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Drei Düsseldorfer After-Work-Siege für Alexandra Vilmar

Überraschung durch Rosebay zum Auftakt

Düsseldorf 7. Mai 2014

Es ging gleich los mit einem Paukenschlag: Und für den sorgte Stall 5-Stars Stute Rosebay. Die von Markus Klug in Rath-Heumar trainierte Dreijährige gewann den Preis der RBG Rennbahn Biergarten Gastro GmbH zu der sensationellen Quote von 295:10 und schlug sämtlichen Favoriten ein unerwartetes Schnippchen. Die Auftaktprüfung beim ersten diesjährigen After-Work-Renntag auf dem Düsseldorfer Grafenberg, zu der nahezu wie auf Bestellung die Sonne herausgekommen war, holte sich Rosebay unter dem jungen Martin Seidl allerdings erst auf den letzten Metern und relativ knapp gegen Eyasi und Mon General. Letzterer hatte von Anfang das Geschehen bestimmt und schien auch den Erfolg fast schon in der Tasche zu haben.

Die außen von ihm aufmarschierenden Sarina und Fabio bedeuteten jedenfalls nie eine wirkliche Gefahr. Dafür wurden jedoch Rosebay und Eyasi mit zunehmender Distanz immer stärker, als sich für beide innen ausreichend Platz aufgetan hatte. Wobei die Stute am Ende das entscheidende Quäntchen mehr Druck zu entwickeln verstand als Eyasi.

Die Siegerin, im letzten Jahr nur einmal und nichtssagend gelaufen, geht nebenbei auch auf das Zuchtkonto des Stalles 5-Stars. Vor allem jedoch brachte sie ihren Vater It’s Gino binnen weniger Tage einmal mehr als Beschäler ins Rampenlicht.

Ebenfalls beim ersten Jahresstart gleich fit präsentierte sich danach Rennstall Directas Wallach Directa Dancer mit Pascal Jonathan Werning im Sattel. Der Schützling von Dominik Moser hatte im Preis der IGV jederzeit alles im Griff, und das erst recht, als die 19:10-Favoritin Winkali nach einem guten Moment überraschend früh ihr Pulver verschossen hatte.

Jockey Martin Seidl blieb nach dem Erfolg mit Rosebay dann auch in den Farben von Manfred Türk weiter auf der Siegerstraße, der sich nach dem Rhein-Bote-Rennen und dem Treffer des eisenharten Wallachs Kepheus bei der Siegerehrung sowohl als Besitzer wie auch als Trainer über den Beifall freuen durfte.

Der erste Ausgleich III des Tages ging kurz darauf durch Mister Mackenzie in die Niederlande. Auch bei dem fünfjährigen Wallach fungierte wieder ein und dieselbe Person als Besitzer wie auch als Trainer. Diesmal war es Lucien van der Meulen, für den Mister Mackenzie den bereits neunten Saisontreffer unter Dach und Fach bekam. Und zwar unter aktiver Mithilfe der Münchener Nachwuchsreiterin Alexandra Vilmar, die den Gast aus Holland am Ende auf fünf Längen vom Feld wegbringen konnte. Noch am nächsten dran an Mister Mackenzie war der belgische dreijährige Campitello bei seinem übrigens ersten Versuch in einem Ausgleich, der im Preis der Commerzbank, Filiale Benderstraße eigentlich nicht einmal so schlecht ausfiel.

Mit 13 Startern präsentierte sich zur Mitte des Programms der Schierle Stahlrohre-Cup als das quantitativ bestbesetzte Rennen, welches mit einer Distanz von 2.200 Meter zudem auf einem deutlich weiteren Weg ausgeschrieben war als alle vorausgegangenen Prüfungen. Dies schien offenbar ganz nach dem Gusto von Stall Familys Kornado-Sohn Well’s Wonder, auf dem Alexandra Villmar den taktischen Gegenentwurf zur Vorgehensweise auf Mister Mackenzie vollführte, denn der hatte früh die Nase im Wind gehabt. Den von Rudi Storp betreuten Fuchs ritt sie hingegen konsequent auf Warten; erst in der Geraden musste ein Gegner nach dem anderen dran glauben. Wie unter anderem auch die Trainingsgefährtin Late Mute, die Platz zwei vor Antaro und Tin Soldier besetzte, die beide die Viererwette komplettierten, welche eine lukrative Quote von 10.371:10 brachte.

Und wer noch ein weiteres Mal Vertrauen in Alexandra Vilmar hatte, lag danach damit auch nicht falsch. Für den belgischen Trainer Peter Lanslots und den Stall Pink-Panther setzte sie sich im PATRIZIA-Cup mit der treuen Kina Jazz einmal mehr als Gewinnerin durch und fing den schon zu Hause geglaubten Favoriten Choice Words noch ab, an dem sich zu guter Letzt auch der ebenfalls gut endende Kinout noch vorbeischob. Der lupenreine Hattrick war da perfekt und das „Münchener Kindl“ an diesem Düsseldorfer PMU-Mittwoch damit geradezu ein Synonym für Erfolg.

Die letzten beiden Programmpunkte fanden dann ohne sie statt, und wer weiß, vielleicht wäre sonst ja auch noch Treffer Nummer vier zu verzeichnen gewesen. So aber sicherte sich alles andere als unerwartet Stall Königsdrachens Praetor das Willi Döring-Rennen. Sein Reiter Jozef Bojko musste freilich fürs Reitgeld etwas tun, um im zweiten Ausgleich III des Rennabends den immer stärker werdenden Wallach Alshazah aus den Niederlanden noch abzuwehren.

Doch ließ der zweite holländische Sieg kaum lange auf sich warten. Und wieder war es Lucien van der Meulen, der als Besitzer wie auch als Trainer beim Finale des Düsseldorfer After-Work-Turfs die besten Karten auf der Hand hatte. Sein Ass im Preis vom Open Source Festival hieß Calon Lad, ein Neuankauf aus England, dessen Deutschlanddebüt kürzlich in Krefeld schon gut genug ausgefallen war. Die 24:10-Siegquote kam so gesehen also nicht von ungefähr, zumal überdies Adrie de Vries in seinem Sattel war. Der auch durchaus seinen Teil mit dazu beitrug, dass sich der hartnäckige Lokalmatador Morning Star am Ende mit Platz zwei begnügen musste.

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