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Imponierender Triumph am FC-Renntag in Köln

Meerjungfrau verzaubert 15.000 Zuschauer

Köln 21. April 2014

15.200 Zuschauer am großen 1.FC Köln-Ostermontag-Renntag im Weidenpescher Park erlebten eine Vorstellung, die sie regelrecht von den Sitzen riss. Denn die von Andreas Wöhler für den eigenen Rennstall vorbereitete dreijährige Stute Meerjungfrau (30:10-Favoritin mit dem jungen Engländer Harry Bentley) imponierte im Karin Baronin von Ullmann – Schwarzgold-Rennen (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.600 m) auf der ganzen Linie.

Die Tochter des Welt-Champions Manduro war als Jährling vom Gestüt Görsdorf für 28.000 Euro an Wöhler verkauft worden, nun ist sie bei drei Starts noch ungeschlagen und wohl die Top-Favoritin für die German 1.000 Guineas in wenigen Wochen. „Mein Mann hatte sie damals ausgesucht. Er hatte dem Jockey nur gesagt, er sollte sie mit Vertrauen reiten. Er ist in Hannover geblieben, ich denke, aus Aberglauben“, berichtete Susanne Wöhler, die ihren Gatten Andreas vertrat.

Noch als letztes Pferd hatte Meerjungfrau die Kölner Zielgerade erreicht und dann Mitte des Einlaufs alle anderen Ladies regelrecht stehengelassen. Ajaxana lief als Zweite bestens, war immer dabei. „Sie hätte vielleicht defensiver geritten werden müssen, ist aber eine tolle Stute“, sagte Besitzer Klaus Hofmann. Auch Emerald Star mischte als Dritte groß mit. „Sie hat alles gegeben und bewiesen, dass sie zu den besten Stuten in Deutschland gehört“, so Jockey Daniele Porcu.

In sehr zukunftsweisender Manier setzte sich der Kamsin-Sohn Amazonit (56:10, H. Bentley) aus dem Stall von Jens Hirschberger in einer 2.200 Meter-Prüfung in Szene. Mit großem Speed ließ er Rapido und den Favoriten Ito stehen. „Das war wichtig für unseren Deckhengst Kamsin, der in diesem Jahr 70 Stuten deckt. Amazonit ist für mich ein Derby-Pferd“, kommentierte Holger Faust vom Gestüt Karlshof.

Im ersten Viererwett-Rennen durfte sich Trainer Andreas Löwe bestätigt fühlen: „Moscatello ist ein sehr gutes, noch unerfahrenes Pferd, der einige Monate in seiner Box verbringen musste. Wir hatten immer eine gute Meinung von ihm“, sagte der Coach. Und der Wallach von Amaron-Besitzer Gestüt Winterhauch verabschiedete sich als 50:10-Chance unter Alexander Weis in dieser 1.850 Meter-Prüfung locker von Anaximenes, Morning Star und Shady, während die Favoritin Well away bald ausgespielt hatte. Die Viererwette bezahlte 5.810:10 Euro.

Bereits ihren dritten Saisontreffer feierte die Kölner Trainerin Sarah Weis im einleitenden Ausgleich III über 2.200 Meter, denn ihr Neuzugang Red Kate (98:10, St. Hellyn) flog locker an Entourage und Takeda Shingen vorbei. „Sie ist seit vier Wochen bei mir im Stall. Stephen Hellyn hat sie sehr gut geritten“, kommentierte die Trainerin. Der Jockey aus Belgien hatte es in allerletzter Minute noch im Dauerlauf auf die Rennbahn geschafft.

Auch Renn-Vereins-Präsident Eckhard Sauren durfte jubeln. Denn sein von Soldier Hollow stammender Dreijähriger Marunas (D. Porcu, 42:10) aus dem Stall von Peter Schiergen behauptete sich in einer Meilen-Prüfung „trotz eines unruhigen Rennverlaufs“, wie es der Besitzer ausdrückte, leicht vor Fabio und Mon General und steuert nun die Auktionsrennen an.

In der Form seines Lebens agiert der in Iffezheim von Altmeister Wilfried Schütz vorbereitete Dragoslav (M. Lopez, 101:10), der als Leichtgewicht im Preis des 1.FC Köln (Ausgleich II, 1.600 m) den schon enteilten Kronerbe sowie König Arte schnappte. „Das war ein sehr guter Ritt, nun werden wir mit Dragoslav nach Frankreich gehen“, verriet Schütz, der zwei Pferde im Stall hat.

In der Wettchance des Tages gab die von Rudi Storp aufgebotene Glamour Star (26:10, A. de Vries) eine bärenstarke Vorstellung, denn Start-Ziel ließ die Stute Cool Arrogance, Classy und Newton Lodge regelrecht stehen. Die Viererwette brachte noch stattliche 25.061:10 Euro.

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