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Entschädigung für das Team Helfenbein/Klug

Commander Kirk gibt den Ton an

Köln 15. August 2014

Am Donnerstag hatte das Team Andreas Helfenbein/Markus Klug noch eine bittere Pille zu verkraften, als die Stute Lira ihren Erfolg im Ausgleich II wegen einer Behinderung verlor (Klug will allerdings nun in Berufung gehen). Doch nur einen Tag später gab es auf der Ostsee-Rennbahn Bad Doberan beim bestens besuchten Ladies Day prompte Entschädigung für diese Mannschaft: Im Hauptereignis, ebenfalls einem Ausgleich II über 1.750 Meter, trumpfte der vierjährige Wallach Commander Kirk (41:10) für den Kölner Stall Nelwyns überaus beeindruckend auf.

Früh machte sich der Mitfavorit auf der Zielgeraden von der Konkurrenz frei, die Alberto Hawaii (Jockey Filip Minarik: „Er hat die Harzburger Form voll bestätigt“) und Turgenjew anführten. „Er ist ein absolutes Formpferd, das zum Sieg stand. Die etwas weitere Distanz kam ihm deutlich entgegen“, berichtete Commander Kirks Trainer Markus Klug. Bei dem Gewinner dürfte noch mehr drin sein. Die Enttäuschung der Prüfung war der 24:10-Favorit Lexceed, der sich völlig ausklinkte und als Letzter das Ziel passierte. „Er ist schlecht gelaufen“, war das Fazit seines Reiters Eduardo Pedroza.

Die Stallform des Großenknetener Trainers Toni Potters ist kaum mehr zu überbieten. Mit Edith Jörgensens Orsella (39:10, J. Bojko) markierte er im einleitenden 1.900 Meter-Ausgleich III bereits den 15. Saisontreffer. „Das war ja ein leichteres Rennen. Sie hat heute nicht gepullt und war schön relaxed. Dann konnte sie ihren Speed voll ausspielen“, kommentierte der Coach, nachdem die Lady mit großen Reserven an allen vorbeigespurtet war. Neapel machte vom letzten Platz noch viel Boden gut und passierte die immer prominente Vielle Sorciere. Die Favoritin Joy to the world baute nach der Führungsarbeit ab.

So wiederholt sich Geschichte: Vor einem Jahr hatte Sabrina Wandt ihren ersten Sieg nach langer Verletzungspause in diesem Zweijährigen-Rennen in Bad Doberan mit Eric (inzwischen Vierter im Deutschen Derby und am Sonntag im Grupperennen in Krefeld engagiert) markiert, nun landete sie mit dem von Mamool stammenden Halbbruder Eastside One (75:10) ebenfalls den Premieren-Treffer nach einer neuerlichen gesundheitlich bedingten Auszeit. Und Start-Ziel entlockte sie dem Hengst immer neue Reserven und konterte alle Attacken der Konkurrenz. „Er ist ein ganz anderer Typ als Eric, aber auch ein sehr vernünftiges Pferd. Er wurde für 36.000 Euro bei der BBAG-Jährlingsauktion zurückgekauft. Nun steuern wir das Auktionsrennen in Baden-Baden an“, versicherte Christian von der Recke. Sehr stark lief noch die debütierende Magic Moments an ihn heran, auch Racy Rules endete dichtauf. Tuscany musste erst zuletzt abreißen lassen. Elusive Army war bald aus der Partie.

Seinem Ruf als großer Bahnspezialist wurde Annelise Bolliens Vesuv (59:10) wieder einmal voll gerecht. Denn nach frühem Vorstoß im Schlussbogen war der schon zehnjährige Wallach in einem 2.600 Meter-Handicap gegen Songhua und die sehr spät anpackende Sworn Mammy sicher voraus. „Schon nach dem fünften Rang in Hamburg hatte ich mit einem baldigen Sieg gerechnet“, gab die Besitzerin, Trainerin und Reiterin anschließend zu.

Erst auf den allerletzten Drücker raufte sich Dominik Mosers Mastoso (50:10, P. J. Werning) in einer 1.750 Meter-Prüfung noch an der immer führenden Favoritin Amatia vorbei. „Eigentlich war der Boden fast schon zu trocken für ihn“, signalisierte der Siegtrainer.

Trotz einiger Ansätze hatte Stall Morgenrots La Janina (135:10, J. Bojko) länger nicht mehr so richtig überzeugen können. Doch Bad Doberan liegt der von Elfi Schnakenberg vorbereiteten Stute seit jeher. Und in der Wettchance des Tages kam die Außenseiterin nach frühem Vorstoß sicher gegen den Piloten High Prince, sowie die stark aufkommenden Lantino und Ocario hin. Die Viererwette kletterte auf 181.818:10 Euro.getroffen wurde sie von einem Wetter bei German Tote (mit der Siegerin La Janina als Stellpferd) für 0,55 Euro – denn bei der Tochtergesellschaft der Rennvereine gibt es 10 Prozent als Bonus – 10.000 Euro war die Auszahlung!

Im abschließenden 1.200 Meter-Ausgleich IV setzte sich die Favoritin Freya (37:10, dritter Tagestreffer für Jozef Bojko) Start-Ziel völlig überzeugend gegen Headstight und Presence durch und wiederholte damit ihren Harzburger Sieg. „Bei ihr sollte noch mehr möglich sein“, glaubt Trainer Pavel Vovcenko. Alle Rennen wurden mit der Flagge gestartet, da die Maschine vom rückwärtsfahrenden Trecker beschädigt worden war.

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