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Souveräner Auftritt im Prix Kergorlay

Protectionist brilliert in Deauville

Köln 24. August 2014

Der Rennverlauf ist schnell wiedergegeben: Altano vorne, in zweiter Position Fly With Me, dahinter dann Protectionist auf Platz drei vor Bathyrhon. Lediglich vier Starter waren es ja, die in diesem Jahr im Darley Prix Kergorlay antraten, einem der wichtigsten Steherrennen in Frankreich. Der mit insgesamt 130.000 Euro dotierte Gruppe-II-Marathon endete nach 3.000 Metern mit einem deutschen Sieg. Der vierjährige Protectionist, im Besitz von Dr. Christoph Berglar und trainiert von Andreas Wöhler, wurde unter Eduardo Pedroza allen Vorschusslorbeeren gerecht und gewann als Favorit in einem souveränen Stil.

Die schon geschilderte Reihenfolge löste sich eingangs der Geraden frühzeitig auf, und auch das Intermezzo eines Vorstoßes von Bathyrhon, der im Übrigen in Deutschland von Dieter Meinke gezogen wurde, hatte sich schnell erledigt. Wie auch Altano, der zweite Wöhler-Kandidat und spätere Dritte, sich alsbald nicht mehr ernsthaft in der Partie halten konnte. Deren Ende lag weit vor dem Ziel ausschließlich nur noch zwischen Fly With Me und dem außen in Position gebrachten Protectionist, auf dem Eduardo Pedroza letztendlich nie eine Hand vom Zügel nehmen musste, um die Angriffsbemühungen von Fly With Me unter Kontrolle zu behalten.

Summa summarum war es ein brillanter Auftritt des Monsun-Sohnes, dessen Eigner auch sein Züchter ist. Dass er bis dato noch nie auf einer derart weiten Strecke gelaufen war, merkte man dem Vierjährigen, der in seiner Laufbahn ja manchen Rückschlag hatte hinnehmen müssen, in keiner Phase an.

Zuletzt hatte Protectionist bekanntlich ja den Großen Hansa-Preis in Hamburg-Horn gegen den Trainingsgefährten Singing und den dreijährigen Sirius gewonnen. Was Distanzen angeht, scheint der Vierjährige also recht flexibel zu sein, und es ist mithin durchaus vorstellbar, dass er Ende September in Köln im 52. Preis von Europa zu den Startern zählen wird, wenn beim Gruppe-I-Höhepunkt im Weidenpescher Park lediglich 2.400 Meter zu absolvieren sein werden.

Unmittelbar vor seinem Erfolg hatten sich in Deauville die deutschen Stuten Calyxa und Red Lips im zur Gruppe I zählenden Darley Prix Jean Romanet auch bereits achtbar geschlagen, selbst wenn der Endkampf ohne sie, aber auch ohne die heiße Favoritin Narniyn stattfand.

Die 2.000-Meter-Gruppe-I-Prüfung endete als rein englische Angelegenheit. Es gewann die von James Fanshawe betreute vierjährige Manduro-Tochter Ribbons unter Frankie Dettori vor Princess Loulou und Secret Gesture, der nebenbei Vorjahres-Zweiten aus dem Henkel Preis der Diana in Düsseldorf.

Frankie Dettrori hatte zuvor bereits mit dem favorisierten zweijährigen The Wow Signal den Darley Prix Morny, den Gruppe-I-Höhepunkt des Tages, nach Großbritannien entführen können.

Nicht unerwähnt bleiben darf allerdings auch eine erneut gute Vorstellung von Gestüt Haus Hahns Whispering Hero in Frankreich. Im Prix Darley, dem Rennen mit der Quinté+, besetzte der von Hans A. Blume vorbereitete Dreijährige unter Maxim Guyon nämlich dem zweiten Platz hinter der früh wie der Siegerin gehenden Außenseiterin Caointiorn.

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