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Top-Jockey stürzt mit Lady of Budysin

Helfenbein bleibt bei Unfall unverletzt

Frankfurt/Main 19. Juni 2014

Es hätte so ein angenehmer Nachmittag sein können. Jockey Andreas Helfenbein hatte mit drei Treffern seine großartige Form am hervorragend besuchten Handwerker-Fronleichnamsrenntag am Donnerstag in Frankfurt einmal mehr unter Beweis gestellt. Und im abschließenden Rennen steuerte er mit Lady of Budysin eine fünfjährige Stute, die als 10:10-Favoritin in einer 2.000 Meter-Prüfung nach Klasse normalerweise deutlich über der Konkurrenz stand. Alles wartete auf den Pflichterfolg der von Reliable Man gedeckten, aber nicht tragenden Soldier Hollow-Tochter, doch was dann passierte, war tragisch.

Mitte der Zielgeraden, Lady of Budysin war vor das Feld gezogen, passierte es: Die Stute knickte nach dem Übergang ein und stand plötzlich quer. In Panik schlug sie nach dem Konkurrenten Tatar, der daraufhin in die Rails geriet. Andreas Helfenbein wurde aus dem Sattel katapultiert, auch sein Kollege Alexander Weis auf Tatar musste hart zu Boden.

Doch zum Glück blieb Helfenbein blieb unverletzt, Alexander Weis wurde mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert. Während Tatar keine Blessuren erlitt, wurde Lady of Budysin zunächst mit Infusionen behandelt. Doch nach kurzer Stabilisierung erlitt die Stute einige Zeit später Hirnblutungen und war nicht mehr zu retten. Der Sieg von Uwe Schwinns Magnifique (102:10, D. Porcu) geriet völlig zur Nebensache.

Zum weiteren Programm: Rennerfahrung zahlt sich aus, gerade bei den Nachwuchsgaloppern. Das zeigte sich einmal mehr. Denn in der über 1.200 Meter führenden Zweijährigen-Prüfung setzte sich die im Besitz von Darius Racing stehende Soldier Hollow-Tochter Sanandaj (M. Cadeddu, 23:10) mit schönen Reserven sicher durch.

Von zweiter Position aus machte sich die Lady bequem von dem lange führenden, gut debütierenden Event Mozart und dem gut anziehenden Palace Prince im kleinen Vierer-Feld frei. Die verschiedensten Auktionsrennen dürfte nun auf dem Plan der Siegerin stehen, die William Mongil in Mülheim vorbereitet.

Und für Darius Racing ging es gleich anschließend mit dem zweiten Tagestreffer weiter – die von Jens Hirschberger aufgebotene vierjährige Stute Gitana (30:10, ebenfalls unter dem Italiener Miki Cadeddu) bekam in einem 1.200 Meter-Ausgleich III ein ideales Rennen serviert und hielt sich auch den Favoriten Sao Paulo sowie Indian Lovesong vom Leibe.

Zum dritten Punkt für Darius Racing von Holger Faust sollte es dann nicht ganz reichen – in einem Meilenrennen für Dreijährige machte ihrer Stute Dime Dancer die glänzend debütierende Görlsdorferin Josefine (36:10, A. Helfenbein) einen Strich durch die Rechnung. Die Kallisto-Tochter gewann in ganz großer Manier. Die Form der Mannschaft Görlsdorf/Trainer Markus Klug und Jockey Andreas Helfenbein hatte sich fortgesetzt.

Helfenbein trumpfte auch mit dem von Wilfried Kujath gesattelten Night Chaparral (25:10) in einem 2.150 Meter-Ausgleich III auf, der den dritten Coup hintereinander ausgesprochen sicher vor Allianz und Juan markierte. Und er siegte locker mit der von Markus Münch engagierten dreijährigen Stute Flora (53:10) in einem 2.000 Meter-Handicap.

Beim zehnten Versuch reichte es nach sechs Platzierungen endlich für die von Sascha Smrczek trainierte Saturday (28:10, B. Ganbat), die sich in einer 1.300 Meter-Prüfung den ersten Erfolg ihrer Laufbahn noch sicher vor der lange führenden La Best und Fiorella holte.

Ebenfalls beim zehnten Karrierestart schaffte der von Regine Weißmeier aufgebotene Bold Jack Donahue (38:10) mit Sohn Fabian Xaver Weißmeier seinen Premieren-Treffer. Mit unbändigem Kampfgeist hielt er Salimera mit einer Nase Vorsprung fern.

Fünf der neun Starter im Araberrennen kamen aus dem Stall von Regine Weißmeier, und die Trainerin stellte nach einer ungemein spannenden Prüfung auch mit Neria El Samawi (53:10, mit Tochter Esther Ruth) vor Lahischa D. A. und Badj‘ Allah sowie Ainhoa Kerbina auch die vier Erstplatzierten.

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