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Finale furioso im Großer Preis der VGH Versicherungen

Red Dubawi zeigt in Hannover Powerspeed

Hannover 13. Juli 2014

Wenn man so will, war es der Sieg eines Außenseiters, der kein wirklicher Außenseiter war. Denn nach Form musste man Zalim Bifovs Red Dubawi im Großen Preis der VGH Versicherungen immer mit auf der Rechnung haben. Schließlich hatte der Hengst seinen Sensationserfolg in Baden-Baden unlängst in Dortmund schon nachdrücklich bestätigt, obgleich ihm Distanz zuletzt schon etwas weit geworden war. In Hannovers Saisonhöhepunkt ging es wie in Iffezheim wieder über 1.600 Meter, und am Ende passte im mit 70.000 Euro dotierten Gruppe-II-Test für ihn alles wie mit Zirkel und Lineal geplant. Mit Eddy Hardouin im Sattel tauchte der Schützling von Erika Mäder im Endkampf auf einmal auf wie aus dem Nichts heraus und nahm mit einem wahren Powerspeed der schon im sicheren Hafen geglaubten klassischen Siegerin Ajaxana noch den Sieg.

Mit Odds von 162:10 machten alle, die an ihn geglaubt hatten, eine ungewöhnlich gute Kasse auf den vermeintlichen Außenseiter. Vor dem Hintergrund, dass mit Ajaxana und Amaron zwei absolute Formpferde auf den beiden folgenden Plätzen landeten, lieferte Red Dubawi erneut eine Leistung mit Hand und Fuß, und man darf fast sicher sein, dass der von Erika Mäder so glänzend wieder auf Kurs gebrachte Dubawi-Sohn so schnell nicht mehr unterschätzt wird. Jene Zeiten, dass Red Dubawi - wie zuletzt noch während der Wintermonaten in Dubai – ständig nur ein Statistendasein fristet, scheinen endgültig vorbei zu sein.
Ajaxana, die auch in der Niederlage ein großes Rennen lief, bestätigte auf jeden Fall ihren klassischen Erfolg in den German 1.000 Guineas, wie auch Amaron vollends im Rahmen seiner guten Gesamtform geblieben ist.

Für Ajaxanas Siegreiter Anthony Crastus hatte es übrigens zuvor bereits ein kleines Trostpflaster gegeben, denn mit Sheikh Mohammeds dreijähriger Sarinda konnte er sich den Großen Preis der Landschaftlichen Brandkasse Hannover sichern, ein mit 25.000 Euro dotiertes Listenrennen über 2.000 Meter und zugleich das zweitwichtigste Ereignis des Großkampftages auf der Neuen Bult.

Die von Henri Alex Pantall trainierte Dreijährige hatte Ende Mai in Baden-Baden bereits nur die hochtalentierte Altersgefährtin Wunder vor sich gesehen. Durchaus denkbar, dass man die wie Red Dubawi vom renommierten Beschäler Dubawi stammende Stute schon Ende Juli in München-Riem im Dallmayr Coupe Lukull wiedersehen wird.

Auch für das Gestüt Winterhauch, für Trainer Andreas Löwe sowie für Jockey Fabien Lefebvre, also das Team um Amaron, klang der Trip nach Hannover noch mit einem Erfolgserlebnis aus, da sich der vierjährige Moscatello nach seinem jüngsten Ausgleich-III-Erfolg in Langenhagen nun auch noch im Preis der VGH Vertretung Christian Jörres, Hannover und damit eine Handicap-Stufe höher schadlos halten konnte.

Der ersten Programmhälfte hatte, was keinesfalls unterschlagen werden darf, vor allem Jockey Eduardo Pedroza seinen Stempel aufgedrückt , als er nacheinander erst mit Marju Prince und Majestic Hope die ersten beiden Rennen gewann, ehe er sich dann die vierte Tagesprüfung mit North Mum holte. Das war zwar kein lupenreiner Hattrick, aber eine schöne Erfolgssträhne allemal.

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