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Dennis Schiergen siegt mit Amarillo

Shooting Star triumphiert erneut

München 1. Mai 2014

„Das sind meine Erfolgsfarben“, jubelte Amateur-Champion Dennis Schiergen (19) am Maifeiertag in München. Denn ein dreiviertel Jahr nach dem Gruppe I-Sieg mit Nymphea in Hoppegarten führte er mit Amarillo nun wieder ein Pferd des Stalles Nizza der Freiburger Bankiersfamilie Imm zu einem Top-Triumph – in der Silbernen Peitsche (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.300 m).

Und es war eine grandiose Vorstellung, die der fünfjährige Holy Roman Emperor-Sohn da auf den Rasen zauberte, an einem bestens besuchten Tag (5.000 Zuschauer) bei exzellentem Rennwetter. Amarillo war stets prominent platziert und verschaffte sich auf der Geraden bald schon einen deutlichen Vorsprung. Dieser schmolz auch im weiteren Verlauf nicht dahin, der Hengst, der zuvor schon 232.896 Euro eingaloppiert hatte und nun seinen vierten Karrieretreffer beim 19. Start markierte, geriet nie in Bedrängnis.

„Ich würde gerne wieder mit ihm nach Haydock fahren. Dennis hat Amarillo alles bestens eingeteilt und die Ruhe bewahrt“, nannte Trainer Peter Schiergen ein englisches Gruppe III-Rennen erneut als mögliches Ziel und lobte seinen Junior. Dennis Schiergen fügte noch an: „Wir hatten einen perfekten Rennverlauf. An der Innenseite ging alles auf.“
Guinnevre lief das erwartet starke Rennen, zog immer weiter. „Sie ist ein sehr gutes Pferd. Wir machen nun auf dieser Schiene weiter“, versicherte ihr Betreuer Andreas Wöhler. Dichtauf endete Gracia Directa, die ebenfalls nun wieder nach England reisen könnte. Baiadera hielt sich als Vierte gut genug, während Princess Bavaroise deutlich nachließ. Nur auf dem vorletzten Rang landete der Favorit High Duty, der aus idealer Lage ausspannte. „Vielleicht liegen ihm Linkskurse einfach nicht“, argumentierte Trainer Peter Schiergen.

Eine unerwartete Niederlage bezog der Derby-Fünfte Global Bang bei seinem Comeback in einem 1.600 Meter-Rennen. Denn von zweiter Stelle aus konnte der Auenqueller früh nicht mehr beschleunigen und wurde am Ende nur Dritter. „Er hat den Start noch gebraucht, denn er litt an einer Gleichbahnabsprengung, war auf der Koppel und ist erst seit zwei Monaten wieder in Training“, berichtete Trainer Mario Hofer. Ganz anders trumpfte der Co-Favorit Precious Fire (37:10, L. Hammer-Hansen) auf, der Start-Ziel früh auf und davon ging. „Mit einem Sieg hatten wir nicht gerechnet, obwohl er sehr gut drauf ist. Vielleicht steuern wir nun Baden-Baden an“, versicherte sein Coach Wolfgang Figge. Guanin schob sich ganz zuletzt auch noch an Global Bang vorbei.

Nach der starken Kölner Leistung setzte sich Wolfgang Fröhlichs König Arte (35:10, W. Panov) im Meilen-Ausgleich II durch. Sein Jockey servierte dem Vierjährigen ein ideales Rennen. Nachdem sich der Hengst anfangs etwas schwer getan und an letzter Stelle galoppiert war, packte er auf der Geraden innen mächtig und entscheidend an. „Weicher Boden wäre noch besser für ihn. Wir gehen nun in ein hochdotiertes Handicap“, signalisierte Trainer Christian Sprengel. Donna Sophia wirkte lange gefährlich und hatte den Ehrenrang früh sicher vor Lights On Me. der Favorit Der Graue spannte dagegen bald aus.

Die Zuschauerattraktion war einmal mehr der Schecke Silvery Moon. Doch in einer 2.000 Meter-Prüfung (man hatte erstaunlicherweise nicht auf Fehlstart erkannt) kam er aus dem Hintertreffen nur noch auf den fünften Rang. „Er geht nur einen Strich und konnte dann aus dieser Position nicht so schnell beschleunigen“, kommentierte Mitbesitzer Eckhard Sauren. Ohne Probleme machte sich dagegen die 34:10-Favoritin Capichera (E. Pedroza), eine Tochter der klassischen Siegerin Centaine, von Raoul und La Celerina frei. „Das ist eine feine Stute, die sich auf dem richtigen Weg befindet“, so Trainer Andreas Wöhler.

Für eine gewaltige Überraschung sorgte der von Michael Figge trainierte Veteran Valdez (200:10, S. Wlodkowski) in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.600 m). Souverän setzte er sich von Fort de Vaux, Sepideh und Hernanda Directa ab. Die Viererwette bezahlte 66.681:10 Euro. Trainer Michael Figge agiert in Top-Form, sattelte auch die Ausgleich III-Siegerin Pretty Luna (64:10, St. Hofer).

Eine heiße Angelegenheit wurde das Siegerrennen für Dreijährige über 1.400 Meter. Denn die leichte Gewinnerin Sugar Love hatte bei ihrer Attacke die nur knapp für Rang drei unterlegene Filaga behindert und wurde auf Rang vier zurückgestuft. Damit avancierte der immer prominente Ragazzo, 2013 in Auktionsrennen ganz dicht beim Ende, unter Steffi Hofer zur Quote von 36:10 zum unblutigen Sieger vor See You Soon. „Manchmal bekommt man etwas geschenkt, so wie heute. Ragazzo war eigentlich zu früh vorne“, erklärte Trainer Mario Hofer.

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