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Schlenderhaner meldet sich mit Super-Leistung zurück

Ivanhowe imponiert vor 14.000 Zuschauern

Köln 4. Mai 2014

Er kam spät, sah und siegte – so könnte man die Schlussphase im 79. Gerling-Preis am Sonntag in Köln umschreiben. Gestüt Schlenderhans letztjähriger Derby-Favorit Ivanhowe (23:10-Favorit, Adrie de Vries) begeisterte bei strahlendem Sonnenschein die 14.000 Zuschauer am großen Benefizrenntag zugunsten des Kinderschutzbundes Köln.

Denn was der vierjährige Soldier Hollow-Sohn, der nach seinem Union-Sieg im Blauen Band enttäuscht hatte und danach nicht mehr am Start war, am Ende auf den Rasen zauberte, war schlichtweg atemberaubend.

Lange führte sein Stallgefährte Iniciar bei sehr moderater Fahrt vor Daytona Bay und dem Vorjahressieger Girolamo und Sir Lando. Ivanhowe galoppierte hinter Night Wish und vor Destor an vorletzter Position.

Auf der Geraden marschierte Iniciar lange munter weiter. Hinter ihm und Daytona Bay fand Ivanhowe an der Innenseite zunächst überhaupt keine Lücke. Es war fast schon zum Haareraufen für die Anhänger des Favoriten, doch Adrie de Vries bewahrte die Ruhe, wartete auf seine Chance und das lohnte sich. Denn auf den letzten 150 Metern stürmte Ivanhowe auf freier Bahn noch locker davon. Eine beeindruckende Vorstellung!

Ivanhowe ist im vergangenen Jahr nach dem Derby in ein Loch gefallen. Wir haben ihm viel Zeit gegeben. Und wir haben generell ja viel von 2013 nachzuholen“, berichtete Besitzer Georg Baron von Ullmann. Und Trainer Jean-Pierre Carvalho, bei dem es im neuen Engagement glänzend läuft, fügte an: „Ivanhowe ging schon im Schlussbogen bestechend. Mitte der Zielgeraden habe ich schon geschwitzt, denn er hatte einfach keine Lücke. Doch dann hat ja noch alles geklappt. Auch Iniciar ist als Vierter sehr gut gelaufen.“ Ivanhowe hat nun mehrere Optionen in Frankreich.

Enorm stark drehte noch Night Wish auf. Der Grand Prix-Aufgalopp-Sieger entwickelte mächtigen Speed. „Wir sind sehr zufrieden. Hier waren die besten älteren Pferde Deutschlands am Start. Wir steuern nun den Großen Preis der Badischen Unternehmer in Iffezheim an“, schilderte Trainer Wolfgang Figge. Auch Destor machte vom letzten Platz jede Menge Boden gut. „Er ist erst bei 90 Prozent, das war eine sehr gute Leistung“, sagte sein Betreuer Uwe Stech. Nur hinter Daytona Bay und Sir Lando landete Titelverteidiger Girolamo auf dem letzten Platz. „Er war in Position, kam aber nicht weiter“, so Trainer Peter Schiergen. Offenbar war der Boden auch schon zu trocken für den Ebbesloher. Nicolosio und Schulz waren abgemeldet worden.

Schon 2013 war ein absolutes Glanzjahr für Ferdinand Leve. Der Warendorfer wurde Champion der Besitzertrainer und landete auch mehrere Gruppe-Treffer. Auch die für das im Besitz seiner Frau Janet Leve-Ostermann stehende Gestüt Haus Ittlingen von ihm vorbereitete Pivotal-Tochter Calyxa steuerte mit drei Treffern einiges dazu bei. Da kam der Listensieg in der Ilse und Heinz Ramm Erinnerungsmeile (25.000 Euro, 1.600 m) nun alles andere als überraschend.

Norman Richter war auf der 43:10-Mitfavoritin für Lennart Hammer-Hansen eingesprungen, der am Donnerstag in München in der Startmaschine eine Knieverletzung erlitten hatte – Verdacht auf Bänderdehnung. Und er vertrat seinen Kollegen mehr als würdig. Denn mit riesigem Speed schaffte er im allerletzten Galoppsprung noch die Wende gegen die schon in Sicherheit geglaubte Takenja.

„Das war schon klasse für den ersten Saisonstart“, schilderte Calyxas Trainer Ferdinand Leve. „Sie ist noch gar nicht austrainiert. Norman kennt die Pferde, da war es keine Frage, dass er sie reiten würde. Wir haben nun mehrere Optionen, wie Baden-Baden oder das Ausland.“
Takenja lief in dieser Kategorie ausgezeichnet, hinter ihr endete der letztjährige Mehl-Mülhens-Gewinner Peace At Last als Dritter sehr flott und verdrängte noch den vorne sehr gut durchziehenden Point Blank. Hinter dem nicht weiterkommenden Indomito kam Zazou erst sehr spät auf Touren. Gereon hatte innen ein sehr unglückliches Rennen.

Seine ganze Jockeyship bewies Filip Minarik im einleitenden Ausgleich III über 1.600 Meter, denn Start-Ziel riss er mit der 91:10-Außenseiterin Pleasant Princess gegen Dreamworks und Lisboeta rechtzeitig aus und geriet nie in Gefahr. „Die Stute ging notgedrungen vorne, da kein anderer das Tempo machen wollte. Und ihr Reiter konnte sich alles bestens einteilen“, berichtete Trainer Karl Demme.

Eine weitere Favoriten-Niederlage gab es in einer Dreijährigen-Prüfung über 1.850 Meter, als gestüt Görlsdorfs Adlerflug-Tochter Wunder (80:10) unter Andreas Helfenbein mit gewaltigen Reserven noch an der letztjährigen Winterkönigin-Zweiten Feodora und North Mum vorbeirauschte. Das sah richtig gut aus. „Dass sie gleich gewinnt, hatte ich nicht erwartet. Als nächstes steuern wir ein Listenrennen und dann vielleicht den Preis der Diana an“, ließ Trainer Markus Klug durchblicken.

Mit einem Kuriosum endete der Ausgleich II über 1.400 Meter, denn im allerletzten Galoppsprung erzwang der heranfliegende Holländer Viscount Vert (St. Hellyn) aus dem Formstall von Piet van Kempen noch totes Rennen mit dem Favoriten Fly First (Norman Richter). „Fly First saß kurz fest und guckte dann etwas, als er vorne war“, berichtete Trainer Ferdinand Leve. Auch Leoderprofi war als Dritter dichtauf.

Mit weiterer Steigerung wartete Stall Molenhofs Sirius (54:10, St. Hellyn) bei den Dreijährigen über 2.400 Meter auf, denn ausgesprochen locker machte sich der Schützling von Andreas Löwe von Finoras und Time of my Life sowie dem Favoriten Dream Gold frei. „Unser Ziel ist das Slowakische Derby“, signalisierte der Erfolgscoach.

Trotz einer Pause seit der Derby-Woche 2013 ließ sich der Röttgener Wilson (131:10, M. Seidl) im 2.200 Meter-Ausgleich II nicht aufhalten und entwickelte enorme Reserven, um die innen unglücklich agierende Guajara sowie den riesig anpackenden Angreifer abzuhalten. Der zweite Tagestreffer für Trainer Markus Klug war perfekt.

Das Rahmenprogramm wurde bestens angenommen, vor allem die Kinder kamen voll auf ihre Kosten. Jede Menge Promis gaben sich die Ehre, auch beim abschließenden Rennen auf Islandpferden. Hier siegte RTL-Moderator Wolram Kons auf Iringur.

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