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bwin BBAG Auktionsrennen Dresden für Ittlingen

Sovalla bekommt alles in den Griff

Dresden 2. August 2014

Schon rein rechnerisch sah das bwin BBAG Auktionsrennen Dresden ja keineswegs so schlecht aus für Gestüt Ittlingens Sovalla. Und dementsprechend bekam die Dreijährige zu guter Letzt auch alles nahezu plangenau in den Griff. Gleichwohl hatte es lange danach ausgesehen, als könne der Wallach Key to fun seine beizeiten eroberte Führung auch ins Ziel bekommen. Doch die fünf Kilo Gewichtsunterschied zu Sovalla machten ihm auf dem allerletzten Stück erheblich zu schaffen, was dem Leichtgewicht vollends in die Karten spielte und ihm zu einem sehr sicheren Sieg verhalf. Dies war aber keineswegs der einzige Rückschlag, den Key to fun hinnehmen musste. Auch der mit enormem Speed auf den letzten Metern gut ins Rennen findende Genaro packte den nahezu ständigen Pacemaker noch und schnappte ihm hauchdünn mit einer Nase das zweite Platzgeld weg.

Nachdem Trainer Peter Schiergen bereits im Juni mit Gestüt Ammerlands Bermuda Reef den bwin Sachsen-Preis an Land und nach Köln geholt hatte, angelte er sich nun mit dem bwin BBAG Auktionsrennen einen weiteren dicken Fisch in Dresden, wo es diesmal immerhin eine Siegdotierung von 25.000 Euro gab.

Gleichzeitig lebte mit diesem Erfolg die alte Verbindung seines Weidenpescher Stalles Asterblüte mit Jockey Filip Minarik wieder einmal auf. Der über viele Jahre für ihn tätige Ex-Champion hatte Sovalla bereits zeitig ganz innen eine exzellente Ausgangsposition verschafft, um dann in der Geraden den entscheidenden Zugriff auf den tatsächlich lange wie der Sieger galoppierenden Key to fun einzuleiten.

Nach der im vergangenen Jahr als Lokalmatador erfolgreichen Al La Carte sah das Dresdener Publikum damit auch 2014 wieder einen Stutensieg. Und wenn nicht alles täuscht, dürfte Sovalla bei diesem Erfolg kaum stehenbleiben. Eines ihrer nächsten Ziele könnte jetzt sogar auf Listenebene liegen, und zwar in Düsseldorf im Großen Sparkassenpreis am 24. August.

Im Ittlinger Lager wird man sich besonders darüber gefreut haben, dass es sich bei der Dreijährigen um eine Pomellato-Tochter handelt. Der Big-Shuffle-Sohn gewann schließlich für Ittlingen unter anderem die Maurice Lacroix Trophy in Baden-Baden und vor allem auf Gruppe-II-Level das Criterium de Maisons-Laffitte in Frankreich, wo der exzellente Zweijährige bislang auch als Beschäler wesentlich profilierter ist als hierzulande.
Sovallas Mutter, die von Marju stammende Soiree de Vienne, hatte vor einigen Jahren mit Sina im Übrigen schon einmal Stute auf der Bahn, die es bis auf eine Einschätzung von 90 Kilo im Generalausgleich brachte.

Vorher hatte es bei herrlichem Sommerwetter zunächst eine herbe Enttäuschung für alle Favoriten-Wetter gegeben, da sich die heiße 13:10-Favoritin Karpina im einleitenden German Tote Cup nicht durchsetzen konnte und bereits früh der von Christian Zschache trainierten Albizia das Feld überlassen musste. Wie stets wurde der Hoppegartener Trainer natürlich auch wieder als Besitzer der Tertullian-Tochter geehrt, die zudem Jockey Daniele Porcu einen schönen Tageseinstand bescherte.

Der anschließende Münchener Erfolg von Gestüt Jettenhausens Sotogrande aus dem Quartier von Werner Glanz war unter Tamara Hofer ebenfalls eine vergleichsweise klare Angelegenheit, wie auch der erste Ausgleich III der Karte zeitig von Jockey Martin Seidl eingetütet worden war. Auch wenn sich die aus Tschechien angereiste und von Trainer Jürgen Albrecht betreute vierjährige Delegation im bwin Sommerpreis nur mit einer halben Länge und Hals vor Mr Beauregard und Burschentanz behauptete. Erst auf Platz vier endete der Favorit It`s Tiger. Doch trotz der Außenseiterquote von 203:10 für die Gewinnerin wurde die Viererwette getroffen und brachte die stolze Quote von 106.985:10.

Das zweite Handicap der Güteklasse III ging dann an die Görlsdorferin Heiße Schokolade, auf der Eduardo Pedroza zunächst eine ruhige Tempovorgabe machte, um dann mit einem schnellen Satz vor Erreichen der Geraden der Konkurrenz zu enteilen. Der Pflegebefohlenen von Roland Dzubasz konnte im Gohr-Dienstleistungen Cup im Prinzip nur noch ein einziger Gegner entscheidend folgen, aber Echo Alpha schaffte es dann nicht mehr, das Blatt zu wenden.

Nahezu einen Kampf auf biegen oder brechen lieferten sich später überdies der 120:10-Außenseiter und Lippitsch-Schützling France Extreme, der mit Natalie Arendsen im Sattel letztlich auch knapp das bessere Ende bekam, und die Stute Bear Paolina.

Und nach alter Dresdener Sitte machte der letzte Ausgleich auf der Karte über den Renntitel „ Auf Wiedersehen zum GELOS Renntag am 07. September“ gleichzeitig wieder ein wenig Werbung in eigener Sache. Für Nachwuchsreiter Tommaso Scardino wurde es nach seinem ersten Erfolg während des Bad Harzburger Meetings vor allem aber Sieg Nummer zwei mit der am Platz von Lutz Pyritz vorbereiteten Stute Bear Diva.

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