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Großer BMW Saarland Preis bleibt in Saarbrücken

Ein Heimsieg durch Dynamite Cat

Saarbrücken 15. August 2014

An diesem Drehbuch gab es rein gar nichts auszusetzen. Zumindest nicht aus Sicht der Lokalpatrioten. Denn der Große BMW Saarland Preis blieb überraschender Weise am Platz; Jubel und Beifall erreichten eine Stärke, wie man es lange nicht mehr auf der Güdinger Rennbahn erlebt hatte. Der Applaus gebührte der in Saarbrücken von Clemens Zeit trainierten Stute Dynamite Cat des Stalles Schmeer sowie ihrer Reiterin Hana Mouchova. Sicher mit dreiviertel Länge Vorsprung holte sich das Gespann am Traditionsrenntag an Mariä Himmelfahrt den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Ausgleich II über 1.900 Meter. Doch nicht allein die One-Cool-Cat-Tochter auf Platz eins sorgte im sportlichen Höhepunkt für eine faustdicke Überraschung - dies übrigens zu einer Schnapszahlquote von 111:10. Mit I do landete auch auf Rang zwei ein Außenseiter, während es der Favorit Morning Star lediglich bis auf den dritten Platz schaffte. Von allen „gemeinten Pferden“ kam er immerhin aber noch am weitesten.

Die letzten Leistungen des vierbeinigen und weiblichen Lokalmatadors waren eigentlich weniger dazu angetan, ihm eine derart tragende Rolle zuzutrauen. Doch hatte man offenbar allgemein unterschätzt, dass Dynamite Cat vor Jahr und Tag an Mariä Himmelfahrt 2013 schon einmal gewonnen hatte. Mithin darf man die von Hannes K. Gutschow gezogene Stute fast eine Wiederholungstäterin nennen, gleichwohl der jüngste Erfolg den vorjährigen insofern deutlich überstrahlt, da es jetzt ein Ausgleich- II-Volltreffer war, während es sich vor zwölf Monaten um ein eine Stufe tiefer angesiedeltes Handicap gehandelt hatte.

Summa summarum erlebten die Besucher an der Saar einmal mehr ein kleines Galopp- und Trab-Festival. So mit allem, was auch über die sportlichen Aspekte hinaus mit dazugehört. Mit jeder Menge Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Dazu gab es kurzweilige Programmpunkte zwischen den Rennen, vor allem und insbesondere jedoch auch ein enormes mediales Interesse in der Stadt und ihrer Umgebung beziehungsweise im gesamten Saarland.

Dazu passte keineswegs nur der Triumph von Dynamite Cat ganz vortrefflich, sondern ebenso die beachtliche Gesamtbilanz der Südwest-Ställe. Den Auftakt dazu lieferte die von Matthias Schwinn trainierte La Strada, die Sabrina Ehl im Sattel hatte. Ehe später die von Horst Rudolph betreute Ahammera unter Dennis Schiergen den angefangenen Erfolgsfaden weiterspinnen konnte. Und zum guten Schluss legte Trainer Matthias Schwinn dann noch eins drauf und gewann die letzte Tagesprüfung mit De la Vista, die dann nicht nur ihren Betreuer und Sabrina Ehl zu Doppelsiegern machte, sondern obendrein noch Besitzerin Hedwig Schwinn, deren Farben ja schon La Strada als Erste ins Ziel gebracht hatte.

Dass Gestüt Röttgens dreijährige Stute Nelke, die rechnerisch in einer kleineren Aufgabe eigentlich alles überragt hatte, in dem von Miltcho Mitchev in Köln vorbereiteten gleichaltrigen Kitaneso ihren Meister fand, war bereits eine ziemliche Überraschung vor dem Hauptereignis und auch kein Süd-West-Treffer gewesen. Andererseits ist Kitanesos Jockey Maxim Pecheur jedoch seit einigen Jahren das reiterliche Aushängeschild der gesamten Region.

Darüber entführte die 26:10-Chance Decorum das zweitwichtigste Handicap nach Düsseldorf, und zwar an das Quartier von Trainer Sascha Smrczek. Aber sowohl sein Reiter Kevin Braye als auch Besitzer Michael Rosport bildeten auch bei diesem Erfolg nicht unerhebliche „Süd-West-Anteile“.

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