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Eindrucksvoller Auftritt in Mülheim/Ruhr

Ito bringt sich wieder in Erinnerung

Mülheim/Ruhr 9. August 2014

Er war natürlich bereits das Pferd gewesen, das im Vorfeld des leider vorzeitigen und bereits in diesen Tagen so oft bedauerten Saisonfinales 2014 am Mülheimer Raffelberg für Gesprächsstoff gesorgt hatte. Gemeint ist der Schlenderhaner Hengst Ito, der noch im Frühjahr nach einer bereits furiosen Vorstellung in Köln schnell in den engeren Kreis der Derby-Favoriten aufgestiegen war. Doch mit dem Blauen Band wurde es ebenso wenig etwas wie mit weiteren Starts. Sein heutiger Versuch in Mülheim hatte somit schon etwas von einem kleinen Comeback, denn seit Mitte Mai hatte man den Adlerflug-Sohn nicht mehr draußen gesehen. Nichtsdestotrotz stellte ihn Trainer Jean-Pierre Carvalho im Preis von Engel & Völkers Commercial Mülheim gleich wieder in einer wirklichen Spitzenverfassung vor. Mit Filip Minarik im Sattel beherrschte Ito den 2.300-Meter-Test am Ende, wie er wollte.

Er war natürlich bereits das Pferd gewesen, das im Vorfeld des leider vorzeitigen und bereits in diesen Tagen so oft bedauerten Saisonfinales 2014 am Mülheimer Raffelberg für Gesprächsstoff gesorgt hatte. Gemeint ist der Schlenderhaner Hengst Ito, der noch im Frühjahr nach einer bereits furiosen Vorstellung in Köln schnell in den engeren Kreis der Derby-Favoriten aufgestiegen war. Doch mit dem Blauen Band wurde es ebenso wenig etwas wie mit weiteren Starts. Sein heutiger Versuch in Mülheim hatte somit schon etwas von einem kleinen Comeback, denn seit Mitte Mai hatte man den Adlerflug-Sohn nicht mehr draußen gesehen. Nichtsdestotrotz stellte ihn Trainer Jean-Pierre Carvalho im Preis von Engel & Völkers Commercial Mülheim gleich wieder in einer wirklichen Spitzenverfassung vor. Mit Filip Minarik im Sattel beherrschte Ito den 2.300-Meter-Test am Ende, wie er wollte.

Bahnsprecher Pan Krischbin fand ein absolut passendes Bild für die Art und Weise, wie sich der Dreijährige in der entscheidenden Phase von der Konkurrenz freimachte, nachdem Ito schon direkt nach dem Start das Heft in die Hand genommen hatte. Er nannte es einen „Sonntagsspaziergang an einem Samstag“.

Man könnte vielleicht einwenden, dass es sich bei Itos Mülheimer Neuanfang lediglich um ein Aufbaurennen handelte. Was zwar stimmt, andererseits aber außer Acht lässt, dass die kleine Prüfung ausgesprochen gut besetzt war. Wie die Namen der gleichaltrigen Ephraim und Lutindi, die in dieser Reihenfolge auf den nächsten Plätzen endeten, nachdrücklich unterstreichen.

Mithin könnte es durchaus spannend werden, wenn Ito in absehbarer Zeit endlich einmal die Bühne der Zuchtprüfungen betritt und in die noch anstehenden tragenden Ereignisse bei den Dreijährigen eingreifen wird. Ein festes Ziel im Herbst hat der Sohn der klassischen Siegerin und Tiger-Hill-Tochter Iota jedenfalls schon, und zwar das 130. Deutsche St. Leger am 21. September in Dortmund-Wambel.

Der Halbbruder von unter anderem Iniciar war allerdings keineswegs der einzige eindrucksvolle Gewinner beim Raffelberger Saisonkehraus. Vor allem ließ auch die zweijährige Debütantin Nymeria des Stalles Grafenberg bei den Zweijährigen klar erkennen, dass sie mit besseren Talenten ausgestattet zu sein dürfte. Natürlich sehr zur Freude von Albrecht Woeste, dem Präsidenten des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen, der bekanntlich mit zu den hinter dem Stall Grafenberg stehenden Leuten gehört.

Als die Soldier-Hollow-Tochter den Widerstand der ebenfalls alles andere als schlecht debütierenden Peace of Paradise gebrochen hatte, löste sich die Pflegebefohlene von Trainer Waldemar Hickst in einem wirklich versprechenden Stil.

Ihr Jockey Alex Pietsch hatte zuvor schon die heiße Favoritin Fiorella ohne viel Mühe aus der Maidenklasse heraus zu ihrem ersten Erfolg geführt. Im besten Handicap des Tages befand sich zudem sein Kollege Alexander Weis beizeiten in einer ähnlich komfortablen Lage. Denn als er den alsbald in Front gezogenen Leonard entscheidend angeschoben hatte, verlor der Echo-Of-Light-Sohn zuletzt sogar seine Gegner, von denen Sanya und Swift Return noch am nächsten an ihm dran waren.

Doch so völlig stress- und arbeitsfrei verliefen freilich keineswegs alle Entscheidungen für den Zielrichter. Im Handicap mit der Viererwette hatte der Mann auf dem Turm dann einiges mehr zu tun, um zwischen der von ihrem Reiter Jozef Bojko mit aller Macht ins Ziel gebrachten Stute Kimbra und dem stark endenden Lokalmatador Laudation den Sieger einwandfrei zu ermitteln. Lediglich ein kurzer Kopf sprach nach Auswertung des Zielfotos nämlich für die Stute.

Darüber hinaus wurde es noch einmal eng und knapp zwischen der Riesenaußenseiterin Nephele mit Silke Brüggemann im Sattel, die für eine Siegquote 204:10 den schon auf der Siegerstraße geglaubten Look Out im Amateur-Ausgleich noch mit einem „zweiten Wind“ niederringen konnte.

Zum guten Schluss hätte Pan Krischbin allerdings durchaus noch einmal zu seiner allegorischen Darstellung greifen können und den „Sonntagsspaziergang an einem Samstag“ wiederholen können. Gut, dass er darauf verzichtete. Tatsächlich aber beendete die vierjährige Giulietta unter Jockey Eduardo Pedroza den sonnendurchfluteten Mülheim-Raffelberger Finaltag als 17:10-Favoritin mit einem Erfolg, der in seinem Stil dem vorausgegangenen Sieg von Ito ziemlich nahekam.

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