Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Görlsdorfer Star-Galopper imponiert

Sea The Moon strahlt über Köln

Köln 15. Juni 2014

Er galt schon seit Monaten als Favorit für das Deutsche Derby, doch seit diesem Sonntag dürfte er kochendheißer Favorit sein für das Blaue Band: Sea The Moon, im Besitz des Gestüts Görlsdorf stehender Super-Dreijähriger und Sohn des Arc-Helden Sea The Stars, riss die 11.000 Zuschauer am Sonntag in Köln regelrecht von den Sitzen.

Im 179. Oppenheim-Union-Rennen, der mit 70.000 Euro dotierten Gruppe II-Prüfung über 2.200 Meter und dem bedeutendsten Derby-Test, triumphierte der Crack auch bei seinem dritten Start und reist nun mit einer weißen Weste nach Hamburg. Start-Ziel war der 17:10-Favorit aus dem Köln-Heumarer Erfolgsstall von Markus Klug unter seinem ständigen Reiter Andreas Helfenbein einmal mehr eine Klasse für sich. Was für ein atemberaubender Auftritt von Sea The Moon, und das trotz unveränderter Unreife.

„Da kein anderes Pferd vorne gehen wollte, ist er notgedrungen wie schon in Frankfurt selbst marschiert“, erklärte Klug später die Taktik. „Verstecken darf man ihn unterwegs nicht.“ Allerdings wich Sea The Moon auf dem letzten Wegstück wieder deutlich zur Seite, ganz nach außen. „Er ist noch grün und hängt nach links. Zu Hause hatte er das nicht gemacht. Aber wir werden der Sache auf den Grund gehen. Ich wünsche mir für Hamburg ein Führpferd. Sea The Moon ist ein Hammerpferd“, signalisierte Andreas Helfenbein.

Auch nach dem Schwenk zur Seite machte sich Sea The Moon wieder locker auf drei Längen frei. Ohne Frage, über ihn führt der Weg zum Sieg im Derby. Mit viel Kampfgeist eroberte Rapido noch den Ehrenplatz. „Phantastisch, dass er ein verdammt gutes Pferd ist, war uns klar. Er geht nun mit Frederik Tylicki nach Hamburg“, verriet sein Betreuer Andreas Löwe.
Swacadelic hatte innen sehr starke Momente, gefiel als Dritter. „Alles bestens, er lief sehr gut“, so sein Besitzer Georg Baron von Ullmann. Sehr beträchtlich war schon der Abstand zum Vierten Chartbreaker. „Weiche Bahn kommt ihm sicher mehr entgegen“, versicherte Trainer Andreas Wöhler. Während die Karlshofer Suracon und Open your Heart nie prominent waren, musste Giant’s Cauldron Mitte der Geraden auf einen Rush passen. „Er ist wohl in ein Loch getreten und hat dabei seine Aktion verloren“, erklärte Jockey Adrie de Vries.

Es hätte nicht besser passen können: Ausgerechnet am Eröffnungs-Wochenende der Fußball-WM gewann mit der zweijährigen Stute Laleh (45:10, F. Minarik) ein Pferd das einleitende Versuchsrennen der Zweijährigen über 1.300 Meter, das im Mitbesitz mehrere Fußball-Profis gehört. Denn zu dem sechsköpfigen Energy Racing Club gehören Mike Hanke, Thorsten Oehrl und Nick Proschwitz (neben Holger Faust, Sebastian Weiss und Lars-Wilhelm Baumgarten).

Immer wieder neue Reserven entwickelte die Toylsome-Tochter gegen den in großer Haltung an ihrer Seite auftauchenden Ice Man Star, der erst vor zwei Tagen ebenfalls in den Besitz der neuen Besitzergemeinschaft gewechselt war. „Laleh hat innerhalb der letzten Wochen viel gelernt. Vielleicht steuern wir nun ein Listenrennen hier im Juli an“, kommentierte Trainer Mario Hofer. Auch Markus Klug, der Betreuer von Ice Man Star, war zufrieden: „Das war eine gute Leistung.“ Novalis hatte nie mehr Chancen, wurde Dritter vor der lange mit Vorsprung führenden, am Ende am total abbauenden Big Fifty.

In einem packenden Endkampf klang der Ausgleich II über 1.850 Meter aus, in dem der holländische Schimmel It’s A Privilege (111:10, D. Schiergen) erst auf dem letzten Stück noch nach vorne kam und mit Seewolf einen weiteren Außenseiter sowie Proud Citizen in Schach hielt. „Beim vorletzten Start in Frankfurt war der Boden zu schwer und er kam zu spät ins Rennen. Er braucht Rennen im Vordertreffen“, sagte Besitzertrainer Piet van Kempen.

Eigentlich schien das 1.600 Meter-Altersgewichtsrennen schon eine klare Sache für Royal Fox (22:10, A. de Vries) zu sein, der von dritter Stelle wie auf Rollschuhen die Gegner in den Griff bekam, doch zum Schluss stutzte der Manduro-Sohn ein wenig und Sir Oscar lief wieder bis auf einen Hals zu ihm auf (Point Blank hatte als Dritter keine Siegchance), aber es reichte für den schon in besserer Gesellschaft bewährten Wallach. „Ich bin froh, dass dieses Rennen hier durchgeführt wurde, denn so recht hatten wir keine Alternative“, berichtete Trainer Peter Schiergen.

„Ich glaube, er kann noch mehr“, meinte Adrie de Vries nach seinem zweiten Tagessieg auf dem von Sarka Schütz in Iffezheim trainierten Lucky Jo, der sich in einem 2.200 Meter-Ausgleich IV zeitig von Univers, Depeche und Clivia absetzte. Die Viererwette bezahlte 1.518:10.

Im zweiten Viererwett-Rennen präsentierte sich Martina Grünewalds so glänzend gezogene Kimbana (83:10, E. Pedroza) stark verbessert und ließ Roman Senate, Classy und East of Eden keine Chance. Die Quote: 69.907:10 Euro.

„Ich habe immer gesagt, das ist eine gute Stute. Wir steuern nun ein Listenrennen an“, berichtete Trainer Markus Klug nach dem sicheren Treffer der Röttgenerin Nashita (31:10), die sich unter Andreas Helfenbein im 2.200 Meter-Ausgleich II von zweiter Position zuletzt noch an der Pilotin Bella Duchessa vorbeiraufte. Mandachic folgte als Dritte schon weiter zurück. Schon seinen dritten Saisontreffer markierte Helga Dewalds Ring of Fire (61:10, O. Laznovska) in einem 2.200 Meter-Ausgleich III.

Champions League

Weitere News

  • Champions League: Imponierender Gästesieg in Köln

    Europa-Held Aspetar macht Katar-Scheich glücklich

    Köln 22.09.2019

    Internationaler geht es nicht: Der von Roger Charlton in England für Katar-Scheich Mohammed bin Khalifa Al Thani trainierte und in Frankreich gezogene vierjährige Wallach Aspetar (8,2:1) gewann am Sonntag das bedeutendste Galopprennen der Kölner Rennsaison in der German Racing Champions League. Vor 15.000 Zuschauern dominierte der von Jason Watson gerittene Außenseiter, der in diesem Jahr den Grand Prix de Chantilly gewonnen und Platz vier im Grand Prix de Saint-Cloud belegt hatte, im 57. Preis von Europa (Gruppe I, 155.000 Euro, 2.400 m) in einer atemberaubenden Manier.

  • Fünf Rennen werden von Frauen gewonnen

    Ladies Day in Seckenheim

    Mannheim 22.09.2019

    Lokalmatador Marco Klein ist auf seiner Heimatbahn in Seckenheim immer erfolgreich. Nachdem der Mannheimer Trainer bereits an Fronleichnam vier Rennen gewonnen hatte, stellte er auf der Waldrennbahn am Sonntag beim Radio Regenbogen-Renntag zwei Sieger. Gleich das erste Rennen, eine Prüfung für Dreijährige über 1900 Meter, ging durch Reine Noire in sein Quartier. Stalljockey Tommaso Scardino zeigte auf der Stute, die mit einer Quote von 5,5:1 nicht einmal favorisiert war, einen ganz abgezockten Ritt, führte die im Besitz des Südwestdeutschen Galoppclubs, einer großen Besitzergemeinschaft, stehende Stute zu einem leichten Sieg. "Das war heute mein größter Mumm von allen meinen Startern”, erklärte Klein nach dem Rennen.

  • Der beste Preis von Europa seit Jahren: Großer Saisonhöhepunkt in der Domstadt

    Der Köln-Kracher in der Champions League

    Köln 22.09.2019

    Chef-Handicapper Harald Siemen hat es auf den Punkt gebracht: „Hier können wir uns wohl auf den interessantesten Preis von Europa seit Jahren freuen.“ Am Sonntag ist es soweit, dann beginnt der spannende Endspurt in der German Racing Champions League in diesem Event: Das drittletzte Rennen der elf Top-Prüfungen in sechs deutschen Turf-Metropolen umfassenden Rennserie 2019 ist der absolute Saisonhöhepunkt auf der Galopprennbahn in Köln: Im 57. Preis von Europa (155.000 Euro, 2.400 m, 7. Rennen um 17:10 Uhr) wird der vorletzte Gruppe I-Sieger des Jahres gesucht!

 
 

Newsletter abonnieren

GERMAN RACING

Seit 2010 bildet GERMAN RACING die große Dachmarke, unter der regelmäßig spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen stattfinden. Gleichzeitig fungiert die Marke als Oberbegriff für den Galopprennsport in Deutschland.

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm