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Ansonsten aber Favoritenflaute in Hoppegarten

King’s Hall erfüllt alle Erwartungen

Berlin-Hoppegarten 29. August 2014

Erstmals gingen die TV-Bilder eines kompletten Programms von Berlin aus nach Frankreich. Der Freitag-Termin in Hoppegarten hatte mithin schon einen kleinen Premierencharakter. Am Ende dürften sowohl die Leute bei Pari Mutuel Urbain, also dem französischen Wettanbieter, als auch die Verantwortlichen in Hoppegarten mit dem Ablauf des Tages zufrieden gewesen sein. Eines Tages, der wie die meisten After-Work-Galopptermine wieder bis in den Abend reichte und der im Übrigen ausklang mit einer großen sommerlichen Party im Biergarten auf der Bahn. Das sportliche Programm musste aufgrund der PMU-Partnerschaft noch vergleichsweise kurzfristig modifiziert werden. Die ursprünglich vorgesehenen Trabrennen entfielen. Inzwischen bastelt man jedoch bereits an einer Alternative, damit auch die Sulky-Zunft im Laufe der Saison noch zu ihrem Recht kommen kann. Rückblickend betrachtet, hatte es sich früh abgezeichnet, dass die Favoriten in der Regel keinen leichten Stand haben würden. Der vor zwei Jahren noch als Gruppe-Sieger in Erscheinung getretenen Wallach King’s Hall des Stalles Route 66 machte jedoch eine der wenigen Ausnahmen. Dies allerdings erst im letzten der sieben Rennen.

Erstmals gingen die TV-Bilder eines kompletten Programms von Berlin aus nach Frankreich. Der Freitag-Termin in Hoppegarten hatte mithin schon einen kleinen Premierencharakter. Am Ende dürften sowohl die Leute bei Pari Mutuel Urbain, also dem französischen Wettanbieter, als auch die Verantwortlichen in Hoppegarten mit dem Ablauf des Tages zufrieden gewesen sein. Eines Tages, der wie die meisten After-Work-Galopptermine wieder bis in den Abend reichte und der im Übrigen ausklang mit einer großen sommerlichen Party im Biergarten auf der Bahn. Das sportliche Programm musste aufgrund der PMU-Partnerschaft noch vergleichsweise kurzfristig modifiziert werden. Die ursprünglich vorgesehenen Trabrennen entfielen. Inzwischen bastelt man jedoch bereits an einer Alternative, damit die Sulky-Zunft im Laufe der Saison noch zu ihrem Recht kommen kann. Rückblickend betrachtet, hatte es sich früh abgezeichnet, dass die Favoriten in der Regel keinen leichten Stand haben würden. Der vor zwei Jahren noch als Gruppe-Sieger in Erscheinung getretenen Wallach King’s Hall des Stalles Route 66 machte jedoch eine der wenigen Ausnahmen. Dies allerdings erst im letzten der sieben Rennen.

Jene 19:10 auf Sieg auf den jetzt von Sascha Smrczek betreuten Ex-Gewinner des Großen Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf waren sogar noch einiges mehr, als sein Anhang eigentlich hatte erhoffen dürfen. Koen Clijmans machte es dem Sechsjährigen so leicht wie möglich, und zumindest dürfte der Halling-Sohn nach einer sehr langen Durststrecke wieder ein wenig Selbstvertrauen getankt haben. Auch wenn es sich bei North Point und Mystic Lord auf den nächsten Plätzen sicherlich um keine Gegner seiner eigentlichen Kragenweite handelte und man kaum so genau weiß, was King’s Halls Erfolg denn wirklich wert ist.

Angefangen hatte besagte Favoriten-Flaute mit einer quasi gebündelten Außenseiterpräsenz schon zum Auftakt, als sich die von Uwe Stech trainierte Flying Dream mit Jozef Bojko im Sattel knapp als 142:10-Chance gegen die sträflich unterschätzte Delegation in einem ungemein spannenden Finale durchzusetzen verstand. Nicht weit zurück endeten zudem Alberto Hawaii und die auf 20:10 heruntergewettete frische Münchener Siegerin Itschou auf den Rängen drei beziehungsweise vier.
Kalypso King aus Harald Frankes Stall sorgte gleich nach Flying Dream für einen weiteren Erfolg eines Lokalmatadors. In der Hand von Steffi Hofer behauptete er sich mit Hals und Kopf gegen Maresco und Alwin. Sieger und Platzierte gehörten auch hier keineswegs zu den am Toto übermäßig nachgefragten Kandidaten.

Ebenso wenig wie Coca aus Trainer Lutz Pyritz‘ Obhut, auf der Nachwuchsreiter Tom Schurig sein Heil in der Flucht gesucht hatte und zu guter Letzt sicher mit der Stute gegen die noch gut aufschließenden, aber letztendlich kaum zwingend genug attackierenden New Jersey und La Grassetta durchstand. Mit 86:10 auf Sieg gab es auch für Cocas Treffer erneut eine lukrative Auszahlung.

Ähnlich wie auf den Erfolg des vierjährigen Aschek mit Michael Cadeddu als Steuermann im Preis der Mahlo-Bau-GmbH Waldesruh. Allerdings gewann der Schützling von Roland Dzubasz das Rennen mit der Viererwette keineswegs als klassischer Außenseiter gegen Betsy Princess, Songan und Auenstern. Der Lord-of-England-Sohn hatte Mitte Juli ja schon in Bad Harzburg gewonnen gehabt und gleich anschließend in Bad Doberan mit einem dritten Platz angedeutet, dass er bei diesem Sieg keineswegs stehenbleiben dürfte. So gesehen waren die 63:10 auf den nebenbei dritten Hoppegartener „Heimsieg“ einmal mehr eine überaus lohnende Quote. Mehr noch und vor allem aber jene glatten 100.000:10, die es auf die richtige Reihenfolge bei der Viererwette gab.

Michael Cadeddus zweiter Tagespunkt folgte gleich auf dem Fuße. Der immer mehr nach vorne strebende junge Jockey servierte der von Claudia Barsig gesattelten Al Queena erneut ein Rennen nach Maß und dominierte die Szene mit der ebenfalls von Lord-of-England stammenden Dreijährigen vor dem sich teuer verkaufenden Leichtgewicht Dark Fighter sowie der Stute Bel et Bien. Auch hier gab es für die favorisierten Jupiter nicht allzu viel zu bestellen.

Und beinahe hätte es noch den gerade erst in Leipzig zum Erfolg gekommenen und abermals enorm beachteten Emerald Fury um ein Haar kalt erwischt. Eduardo Pedroza warf allerdings seine ganze Jockeyship in die Waagschale, sodass der zuletzt heftig attackierende 335:10-Außenseiter Niron ihn nur bis an der Rand einer Niederlage bekam. Zum Schluss war dem früh das Rennen bestimmenden Lippitsch-Schützling und Höchstgewicht lediglich noch ein Vorteil von einem kurzen Kopf verblieben.

Ehe zum Finale dann auch noch der 19:10-Favorit King's Hall die Favoritenwetter wieder ein wenig versöhnen konnte. Und das sogar, ohne dass sie dabei groß ins Schwitzen gerieten.

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