eigentlich hatten wir gedacht, dass es eine leichte Prüfung ist, aber für ein Gruppe III-Rennen ist es sehr stark besetzt“, erklärt Peter Schiergen.

Ein weiterer Hochkaräter im Siebenerfeld ist Chopin (Jamie Spencer wird für den Ritt eingeflogen), der im Vorjahr in ganz großer Manier das Busch-Memorial gewann und anschließend an Qatar Racing verkauft wurde. Im Englischen Derby lief er nicht schlecht, doch scheiterte er wohl in erster Linie an der zu weiten Distanz. Ein weiterer Auftritt (in Ascot) brachte nichts ein. Man startet nun einen mit großer Spannung erwarteten Neuanfang.

Und auch Amaron (F. Lefebvre), sein Vorgänger im Busch-Memorial, ist schon auf höchster Ebene erprobt. Mit dem Erfolg im Prix Perth (Gruppe III) im November in Saint-Cloud beendete er die Saison und sollte auf Anhieb bestens laufen. „Er ist ausgezeichnet in Schwung, konnte ohne Unterbrechung über Winter arbeiten. Der Jockey kennt ihn, was ein Vorteil ist. Neatico trägt zwei Kilo mehr, ist ein verdammt gutes Pferd. Amaron ist noch nie gegen ihn gelaufen. Wir werden sehen, was möglich ist“, signalisiert Trainer Andreas Löwe.

Da wäre auch noch Zazou (F. Minarik), der 1,2 Millionen-Euro-Galopper, der auch mit sieben Jahren noch große Klasse verkörpert. Der dritte Rang, hauchdünn geschlagen, in Chantilly war gut genug. Mangels Einladung verzichtete man auf einen Dubai-Start, im Oktober trumpfte er in Düsseldorf noch im Großen Preis der Landeshauptstadt auf. „Das Rennen könnte nicht besser besetzt sein. Bei Zazou ist alles in Ordnung, er hat auf dieser Bahn im letzten Jahr gewonnen. In Frankreich traf er auf sehr gute Pferde“, berichtet sein Betreuer Waldemar Hickst. Global Thrill (A. Atzeni), Combat Zone (N. Richter) und Daring Storm (St. Hellyn) treffen es gegen diese Pferde nicht ganz leicht an.

Aber damit noch nicht genug der Highlights, denn der wettenleip Preis der Dreijährigen (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.500 m, 6. Rennen um 16:20 Uhr) ist eine wichtige Vorbereitungsprüfung auf das klassische Mehl-Mülhens-Rennen. Hier sollte der Ammerländer High Duty (D. Porcu) weit vorne landen, denn der hier im Junioren-Preis erfolgreiche Schiergen-Hengst lief 2013 auch in Frankreich sehr stark. „In Düsseldorf ist er zweimal stark gelaufen, wir haben gute Erwartungen“, versichert der Trainer.
Eric (F. Minarik) und Ragazzo (A. de Vries) machten als Erstplatzierte aus dem Badener Leisten-Memorial große Kasse. Another Beat (B. Ganbat) gewann beim Saisondebüt, ist ebenfalls ein Faktor.

Im Ausgleich II über 1.400 Meter (3. Rennen, 14:45 Uhr) könnte Anna Bora (A. Helfenbein) ein Pferd mit Zukunft sein, doch ist im Neunerfeld vieles möglich.

Auch in Zweibrücken gibt es (sieben) Galopprennen. Hier wird sogar eine Wettchance des Tages angeboten – eine Viererwette mit 10.000 Euro Garantie-Auszahlung im 6. Rennen um 16:35 Uhr (Ausgleich IV, 2.400 m). In einer sehr offenen Prüfung könnte der verbesserte Univers (M. Pecheur) ebenso wie Nabakuk (L. Mattes) ein Bankpferd sein.

Im Jagdrennen (9. Rennen um 18:10 Uhr) hat Oliver Schnakenberg seinen ersten Starter als Trainer mit dem Wallach Stromberg, den er auch selbst reitet. Er bekommt es hier auch mit einem Pferd seiner Mutter Elfi (Good Prince (J. Marinov) zu tun).

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