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Doppelerfolg im BBAG Auktionsrennen Köln

Dominanz der Klug-Pferde

Köln 6. August 2014

Für den Spitzenreiter der aktuellen Trainer-Statistik endete das BBAG Auktionsrennen (52.000 Euro, 1.300 m) am Kölner PMU-Mittwoch mit einem absoluten Traumergebnis. Denn Markus Klug stellte mit Maha Kumari (178:10-Außenseiterin mit Martin Seidl) und Event Mozart die beiden Erstplatzierten. Und das durchaus überraschend, denn volles Vertrauen war mit dem Favoriten Dashing Home (18:10) gegangen.

Doch auf der Zielgeraden legte Maha Kumari, die sich bis weit in die Gerade von Bellcanto hatte führen lassen, immer wieder zu und konterte alle Angriffe von Dashing Home sicher. Was für ein Klasse-Debüt der Soldier Hollow-Tochter, die der Kölnerin Dr. Alexandra Margarete Renz gehört! Dicht heran lief schließlich noch Event Mozart, der wenig weiter wohl gewonnen hätte.

Maha Kumari hatte genauso gut gearbeitet wie Damour, die in Krefeld gewonnen hatte. Daher bin ich schon von einem guten Laufen ausgegangen, aber mit einem Sieg hatte ich nicht gerechnet. Event Mozart ist das erwartet starke Rennen gelaufen, während für Agosteo (Fünfter) die Distanz zu kurz war“, kommentierte Markus Klug. Für die beiden Erstplatzierten könnte es in Auktionsrennen weitergehen, Maha Kumari hat auch ein Engagement im Preis der Winterkönigin.
Dashing Home kam aus idealer Lage nicht weiter, verlor zuletzt noch den zweiten Rang. „Am Rennverlauf hat es nicht gelegen, vielleicht eher an der Heimatbahn“, versuchte Trainer Waldemar Hickst eine Erklärung. Drummer folgte als Vierter schon deutlicher zurück. Lips Areios kam gar nicht richtig auf die Beine, Invictus brach an der letzten Ecke aus.

Für Markus Klug und Martin Seidl rundete im abschließenden 1.400 Meter-Rennen die Röttgenerin Sharin (26:10) ein Doppel, denn die Stute war Start-Ziel auch von Sugar Love nie zu gefährden. Beinahe wäre Antalya noch für den Ehrenplatz an ihr vorbeigekommen. „Sharin passte super in dieses Rennen hinein“, so Klug.

Mit einer Überraschung begann der Nachmittag, denn mit Earl of Heinz (162:10, D. Porcu) hatte man nach einer Pause seit März in einem 1.850 Meter-Ausgleich IV kaum rechnen können. Doch mit viel Schwung trumpfte der Wallach noch auf und hielt den dauerplatzierten Top Tip sowie Jarak auf Distanz. „Er hatte den Besitzer gewechselt und daher eine kleine Auszeit bekommen, aber eine gute Meinung hatte ich immer von ihm“, berichtete Trainer Uwe Schwinn. Eduardo Pedroza erlitt beim Absteigen von Kimbana ein dickes Knie zuzog und alle weiteren Ritte absagen musste.

Einen Traumtag für Trainer Uwe Schwinn und Besitzerin Heike Schreiner („wir haben noch nie zwei Rennen an einem Tag gewonnen“, sagte die Eignerin aus Blieskastel) krönte Chachani (50:10, J. Bojko) in einem 2.400 Meter-Handicap, denn der Wallach sorgte mit seinem überzeugenden Speedtreffer für den zweiten Coup dieses Teams. „Er war fällig, hatte in Hamburg und Baden-Baden ja starke Leistungen gezeigt. Chachani ist richtig reif geworden und steuert nun wieder Iffezheim an“, berichtete Schwinn. Antonow hatte lange alle Möglichkeiten, blieb vor Arlington und der spät anpackenden Late Mute. Die Favoritin Well away (Siebte) gab sich früh geschlagen.

„Jetzt hat er endlich das gezeigt, was er kann“, freute sich Dr. Andreas Bolte nach dem Erfolg von Sokol (63:10, A. de Vries) in einem 2.200 Meter-Handicap. „Die Scheuklappen und der trockene Boden waren entscheidend.“ Mehr als sicher behauptete sich der Wallach vor Henry Morgan und Faytosa.

Glänzend in Schwung hat Trainer Toni Potters weiterhin seine Pferde. „Ich fahre mit null Rückstand nach Großenkneten“, flachste der Coach nach dem dritten Saisontreffer des mächtig verbesserten Foolproof, der sich auch Höchstgewicht nicht zu stoppen war. Unter Eugen Frank, der für Eduardo Pedroza eingesprungen war, schnappte die 56:10-Chance des Galopp-Club Niedersachsen in einem 1.850 Meter-Ausgleich III noch mit viel Speed die im Einlauf bald in Front gezogene Anna Bora und Red Trump.

Seinen dritten Deutschland-Treffer feierte der 19-jährige Italiener Tommaso Scardino (im zweiten Lehrjahr bei Pavel Vovcenko in Bremen tätig) in einem 1.400 Meter-Ausgleich III (gesponsert vom neuen Kölner Trainer Henk Grewe) auf der Außenseiterin Manisa (123:10). Mit prächtigem Endspurt überrollte die Stute aus dem Düsseldorfer Quartier von Ertürk Kurdu noch den sich vorne immer wehrenden Pepper Dynamite und Nandolo sowie den Außenseiter Spirit Doll. „Die Stute ist sehr gut drauf, und der Junge hat alles richtig gemacht. Daniele Porcu hat beim Übersetzen der Order geholfen“, verriet der Trainer. Die Viererwette zahlte stolze 68.374:10 Euro in dieser Wettchance des Tages.

Für den Karlsruher Besitzertrainer Stefan Birner hatte sich die Anreise aus Karlsruhe gelohnt, denn sein fünfjähriger Wallach Smart Shuffle (40:10) triumphierte im Amateurreiten über 1.600 Meter nach einem maßgerechten Finish von Raoul Dygas, der auf den allerletzten Metern noch an dem Favoriten Soreion und Favorfoot Danon vorbeistürmte. „Bei seinem letzten Start in Bad Harzburg war er unter Wert geschlagen, denn der Rennverlauf war gegen ihn. Heute wurde er auf den Punkt genau gebracht. Nun peilen wir wieder Baden-Baden an“, erläuterte Birner.

Champions League

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