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Interview mit Lucky Lions Trainer Andreas Löwe

„Er hat Kraft, Klasse und ungeheuren Endspeed“

München 3. Juli 2014

Nach seiner spektakulären Siegesserie 2014 ist der Hengst Lucky Lion nun Mitfavorit im IDEE 145. Deutschen Derby. German Racing sprach mit seinem Betreuer Andreas Löwe (71), der im reifen Alter eine Saison der Superlative erlebt.

Bislang startete Lucky Lion nur auf deutlich kürzeren Distanzen. Welche Voraussetzungen bringt er mit, um das Derby zu gewinnen?

Auf den deutlich kürzeren Distanzen war er jeweils ganz bequem in der Reserve zu platzieren, im Gegenteil, im Mehl-Mülhens Rennen musste er Anfangs sogar bemüht werden, bevor er dann viel zu früh nach vorn kam. Ich glaube, es wird auf weiteren Distanzen ähnlich sein. Er hat Kraft, Klasse und ungeheuren Endspeed.

Bei seinen Siegen verriet er noch einige Unreife. Wie lief die Vorbereitung, und trauen Sie ihm weitere Steigerung zu?

Er wird zusehends erwachsener, aber ich glaube erst vierjährig wird man den wahren Lucky Lion sehen. Mit der Vorbereitung bin ich bisher sehr zufrieden.

Was wünschen Sie sich für das Rennen, und wie sieht Ihr Mindestziel aus?

In diesem Rennen braucht man Glück. Ich hoffe, wir werden das haben. Ein sehr, sehr gutes Pferd haben wir, und wenn er sein Potenzial ausspielen kann, wird mein Mindestziel erfüllt werden.

Wer könnte Lucky Lion in erster Linie gefährlich werden? Was erwarten Sie von ihrem anderen Starter Rapido, der ebenfalls für das Gestüt Winterhauch antritt?

In der Spitze sehe ich zwei oder drei Pferde, die sich bis zum Derby noch weiterentwickeln werden, so dass ich im Moment kein Pferd hervorheben will. Rapido macht im Moment einen prächtigen "Schuß". Er kann stehen, kann beschleunigen, und auch er hat Klasse.

Hätten Sie vor zwei Jahren gedacht, mit Lucky Lion einmal Mitfavorit im Derby zu sein?

Nein, soweit habe ich gar nicht gedacht. Mich hat dieses Pferd aber in seinen Bann gezogen.

Sie haben das Derby noch nie gewonnen. Was war Ihr bislang bestes Abschneiden in diesem Mega-Rennen?

Lirac war Zweiter, vielleicht deswegen nur Zweiter, weil er um seinen Stallgefährten Monos herum musste ! Ich sag' s ja, Glück muss man haben!

Wie sehen für Lucky Lion die letzten Stunden/Tage vor Ort aus?

Er verändert sich, geht zur Arbeit entspannt am langen Zügel, die Kondition reicht jetzt schon für die 2400 Meter, also viel zu machen ist nicht mehr, es darf nur nichts dazwischen kommen.

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