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Bremen: Außenseiter trumpfen erst spät auf

Der große Tag der Favoriten

Bremen 5. Mai 2014

Es war in der ersten Programmhälfte der große Tag der Favoriten am PMU-Montag in Bremen, der vom Publikum bestens angenommen wurde - kein Wunder, denn die Sonne lachte, und auch die Verspätung störte die wenigsten. In den ersten fünf Rennen gewann stets das Pferd mit der höchsten Einschätzung.

Immenses Vertrauen begleitete Pavel Vovcenkos Powerplay (E. Pedroza) im einleitenden 1.300 Meter-Handicap. Nach frühem Vorstoß raufte sich der auf 18:10 heruntergewettete Wallach sicher gegen die nie lockerlassende Veteranin Yes I will (elf Jahre) und Tardieu nach Hause.

Auch im anschließenden 2.200 Meter-Handicap durften die Favoritenwetter jubeln. Denn die an Karfreitag schon hier erfolgreiche Reply (29:10; mit Altmeister Viktor Schulepov) aus dem Stall von Christiane Niester im westfälischen Beelen hatte gegen die Außenseiterin Clivia und Ocario alles bequem im Griff.

Und es ging nahtlos weiter mit einem Erfolg eines Favoriten: Der Soldier Hollow-Sohn Naval (22:10, P. Krowicki) landete in einem 1.600 Meter-Rennen seinen heißersehnten ersten Treffer, der nach vielen Top-Formen wahrlich überfällig war. Damit konnte sich der Hengst kaum besser einführen für seinen neuen Trainer Axel Kleinkorres. Headstight und Atlantic Isle hatten keinerlei Chance gegen ihn.

In der Wettchance des Tages setzte sich die grandiose Stallform des Neu-Großenknetener Trainers Toni Potters nahtlos fort, denn sein Schützling Foolproof (30:10) setzte sich in diesem Ausgleich IV über 1.600 Meter unter Andreas Helfenbein in riesiger Manier gegen Big Titus, Trueman und Zenturios durch. Die Viererwette brachte immerhin noch 11.931:10 Euro.

Doch etwas mehr Mühe als erwartet hatte der Brümmerhofer Wildpark (18:10, E. Pedroza) aus dem Stall von Paul Harley bei den dreijährigen Sieglosen über die Meile. Sein Jockey musste sich schon ordentlich rühren, um die Röttgenerin Dalayka zu halten.

Erst im Ausgleich III über 2.100 Meter (6. Rennen) riss die große Favoritenserie – denn mit dem erstmals von William Mongil für den Stall 5-Stars von Vorstandsmitglied Tonya Rogge aufgebotenen Caulfield (104:10, St. Hellyn) hatte man nach Form doch kaum rechnen können. Das hinderte ihn aber nicht an einem ungefährdeten Triumph über den Favoriten Fibonacci und Elkantino.

Und nur eine halbe Stunde später gab es die nächste Überraschung, denn der von Christian von der Recke gesattelte Al Mamzar (157:10) schnappte sich einen 2.100 Meter-Ausgleich IV nach einem Husarenritt von Jozef Bojko. Der Jockey hatte sich unterwegs mit dem Wallach auf riesigen Vorsprung abgesetzt. Dieses Manöver wurde offenbar von der Konkurrenz nicht ernst genommen und wurde belohnt. Das Ziel stand goldrichtig, um die Attacken von Biederich und Remolino noch abzuwehren.

Seinen dritten Tagestreffer markierte Eduardo Pedroza auf dem enorm verbesserten Cabanello (32:10) im abschließenden Meilen-Ausgleich III. Nach perfekter Einteilung schob sich der Mitfavorit aus dem Quartier von Erfolgstrainer Andreas Wöhler noch an der Trainingsgefährtin Francine und Auenstern vorbei und wiederholte damit seinen kürzlichen Bremer Treffer.

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