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Görlsdorf-Lady jetzt Richtung Hansa-Preis

Berlin Berlin erobert Baden-Baden

Baden-Baden 28. Mai 2014

„Jetzt gehen wir in den Hansa-Preis nach Hamburg“, brach es aus Trainer Markus Klug heraus. Der Shooting Star, aktuell die Nummer eins der Statistik, war stolz auf eine der besten Stuten Deutschlands – Gestüt Görlsdorfs fünfjährige Lady Berlin Berlin (31:10, A. Helfenbein). Erneut scheint die Dubai Destination-Tochter bestens gerüstet, denn sie triumphierte bei strahlendem Sonnenschein im ersten Highlight des Iffezheimer Frühjahrs-Meetings am Mittwochabend.

Im Preis der Baden-Badener Hotellerie & Gastronomie (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.200 m) zeigte Berlin Berlin auch große kämpferische Qualitäten. Unterwegs ließ sie sich von Nausica Time, die enttäuschend früh geschlagen war, führen und wehrte die favorisierte Französin Abys ab, die von hinten weit außen herum musste und schon kurz wie die Siegerin aussah. Doch Andreas Helfenbein entlockte der Lady aus Köln-Heumar nochmals große Reserven.

„Ich hatte die Französin schon als Hauptgegnerin angesehen. Aber Berlin Berlin packte stets neu an. Wir haben ein Super-Team mit unseren Jockeys, sowie Paul Johnson und Billie Newnes. Es stimmt einfach alles“, berichtete Trainer Markus Klug, dessen zweite Kandidaten ebenfalls ein tolles Rennen lief – Wild Silva wurde Dritte. „Sie ging riesig, hatte aber im Einlauf keine freie Bahn, sonst wären wir noch weiter vorne gewesen“, argumentierte Jockey Martin Seidl. Lady Liberty, Airfare und True Girl kamen nicht entscheidend weiter.

Die Wetter hatten ihn sträflich unterschätzt – der achtjährige Wallach Turgenjew (A. de Vries) war mit einer Quote von 66:10 längster Außenseiter im einleitenden Verkaufsrennen über 1.800 Meter. Das hinderte den Ausgleich II-erprobten Gast aus Hannover aber nicht daran, den Favoriten New Fighter sowie Waletta mit viel Speed noch klar in die Schranken zu weisen. „Er sah im Führring schon am besten aus. Und in dieser Klasse war er doch das beste Pferd“, kommentierte sein Betreuer Hans-Jürgen Gröschel.

Und Jockey Adrie de Vries legte gleich im anschließenden Stutenrennen für Dreijährige nach – mit der von Peter Schiergen aufgebotenen Ittlingerin Sovalla (30:10), die mit sehenswertem Endspurt die Außenseiterinnen Dime Dancer und Bavarian Beauty locker stehenließ.

Seine ewig lange Durststrecke beendete der von William Mongil gesattelte Red River Canyon (49:10, St. Hellyn) in einem 2.200 Meter-Handicap, als er sich bequem gegen den sehr spät vom letzten Platz heranstürmenden Chachani und Antano in Szene setzte.

In der Wettchance des Tages wurde Smart Shuffle (60:10) seinem Ruf als Bahnspezialist wieder einmal gerecht. Nach dem Erfolg bei der Großen Woche behauptete sich der Mitfavorit unter Filip Minarik nun in diesem 1.400 Meter-Ausgleich IV mit tollem Speed vor der Favoritin Sepideh sowie Floralys und Montesita. Die Viererwette bezahlte 7.920:10 Euro. „In Düsseldorf war der Boden zu tief, und in Frankfurt war er zu früh vorne“, kommentierte Siegtrainer Stefan Birner.

Nach vielem Pech in der Vergangenheit reichte es im 1.000 Meter-Ausgleich II endlich einmal für Stall Capricorns Matchday (48:10, dritter Treffer für Adrie de Vries). Von weit hinten überspurtete die Mitfavoritin noch Gitana und Sao Paulo. „Sie hatte beim vorletzten Start ein Eisen verloren und beim nächsten Mal Startverlust. Adrie ist ihr Lieblingsjockey“, berichtete Trainerin Erika Mäder.

Und die große Serie von Adrie de Vries ging auch im 1.800 Meter-Ausgleich II weiter, denn hier triumphierte der „fliegende Holländer“ mit Foreign Princess (40:10, zweiter Treffer für Trainer Hans-Jürgen Gröschel. Mit einem Glanzfinish schob er die Stute ganz zum Schluss an der Innenseite noch an Ferdoussi vorbei, dahinter landeten Amanto und Sugar Babe in totem Rennen auf Rang drei.

Start-Ziel und mit immer neuen Reserven verabschiedete sich der von Sascha Smrczek vorbereitete Gabrial The Prince (75:10, K. Clijmans) in einem 2.200 Meter-Handicap von der Konkurrenz.

Gleich einen weiteren Treffer markierte die von Uwe Stech aus Hoppegarten Siberian Princess (68:10, D. Schiergen) nach einem Rennen aus dem Vordertreffen in einem 2.000 Meter-Ausgleich IV. Mehr als sicher behauptete sich die Stute gegen Patanos, Huan und Double Birthday. Die Viererwette bezahlte hier 39.365:10 Euro.

Den verdienten Treffer für Tamara Hofer/Werner Glanz nach einer Flut an Platzierungen gab es im abschließenden Meilenrennen durch Shirbanu (29:10), die Saturday leicht abfing. Dragan Ilic wurde bei seinem Comeback nach 20 Jahren im Rennsattel auf Cuore de Lute Vierter. Der Wettumsatz bewegte sich auf Vorjahreslevel, was bei deutlich geringerer Anzahl an Startern sicher ein gutes Ergebnis ist.

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