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Hoppegartener Sommerpreis wird Beute von Simba

Üppige Siegbörse für Ingrid und Markus Jooste

Berlin-Hoppegarten 20. Juli 2014

Man könnte es ganz salopp einen finanziellen „Schluck aus der Pulle“ nennen. Denn immerhin sind 40.000 Euro Siegdotierung kein Pappenstiel. Zumal noch in einem Listenrennen, weshalb der Hoppegartener Sommerpreis zu Recht den Zusatztitel „Deutschlands höchstdotiertes Listenrennen“ trägt. Der dreijährige Simba sorgte dafür, dass dieser „Schluck“ an die Besitzergemeinschaft Ingrid und Markus Jooste ging. Zwei Rennpferde-Eigner, die auch im südafrikanischen Turf engagiert sind und nun dank Simba ebenso hierzulande zunehmend ins Rampenlicht treten dürften. Als 23:10-Favorit siegte der Fuchs und einzige Dreijährige im Feld leicht mit drei Längen. Und sein Reiter Eduardo Pedroza war sicher gut beraten, die lange weit vor dem Feld marschierende S Arancha zeitig zu attackieren. Die gewissermaßen unbekannte Größe, die aus Russlands Hauptstadt Moskau zu uns gekommen ist, gab ein überraschend eindrucksvolles Deutschlanddebüt, selbst wenn sie zuletzt nur als Sechste durchs Ziel ging. Drei Längen hinter dem in allen Belangen überzeugenden Wöhler-Schützling sah man im Ziel letztendlich Red Lips und Maningrey auf den nächsten Plätzen, ohne dass allerdings auch nur einer von ihnen für Simba irgendwie gefährlich werden konnte.

Dahinter nahmen im mit insgesamt 80.000 Euro dotierten Premium-Listenrennen, das im Übrigen noch mit fünf Platzgeldern ausgeschrieben war, Messi und Belango die weiteren Ränge vor der schon erwähnten S Arancha ein, hinter der lediglich noch Szoff und Combat Zone ankamen.
Simbas Favoritenstellung war natürlich nicht von ungefähr gekommen, hatte der Fährhofer Teofilio-Sohn doch zuvor als Zweiter hinter dem Mitteldistanz-Könner Amaron im Großen Preis der Wirtschaft in Dortmund schon einmal eine Lanze für den Derby-Jahrgang gebrochen. Jetzt könnte es für den Baden-Badener 100.000-Euro-Zuschlag im Münchener BBAG Auktionsrennen oder im Großen Preis der Sparkasse in Krefeld auf Gruppe-III-Level weitergehen.
Simbas Sieg passte nebenbei komplett in den Rahmen, denn die Kavallerie von Trainer Andreas Wöhler war in Hoppegarten bei herrlichem Sommerwetter ohnehin eines der beherrschenden Elemente innerhalb der gesamten sportlichen Dramaturgie.

Den Anfang hatte der im Spaziergang für Qatar Racing gewinnende zweijährige Rogue Runner gemacht. Und unmittelbar vor Simbas Sieg war auch der allgemein erwartete Erfolg des dreijährigen Lexceed für den Stall Neckar früh in trockene Tüchern gelangt.

Damit hatte allein das Team Wöhler-Pedroza drei von sieben Rennen auf der Parkbahn auf sein Konto gebracht. Und da Adrie de Vries zurzeit in einer Hochform agiert, wie sie kaum besser sein könnte, schaute die restliche Jockey-Zunft am Ende des Tages ziemlich desillusioniert in die Röhre.

Der „Fliegende Holländer“ startete mit einem Sieg auf der Stute Kenia, schnappte sich dann das beste Handicap nach einer wahren reiterlichen Fein- und Maßarbeit mit dem vierjährigen Leo el Toro und legte direkt darauf mit der Stute Pepita gleich noch ein weiteres Mal nach, sodass im Handumdrehen ein lupenreiner Hattrick perfekt war.

Zum guten Schluss war es Nachwuchsmann Youssef Echariaa vorbehalten, die Phalanx der beiden Jockey-Giganten zu durchbrechen. Das letzte Rennen war dann allein seines, wobei er mit der Außenseiterin Be Our Queen nicht nur für seinen Lehrherrn Roland Dzubasz punktete, sondern zugleich die deutlich kürzer stehende Trainingsgefährtin La Luneta auf den Ehrenplatz verwies.

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