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Leve-Lady empfiehlt sich für ganz große Ziele

Calyxa wieder in Glanzform

Hamburg 2. Juli 2014

So gegen 19:30 Uhr am Mittwochabend in Hamburg hatte Ferdinand Leve, der Champion der Besitzertrainer, ein wichtiges Anliegen: „Können Sie die Stute auch im Dallmayr-Preis reiten? Dann würde ich sie dort aufbieten“, fragte er Jockey Adrie de Vries. Und das Gruppe I-Rennen Ende Juli in München ist kein utopisches Ziel mehr für die Pivotal-Tochter des Warendorfers, der im Gestüt Haus Ittlingen seiner Ehefrau Janet Leve-Ostermann wahrlich einen Top-Job macht, und das, obwohl er noch einen Hauptberuf (Architekt) hat.

So gegen 19:30 Uhr am Mittwochabend in Hamburg hatte Ferdinand Leve, der Champion der Besitzertrainer, ein wichtiges Anliegen: „Können Sie die Stute auch im Dallmayr-Preis reiten? Dann würde ich sie dort aufbieten“, fragte er Jockey Adrie de Vries. Und das Gruppe I-Rennen Ende Juli in München ist kein utopisches Ziel mehr für die Pivotal-Tochter des Warendorfers, der im Gestüt Haus Ittlingen seiner Ehefrau Janet Leve-Ostermann wahrlich einen Top-Job macht, und das, obwohl er noch einen Hauptberuf (Architekt) hat.

Im Franz-Günther von Gaertner-Gedächtnisrennen (Memorial für den früheren Vorsitzenden und Mäzen des Hamburger Renn-Clubs; Gruppe III, 55.000 Euro, 1.600 m) zeigte Calyxa (48:10) nach der doch etwas mittelprächtigen Vorstellung zuletzt in der Badener Meile wieder ihr wahres Gesicht.

Und Ferdinand Leve nannte den Grund: „Heute hatten sie wieder ihre normalen Eisen drauf. Zuletzt funktionierte der Hufmechanismus mit Klebeeisen nicht, zumal der Boden dort sehr fest war. Heute zog sie richtig durch. Ein Arbeitspferd ist sie nicht. Sie gehört zu den besten Stuten Deutschlands, ist sehr gelassen, ruht in sich selbst, einfach sensationell.“ Jockey Adrie de Vries hatte großen Anteil an diesem Triumph – der Holländer gewann innerhalb von drei Tagen ein drittes Top-Rennen (am Montag mit Wunder in Chantilly, am Dienstag in Hamburg mit Amarillo).

An vorletzter Stelle ließ er die Lady auf die Beine kommen, während Quaduna vor Artwork Genie und Diamond Dove die Pace diktierte. Auf der Geraden war lange nichts von Calyxa zu sehen, die aber in bester Haltung außen galoppierte. Als innen die Winterkönigin Diamond Dove vorstieß, schien sie gewinnen zu können. Aber auf den letzten 200 Metern hatte Calyxa in den höheren Gang gefunden und setzte sich noch locker durch.

Diamond Dove lief als Zweite glänzend. „Der Speed von Calyxa ist ja bekannt, aber Diamond Dove ist toll gelaufen, packte immer wieder an“, erklärte Andreas Löwe, dessen andere Kandidatin Indian Rainbow als Fünfte unter Wert geschlagen war. „Sie musste von vorletzter Stelle ganz außen herum“, schilderte der Coach. Artwork Genie hielt den dritten Rang aus dem Vordertreffem knapp gegen die verbesserte Forever Beauty. Daksha (Sechste; Trainer Waldemar Hickst: „Die Distanz war wohl zu kurz“), die Favoritin Quaduna (Siebte), die nach langer Führung abbaute und Money Time spielten keine Rolle mehr.

Wo liegen die Grenzen des Ittlingers Letro? Diese Frage ist erlaubt nach dem dritten Start und ebensovielten Sieg des vierjährigen Montjeu-Sohnes unter Höchstgewicht im Ausgleich I über 2.000 Meter. Von vierter Position im kleinen Sechserfeld tauchte der 13:10-Favorit früh in bester Haltung auf der Geraden vorne auf, und Stephen Hellyn hatte keine Probleme, den nie lockerlassenden Leo el Toro in die Knie zu zwingen. „Er kann etwas laufen, wahrscheinlich steuern wir nun einen Ausgleich I an“, verriet Letros Trainer Waldemar Hickst.
Leo el Toro sollte in dieser Kategorie bald fällig sein. „Er ist seit drei Wochen bei mir. Die Frankreich-formen waren schwer in Relation zu setzen. Ich bin zufrieden“, signalisierte sein neuer Betreuer Stefan Richter. Die lange führende Sugar Babe kam nicht mehr weiter, verteidigte aber Rang drei.

Die Pferde des Stalles Germanius agieren in Hochform. Einen Tag nach dem Erfolg von Kenia triumphierte im Heinz-Jentzsch-Rennen (Ausgleich III, 2.800 m) nun der Außenseiter Silencio Mo (204:10, D. Porcu), der mit gewaltigem Speed noch an Bear Diva, Saba Dancer und Aitutaki vorbeistürmte. „Wir haben mit einem guten Laufen gerechnet. Der Rennstall Germanius ist ein Familienbetrieb in Hoppegarten. Silencio Mo trainiert meine Schwiegermutter Eva Fabianova, ich bin ihre rechte Hand“, kommentierte Jan Korpas, Ex-Champion der Hindernisjockeys. Auf dem Favoriten Balu erwischte Stephen Hellyn alles andere als eine Sternstunde, denn er hielt sich viel zu lange an letzter Stelle auf und griff dann in der Bahnmitte an, wo keinerlei Platz war. Da reichte es nur noch zu Rang sechs. Die Viererwette bezahlte 257.393:10 Euro. Ein Wetter bekam mehr als 12.000 Euro.

Die Pferde des Gestüts Görlsdorf befinden sich weiter glänzend in Schwung. Davon wurde auch die debütierende Shirocco-Tochter Echo Bravo (212:10, M. Cadeddu) aus dem Stall des Hoppegarteners Roland Dzubasz in einem 2.200 Meter-Rennen für dreijährige Stuten erfasst. Mit großem Endspurt schnappte die Riesenaußenseiterin noch Thea und die gut anpackende Novizin Nooshi. „Sie war perfekt vorbereitet“, schilderte Siegjockey Miki Cadeddu.

Kurios war der Endkampf in einem 2.000 Meter-Handicap, denn der von heranstürmende Sieger Samuro (E. Frank, 162:10) aus dem Quartier von Kerstin Biskupski flog innen heran, während der zweite Lantino es ganz an der Außenseite versuchte. Beide kamen von den allerletzten Positionen.

Die Form von Jockey Adrie de Vries ist weiterhin atemberaubend – in einem 1.600 Meter-Ausgleich III über die Meile führte er den weiter steigerungsfähigen See Dex (87:10) zu einem weiteren Treffer, von allerletzten Stelle und dies nach Startverlust. „Zuletzt in Baden-Baden hatte er kein glattes Rennen“, hatte Trainer Günter Lentz bereits in dieser Woche erklärt. Tjerk, Sterngold und Ocean of Fire komplettierten die Viererwette, die nicht getroffen wurde.

Die Wetter hatten im Ausgleich II über 1.400 Meter das richtige Gespür – zum Schluss fiel der Hoppegartener Gast Jackobo (E. Pedroza) bis auf 45:10. Und nach einem frühen Vorstoß auf der Zielgeraden geriet der Wallach, der 2013 vier Rennen gewonnen hatte, bald nicht mehr in Gefahr und ließ den zügig auf Touren kommenden Nareion und Commander Kirk hinter sich. Trainer Uwe Stech: „Er lief teilweise gegen bessere Pferde, hatte Nachlass im Handicap bekommen. Man darf nicht vergessen, dass er hier im Vorjahr über die Meile beinahe einen neuen Bahnrekord aufgestellt hätte. Zuletzt hatte er sich auf der Heimatbahn verpullt.“

Sie ist ein absolut dankbares Pferd, das gerade bei Meetings immer wieder große Kasse macht – die fünfjährige Stute Dorietta, im Besitz des Galoppclubs Wambel, aus dem Dortmunder Stall von Reiner Werning. Die 46:10-Chance verabschiedete sich im anschließenden 1.400 meter-Ausgleich IV früh auf deutlichen Vorsprung von Millies Quest und Saline. „Wir hatten einen schönen Rennverlauf. Ich konnte sie auf Earten reiten“, schilderte Jockey Pasval Jonathan Werning. Bei sehr gutem Besuch flossen 327.242 Euro durch den Totalisator.

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