Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Sea The Moon der Mega-Sieger im 145. IDEE Deutschen Derby

Der Mond überstrahlt alles

Hamburg 6. Juli 2014

Die Galopprennbahn Hamburg-Horn stand am Sonntag Kopf. Die rund 20.000 Zuschauer erlebten im IDEE 145. Deutschen Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m) einen der atemberaubendsten Sieger in der langen Historie des wichtigsten hiesigen Pferderennens. Denn was der aus der Zucht und im Besitz des Gestüts Görlsdorf der Familie Bischoff-Lafrentz (aus der Uckermark) stehende dreijährige Hengst da auf den Rasen zauberte, gehört zum Besten, was man bei uns je gesehen hat.

Alles Vertrauen der Wetter in den 28:10-Favoriten aus dem Köln-Heumarer Rennstall von Trainer-Newcomer Markus Klug war mehr als berechtigt. Denn mit sage und schreibe elf Längen marschierte Sea The Moon im 18er-Feld in sagenhafter Weise auf und davon. Und die vielen Anhänger der zuvor bei drei Starts noch ungeschlagenen Hengstes brauchten in keiner Phase des Rennens zu schwitzen. Sein eigens aus Frankreich eingeflogener Jockey-Superstar Christophe Soumillon (gebürtiger Belgier) - er ersetzte den bisherigen Jockey Andreas Helfenbein - beorderte ihn schon bald an die Spitze, dahinter reihten sich mit Wild Chief und Lucky Lion die weiteren Favoriten ebenso ein wie der Außenseiter Karltheodor und Speedy Approach.

Und die Tempofahrt von Sea The Moon ging bald los. Schon Mitte der Gegenseite hatte der heiße Favorit schon hzwei Löngen Vorsprung auf Wild Chief, Geoffrey Chaucer, Lucky Lion, den außen aufrückenden Giant’s Cauldron, Eric an der Innenseite und Speedy Approach.

Ein Raunen ging vor der Zielgeraden durch die Menge. Denn Christophe Soumillon tat etwas ganz Ungewöhnliches. Er beorderte Sea The Moon ganz an die Außenseite. Und dort spurtete der Star-Galopper los, wie es ihm beliebte. Schon weit vor dem Ziel konnte ihn sein Jockey austrudeln lassen, und dennoch gewann Sea The Moon „mit der halben Bahn“. Der Beifall kannte keine Grenzen mehr.

„Das Derby zu gewinnen, war ein Lebenstraum von mir. Dieser Traum ging nun in Erfüllung. Mir fehlen etwas die Worte“, gab Trainer Markus Klug (38) zu, der im Gestüt Röttgen eine große Karriere hinlegt und aktuell die Trainer-Statistik anführt. Damit war noch vor Jahren kaum zu rechnen, als er in Iffezheim als Besitzertrainer arbeitete. „Solch eine Dominanz hatte ich nicht erwartet, obwohl Sea The Moon das beste Pferd ist, das ich je trainiert habe. Nun steuern wir den Großen Preis von Baden an.“

Eine Klasse-Vorstellung gab auch Lucky Lion als Zweiter, dieser Platz war völlig ungefährdet. Ich bin rundum zufrieden. Auch wenn es schade ist, dass ausgerechnet in diesem Jahr solch ein Überflieger wie Sea The Moon dabei sein muss. Der Dallmayr-Preis in München ist sein nächstes Ziel“, berichtete sein Betreuer Andreas Löwe.

Mit viel Einsatz raufte sich der Riesenaußenseiter Open Your Heart auf den dritten Platz. „Besser geht es nicht. Das war das i-Tüpfelchen, denn wir haben im Gestüt Karlshof auch die Mutter von Sea The Moon gezogen, das ist eine Schwester von Derbysieger Samum“, ließ Besitzerin Michaela Faust durchblicken.

Das Rennen seines Lebens lief der große Außenseiter Eric als Vierter vor dem Mitfavoriten Wild Chief (Fünfter), der sich aus bester Lage ebensowenig steigern konnte wie Speedy Approach. Der Rest hatte nie eine Chance, dazu gehörten auch die beiden nachgenannten Gäste aus dem Ausland – Scheich Mohammeds Pinzolo wurde 15., der Ire Geoffrey Chaucer 17.

Weitere News

  • Nächster Test für die Klassiker

    Düsseldorf hat ein Herz für Stuten

    Düsseldorf 27.04.2017

    Düsseldorf hat ein Herz für Stuten. Auf der Bahn am Grafenberg gehen Jahr für Jahr die Klassiker für die Pferde-Ladies über die Bühne. Da versteht es sich von selbst, dass auch die passenden Vorbereitungsrennen hier ausgetragen werden. Ein solcher Test für die 1.000 Guineas ist am Sonntag der Henkel-Stutenpreis (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.600 m, 7. Rennen um 16:55 Uhr).

  • Kazzio ist die große Attraktion in Mannheim

    Badenia das Ereignis für Hindernisfans

    Mannheim 27.04.2017

    Es ist einer der wichtigsten Renntage der Saison für die Freunde des Hindernissports, der zweite Termin in 2017 an diesem Sonntag auf der Galopprennbahn in Mannheim und der Highlight-Tag in der nordbadischen Großstadt. Mit dem 114. Großen Heinrich Vetter-Badenia-Jagdrennen, kurz „Badenia“ genannt (Listenrennen, 15.000 Euro, 4.200 m, 7. Rennen um 17:15 Uhr) steht ein traditionsreiches Top-Event auf der Jagdbahn an.

  • Mit Guignol auch ein zweiter deutscher Crack im Prix Ganay?

    Allofs-Ass Potemkin zurück im Rampenlicht

    Chantilly/Saint-Cloud/Hong Kong 26.04.2017

    Deutsche Pferde sind am verlängerten Wochenende wieder in internationalen Großereignissen im Einsatz. Zwei Gruppe I-Gewinner geben sich am Montag in Saint-Cloud die Ehre. Bei der Galopper des Jahres-Wahl belegte er einen ausgezeichneten zweiten Platz, am Maifeiertag startet er in seine neue Rennsaison: Potemkin, im Besitz von Fußball-Manager Klaus Allofs und der Stiftung Gestüt Fährhof stehender sechsjähriger Wallach und Seriensieger 2016, absolviert seinen mit Hochspannung erwarteten ersten Saisonstart in Saint-Cloud.

  • Verjüngung des Vorstands in Dortmund

    Andreas Tiedtke als Präsident wiedergewählt

    Dortmund 26.04.2017

    Pressemitteilung des Dortmunder Rennvereins: Mit großer Mehrheit ist Andreas Tiedtke auf weitere drei Jahre als Präsident des Dortmunder Rennvereins in seinem Amt bestätigt worden. Gleichzeitig leitete der Verein auf seiner Mitgliederversammlung am Dienstag auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel eine deutliche Verjüngung des Vorstands ein.

  • Interessante Dreijährige und Besitzertrainer-Cup

    Magdeburger Saisonauftakt am frühen Samstag

    Magdeburg 26.04.2017

    Die Rennbahn Magdeburg hat in den vergangenen Jahren einen spürbaren Aufwind erfahren. Dank der engagierten Leitung von Präsident Heinz Baltus und seiner Mannschaft geht es hier deutlich voran, was sich allein schon in der Anzahl an sechs Rennterminen 2017 ausdrückt. Am Samstag startet man auf der idyllischen Bahn am Herrenkrug in die neue Rennsaison. Als Alleinveranstalter in Deutschland stehen die Chancen auf einen gelungenen Tag mehr als günstig.

 
 

Newsletter abonnieren

Champions League

GERMAN RACING

Erlebnissport der Extraklasse.
Unter der Dachmarke “GERMAN RACING” werden spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen abgehalten. Seit 188 Jahren bestehen Pferderennen als ältester organisierter Sport in Deutschland. Ein echter Klassiker!

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm