Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Großartige Kür von „Seekönigin“ Indian Sun

Stimmungsvoller Ausklang in Bad Harzburg

Bad Harzburg 27. Juli 2014

Es war höchst eindrucksvoll und schon ein kleines Erlebnis, in diesem Jahr dem Schlussakt auf der Bad Harzburger Meetings-Bühne beigewohnt zu haben. Denn bevor der Vorhang hinter die Rennwoche 2014 am Fuße des Brockens fiel, gab es noch einmal ganz großes Kino, und dessen Hauptdarstellerin hieß: Indian Sun. Die neunjährige Tannenkönig-Tochter spielte – um im Bild zu bleiben – im Preis der Bauwirtschaft alle anderen Mitakteure regelrecht an die Wand. Nachdem Indian Sun bereits am ersten Sonntag in Bad Harzburg das Seejagdrennen gewonnen hatte, inthronisierte sie sich mit ihrem zweiten Erfolg in dieser wieder durch das nasse Element führenden finalen Steeplechase der Rennwoche erwartungsgemäß zum neuen „Bad Harzburger Seekönig“, wie es offiziell heißt. Doch faktisch ist es 2014 natürlich eine „Seekönigin“. Unter Cevin Chan, der sie auch vor acht Tagen bereits geritten hatte, nahm die Stute gleich das Heft in die Hand und gab es nicht mehr ab. Aber es war kein gewöhnlicher Sieg, vielmehr eine regelrechte Kür, die Stall Moorbocks Steeplerin vor einem begeisterten Publikum mit einer selten gesehenen Leichtigkeit und Souveränität absolvierte. Was der Pflegebefohlenen von Trainer Pavel Vovcenko bereits reichte, um überlegen vor Supervisor und Sweet Chloe das Ziel zu passieren.

Wieder hatte der tapfere Supervisor seine besten Szenen im See. Der vierbeinige „Oberschwimmmeister“ konnte hier für Sekundenbruchteile einmal Druck auf die spätere Siegerin ausüben, die dann jedoch sofort wieder Herrin der Lage war und zu guter Letzt als reine Alleinunterhalterin brillierte.

Und fast alle der in Bad Harzburg versammelten Kenner der deutschen wie auch internationalen Hindernisszene meinten unisono, dass ihr Umfeld es in den nächsten Monaten mit ihr noch einmal in Frankreich versuchen sollte, selbst wenn Indian Sun in Compiegne erst Anfang Juni völlig unter Wert geschlagen war.

In der momentanen Verfassung ist diese Stute jedenfalls eine Augenweide für alle Freunde des Hindernissports, die zum Ende des Meetings alle ihre Gegner auf einer 3.550-Meter-Strecke zu Statisten degradierte. Neben Supervisor und Sweet Chloe waren das noch Coyaique, Mister Moon und Alanco, die allesamt immerhin tapfer durchstanden und vor allem auch unbeschadet ins Ziel kamen.

Mit zehn Rennen gab es zum Abschluss noch einmal eine wahre Mammutkarte, und zum Glück blieben die Wettergötter stets günstig gestimmt. Zwar drohten auch jetzt wieder ein paar Gewitterwolken, doch blieb es gottlob bei dieser Drohung. Gleich zu Beginn des Programms fuhr der Wallach Namechek bereits seinen zweiten Meetings-Erfolg ein, und auch der zuvor schon in Bad Harzburg zweitplatzierte House of Orange schien diesmal als Gewinner zur Waage zurückkommen zu können. Doch machte ihm der 163:10-Außenseiter Gypsy Ballad schließlich doch noch einen dicken Strich durch die Rechnung.

Bei den Dreijährigen behauptete sich später die Stute Kiss me Kate, ehe Trainer Lutz Pyritz zu einem Doppelschlag mit seinen Schützlingen Coca und Bear Paolina ausholte, die beide obendrein im Besitz des Stalles TGM sind. Als sei er dadurch erst richtig auf den Geschmack gekommen, folgte dann auch noch der Treffer Nummer drei des Dresdener Trainers mit dem sechsjährigen Cosinus im einzigen Ausgleich III des Schlusstages.

Vor dem späteren Triumph mit Indian Sun hatte nebenbei auch Pavel Vovcenko bereits ein Erfolgserlebnis mit dem Halbblüter Baguss gehabt, bevor das letzte Flachrennen an den Hengst Southern Dancer und damit nach Tschechien ging. Da dessen Jockey René Piechulek schon den Außenseiter Gypsy Ballad zum Erfolg geritten hatte, zählte auch der einstige Lehrling von Trainer Christian Freiherr von der Recke noch zu den Doppelsiegern eines stimmungsvollen Schlusstages beim Meeting 2014 in Bad Harzburg.

Champions League

Weitere News

  • Sechsjähriger Hengst imponiert im Dortmunder Sommer-Grand Prix

    Wild Chief der Chef im Großen Preis der Wirtschaft

    Dortmund 25.06.2017

    Der sechsjährige Hengst Wild Chief hat auf der Galopprennbahn Dortmund-Wambel den 30. Großen Preis der Wirtschaft – Alfred Zimmermann-Memorial gewonnen. Das mit 55.000 Euro dotierten Rennen zählt zur Europa-Kategorie Gruppe 3 und führt über 1.750 m. Es ist neben dem St. Leger im Herbst die sportlich wichtigste Prüfung des Jahres in Dortmund.

  • Publikumsliebling Silvery Moon wird diesmal Vierter

    Action Please und andere „Oldies“ in München vorne

    München 25.06.2017

    Er war der große Publikumsliebling, von keinem anderen Pferd dürften vorher so viele Fotos gemacht worden sein wie mit Silvery Moon, dem „schnellsten Schecken der Welt“. Der wegen seines ungewöhnlichen Aussehens auch gerne als „Indianerpferd“ bezeichnete Hengst gab am Sonntag ein Gastspiel auf der Galopprennbahn in München-Riem. In einem 1.600 Meter-Ausgleich III lief er als Mitfavorit auch wieder ordentlich, doch mehr als der vierte Platz beim 46. Karrierestart war für ihn diesmal nicht drin.

  • Torqueville überrascht auf der heimischen Bahn

    Magdeburger Sieg im Magdeburger Highlight

    Magdeburg 24.06.2017

    Der Preis der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH, ein Ausgleich III über 2400 Meter, war das Highlight am Samstag beim Renntag im Magdeburger Herrenkrug. Und durch den von Marc Timpelan trainierten, auch in seinem Besitz stehenden, und von dem Ex-Profijockey auch selbst gerittenen Torqueville gab es dabei einen Heimsieg.

 
 

Newsletter abonnieren

GERMAN RACING

Erlebnissport der Extraklasse.
Unter der Dachmarke “GERMAN RACING” werden spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen abgehalten. Seit 188 Jahren bestehen Pferderennen als ältester organisierter Sport in Deutschland. Ein echter Klassiker!

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm