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Mit Papagena Star Triumph zum Hamburger Finale

Helfenbein back on stage

Hamburg 8. Juli 2014

Vor zwei Tagen hatte Andreas Helfenbein beim Derby-Sieg von Sea The Moon noch zuschauen müssen, doch zum Abschluss der Hamburger Derby-Woche am PMU-Dienstag bildete er mit Trainer Markus Klug wieder ein Erfolgsteam: Im Großen Preis von Lotto Hamburg (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.200 m), zu dem pünktlich der heftige Regen einsetzte, triumphierte die Köln-Heumarer Mannschaft mit der Co-Favoritin Papagena Star (37:10). Die Familie Renz hatte die in Irland gezogene Amadeus Wolf-Tochterbei der BBAG-Auktion für 14.000 Euro ersteigert und landete nun beim siebten Karrierestart den zweiten Treffer - Rang vier im Hoppegartener Diana-Trial war schon eine erstklassige Leistung gewesen.

„Ich hatte mir schon ausgerechnet, hier Erster oder zweiter zu sein. In Hoppegarten hatte sie kein ideales Rennen. Der weiche Boden kam ihr noch entgegen. Wir steuern nun den Preis der Diana an“, gab Markus Klug zu Protokoll, der in dem Klassiker Anfang August in Düsseldorf mit drei Kandidatinnen vertreten sein dürfte. Neben Papagena Star handelt es sich um Weltmacht und Wunder. Diese wird dort mit ziemlicher Sicherheit nach eigener Aussage Andreas Helfenbein steuern.

Bis vor der Geraden ließ er sich mit Papagena Star von der schnell geschlagenen Turmalina führen, dann zog vom letzten Platz die Favoritin Lacy innen auf einen Rush nach vorne, musste die Konkurrentin aber bald wieder ziehen lassen. „Sie hat innen vielleicht etwas schnell Boden gutgemacht. Wir sind mit dem zweiten Rang zufrieden und gehen nun in den Preis der Diana“, ließ Simon Stokes (Gestüt Fährhofs Racing Manager) verlauten.

Deutlicher zurück rettete Oriental Magic den dritten Platz (Filip Minarik: „Das war super“) gegen die noch gut anziehende Kaldera. Die übrigen Kandidatinnen ließen spürbar nach.

Zur äußerst lukrativen Quote von 60:10 setzte sich der Ittlinger Aldo (achter Meetingstreffer von Adrie de Vries) im einleitenden 2.200 Meter-Rennen für Dreijährige in Szene. „Er hatte beim ersten Start einen Infekt. Wir gehen mit ihm die kleine Tour“, berichtete Trainer Peter Schiergen, nachdem sein Schützling zuletzt die größeren Reserven als die lange führende Sarina entwickelte. Blue Marlin kam zum Schluss immer besser in Fahrt.

Nach einer Reihe von Platzierungen reichte es in einem 1.400 Meter-Ausgleich III zum ersten Meetingstreffer des Holländers John Smith – mit der hier vor wenigen Tagen bereits zweitplatzierten Millies Quest (57:10, F. Minarik). Gegen den stark laufenden Nandolo legte die Stute immer wieder zu. „Mit dem leichten Gewicht wollten wir schon mitmischen. Daher sind wir extra nach dem ersten Start nicht nach Hause gefahren“, signalisierte der Coach.

Und schon eine Stunde später gab es gleich einen weiteren Treffer für den Meetingsspezialisten John Smith - mit dem stark gewetteten Eastern Flyer (29:10, neunter Sieg für Adrie de Vries in Horn), der in einem meilen-Handicap souverän an Bear Paolina, Coya und Humphrey davonspurtete. „Er war hier schon zuletzt gut gelaufen und musste beste Chancen haben“, kommentierte Smith. Die Viererwette bezahlte 12.079:10 Euro.

Auch der Belgier Stephen Hellyn erlebt eine großartige Derby-Woche. Auf Ante Portas (76:10) aus dem Stall von Yasmin Almenräder, die er vom letzten Platz außen noch zum Erfolg führte, markierte er im 1.400 Meter-Ausgleich III seinen fünften Meetingssieg gegen den ebenfalls noch fein aufkommenden, dauerplatzierten Leoderprofi und Pepper Dynamite. „Sie braucht nur ein schnelles Rennen, dann geht das“, versicherte Hellyn.

Mehr als überfällig war der Sieg des von Besitzertrainer-Champion Ferdinand Leve trainierten Haus Ittlingers Fly First (33:10, N. Richter) im 1.800 Meter-Ausgleich II. Doch bis es soweit war, mussten seine Anhänger mächtig schwitzen. Von einem der letzten Plätze schlüpfte der Wallach innen durch und wich dann immer weiter nach außen. Dort schnappte er ganz spät noch die schon in Sicherheit geglaubte Queenie. Agama wurde gute Dritte, sie hielt vorne bestens stand. Titania (Fünfte) wurde im Finish von Fly First behindert, war unter Wert geschlagen. Es gab einen Gewinnausgleich in Höhe des vierten Geldes.

„Wir hoffen auf weichen Boden“, hatte Trainer Dr. Andreas Bolte gesagt. Und die heftigen Regenfälle sorgten für passende Bedingungen bei seiner Handicap-Debütantin La Carolina (73:10, dritter Tagessieg und zehnter Meetingscoup für Adrie de Vries in einem 2.200 Meter-Ausgleich IV. Start-Ziel konterte die Silvano-Tochter alle Angriffe von Golden Rose, Abbanandi und Clivia. Die Viererwette bezahlte 81.355:10 Euro.

Bei strömendem Regen sicherte sich die von Uwe Stech in Hoppegarten vorbereitete Flying Dreams (40:10, T. Hofer) das Amazonenreiten (Ausgleich III, 2.200 m) mit starkem Schlussspurt vor Neapel und Naaseh. Aus Sicherheitsgründen (Gewitter, Dauerregen, hereinbrechende Dunkelheit) musste das Seejagdrennen abgesagt werden.

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