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Virginia Sun auch in Düsseldorf erfolgreich

Senior Dragan Ilic siegt wie einst im Mai

Düsseldorf 16. Juli 2014

Zwei Starts, zwei Siege – die Bilanz der Stute Virginia Sun bleibt weiter makellos. Nachdem die Doyen-Tochter aus dem westfälischen Gestüt Auenquelle bereits ihr Debüt Mitte Juni in Krefeld erfolgreich gestaltet hatte, gewann die von Jens Hirschberger betreute Dreijährige auch bei ihrem zweiten Start. Der hatte sie nach Düsseldorf zum dortigen dritten diesjährigen After-Work-Renntag geführt. Wie der Titel der Auftaktprüfung schon deutlich machte, stand der Termin auf dem Grafenberg einmal mehr in Zeichen der PMU. Doch bis Virginia Sun die Sache im Preis der German Tote/PMU Partnerschaft unter Stephen Hellyn in den Griff bekommen hatte, dauerte es schon etwas. Vor allem musste die Stute den Widerstand der stark laufenden Schlenderhanerin Identity brechen, die mit viel Kampfgeist dagegenhielt, immerhin aber noch Rang zwei vor Nauka und Laura behaupten konnte. Die große Attraktion in der ersten Programmhälfte war allerdings der Erfolg des Wallachs Cuore de Lute. Was indes weniger der Tatsache geschuldet war, dass der El-Lute-Sohn als Fünfjähriger endlich seine Maidenschaft ablegen konnte. Gefeiert wurde vor allem sein Reiter und Trainer, der inzwischen 59-jährige Dragan Ilic.

Über 15 Jahre ist es schließlich her, seit er die Rennstiefel an den Nagel gehängt hatte. Schon vor einiger Zeit hatte Dragan Ilic sie aber erstmals wieder angezogen gehabt, nachdem die deutsche Rennordnung die grundlegende Änderung erfuhr, nach der auch Trainer ihre Pferde im Rennen reiten können. Diese Möglichkeit hatte der aus dem einstigen Jugoslawien nach Deutschland gekommene frühere Publikumsliebling in den vergangenen Wochen zwar bereits öfter wahrgenommen und dabei auch schon gezeigt, dass er noch nichts verlernt hat.

Jetzt jedoch gab es endlich einmal den verdienten Applaus für den ersten Sieg nach dieser Reaktivierung, der ausgerechnet noch in Düsseldorf Realität wurde, wo der jetzige Iffezheimer Trainer ja besonders gute Jahre als Stalljockey keines Geringeren als von Trainer Peter Lautner gehabt hatte. Dragan Ilic ritt quasi wie einst im Mai, und gerade die etwas Älteren unter den Grafenberger Besuchern mögen sich kurzzeitig zurückversetzt gefühlt haben in jene Zeit, als dieser Senior-Jockey noch zur Spitze der damaligen Reiter-Elite gezählt hatte.

Den ersten Ausgleich III des Tages gewann gleich danach der Tertullian-Sohn Shady mit Eugen Frank im Sattel für Besitzerin Iris Kuckelkorn und Rainer Krapp als Trainer gegen Full Pelt und Saturday sowie den etwas unglücklichen Oquawka.

Mit einer wahren Energieleistung holte sich die Röttgenerin Sharin dann den Dehner Garten Center-Preis, das zweite Ereignis auf der Karte für die Dreijährigen. Dabei bestätigte die Areion-Tochter in der Hand von Andreas Helfenbein einmal mehr die großartige Stallform von Trainer Markus Klug gegen Genaro und Lacoper. Genau vor 13 Monaten hatte Sharin übrigens bei ihrem Kölner Debüt schon gewonnen und den populären Schecken Silvery Moon schlagen können.

Der zweite Ausgleich III ging kurz vor Ende der Veranstaltung an den von Christian J.M. Wolters in den Niederlanden betreuten Wallach Red Trump mit Filip Minarik im Sattel, ehe die letzte diesjährige Düsseldorfer Mittwoch-Veranstaltung ihr Ende nahm mit einem bemerkenswerten Comeback des Samum-Sohnes Nordsommer. Schließlich war der Wallach von Maria Magdalena Höll seit der vorjährigen Großen Woche in Baden-Baden ja nicht mehr draußen gewesen.

Trainer Karl Demme hatte mithin ganze Arbeit geleistet, denn die vom zum zweiten Mal erfolgreichen Andreas Helfenbein eingeschlagene „Immer-vorwärts-Taktik“ zermürbte förmlich die gesamte Konkurrenz, wobei die Schlussprüfung nebenbei den Titel trug: Preis vom 156. Henkel-Preis der Diana am 03.08.2014.Was alle Besucher vor dem Heimweg noch einmal nachdrücklich daran erinnerte, dass schon in Kürze wieder ein veritabler Großkampftag auf dem Grafenberger Veranstaltungskalender steht.

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