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Große Aufholjagd im BMW Preis Düsseldorf

Der Speedwirbel von Lacy

Düsseldorf 21. Juni 2014

10.200 Zuschauer erlebten am Samstag bei bestem Rennwetter einen mehr als gelungenen BMW-Renntag in Düsseldorf bei bestem Rennwetter. Sie sahen eine Siegerin des mit 25.000 Euro dotierten Listen-Highlights (BMW Preis Düsseldorf, 2.100 m), die diesen Coup verdient hatte: Lacy (49:10), eine Tochter des früheren Englischen Derbysiegers Authorized, die der Stiftung Gestüt Fährhof gemeinsam mit dem Trierer Sportvermarkter Werner Heinz gehört. Zuletzt in Baden-Baden hatte die Lady einen alles andere als günstigen Rennverlauf gehabt und noch viel aufgeholt. Doch diesmal lief alles passend, wobei Jockey Alexander Pietsch eiserne Nerven bewies.

Von letzter Stelle überrollte er mit Lacy regelrecht die Konkurrenz, nachdem die Görlsdorferin Tanamia schon wie die Start-Ziel-Siegerin ausgesehen hatte. „Lacy kam wieder nicht so gut ab, aber der Reiter hat das gut gebracht und sie im richtigen Moment gebracht. Mumm hatten wir immer auf sie. Wenn alles klappt, steuert sie nun den Henkel - Preis der Diana an“, signalisierte der Kölner Trainer Waldemar Hickst.

Gestüt Fährhofs Racing Manager fügte an: „Sie kam erneut vom letzten Platz und bewies Riesenspeed. Wahnsinn, wie sie sich durchgeschlagen hat. Fährhof hat zwei Pferde mit Herrn Heinz, das andere ist Ragazzo. Für die Diana ist sie genannt, und es macht Sinn, dort zu laufen.“ Beim dritten Start war es bereits der zweite Sieg für Lacy, die nun 14.000 Euro verdiente und sicher ein heißes Eisen für das Stuten-Derby Anfang August auf dieser Bahn ist.
Tanamia verkaufte sich von der Spitze aus glänzend, packte immer wieder an. Ihr Trainer Andreas Wöhler: „Sie ist ein Waisenkind, wurde von einer Amme großgezogen. Daher war Black Type nun besonders wichtig für die Zucht. Sie bekommt nun eine Pause bis zum Preis der Diana.“ World’s Dream war immer prominent. „Sie musste vom Start weg Gas geben, ist gut gelaufen“, meinte ihr Trainer Markus Klug. Auch Swingdream hielt sich als Vierte aus dem Vordertreffen stark.
Elegant Shadow (Fünfte) kam noch in hinteren Regionen als Letzte in die Gerade, drang aber nicht ganz durch, auch Alaskakönigin kam nur noch ins Mittelfeld. „Sie ist schon schlecht abgesprungen“, erläuterte Markus Klug. Der Rest hatte bald keine Chance mehr.

Die Form von Jockey Adrie de Vries ist kaum mehr zu steigern. Auch das einleitende Dreijährigen-Rennen sicherte sich der „fliegende Holländer“ auf dem prächtig verbesserten Forgino (37:10). Mit großem Speed spurtete der It’s Gino-Sohn an Sharin und Genaro vorbei, der zu Beginn der Geraden wenig Platz hatte und etwas unter Wert geschlagen war. „Forgino ist mein bester Dreijähriger auf dieser Distanz. Auch der feste Boden kam ihm entgegen. Wir werden mit ihm von Start zu Start entscheiden, wo wir weitermachen“, kommentierte Trainer Toni Potters, bei dem es weiterhin glänzend läuft.

Im Ausgleich II über 1.400 Meter führte Adrie de Vries auch den immerhin schon achtjährigen Nareion (82:10) zu einem Überraschungssieg. Mit enormem Speedwirbel flog der von Daniel Klomp in den Niederlanden vorbereitete Hengst an der Konkurrenz vorbei, nachdem er in hinteren Regionen lange wenig Platz gefunden hatte. „Das war ein Super-Ritt von Adrie, Nareion hatte schon gut gearbeitet“, hieß es aus seinem Umfeld. Commander Kirk hatte starke Momente, auch Dragoslav machte noch viel Terrain gut. Den dritten Treffer markierte Adrie de Vries mit der klaren 15:10-Favoritin Dutch Gal aus dem Holland-Quartier von Christian Wolters, die in einem 1.700 Meter-Rennen mit Tech Terz keine Probleme hatte.

Ihren zweiten Frühling erlebt die immerhin schon siebenjährige Stute Favorfoot Danon (40:10). Unter der jungen Laura Giesgen kämpfte sich die Lady aus dem Stall von Simone Gassen zum dritten Saisontreffer, nach hartem Kampf gegen den zäh attackierenden Smart Shuffle und die lange führende De la Vista. „Sie war noch nie so gut drauf wie jetzt, daher haben wir sie direkt wieder aufgeboten“, berichtete Racing Manager Uli Giesgen.

Höchstpersönlich begleitete Trainerin Petra Gehm ihren Big Moun (127:10, R. Piechulek) in den Absattelring zurück, der Wallach hatte in der Wettchance des Tages (Ausgleich III, 1.700 m) nach einem Rennen aus dem Vordertreffen früh die Fronten gegen Smoke Charger, Odur und Impression geklärt. „Er ist kein ganz einfaches Pferd. Rene Piechulek hat ihn auch in der Arbeit geritten und kam super mit ihm zurecht. Wir wollen in vier Wochen hier wieder starten“, versicherte die Betreuerin. Die Viererwette wurde nicht getroffen.

Vor einer guten Zukunft sollte der Dreijährige Dream Gold (22:10, E. Pedroza) stehen, der in einer 2.100 Meter-Prüfung vorneweg früh auf und davon ging. Sarina und Märchenprinz konnten nie Eindruck auf ihn machen, liefen aber anständig. „Er war immer hinter ordentlichen Pferden, brauchte einfach Zeit. Wir wollen es auch auf noch weiteren Wegen versuchen. Vielleicht ist er im Herbst ein Pferd für das St. Leger“, so Trainer Andreas Wöhler über den Hengst, der Jaber Abdullah gehört.

Zum Abschluss gab es durch den von Sascha Smrczek aufgebotenen Fresh Skyline (37:10, K. Braye) noch einen souveränen Düsseldorfer Heimsieg in einem 2.100 Meter-Handicap vor Imondo und Bella Valentina.

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