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Signs Of Blessing begeistert in Iffezheim

Goldene Peitsche fest in der Hand der Gäste

Baden-Baden 31. August 2014

Manche Besitzer schaffen es ein Leben lang nicht, den begehrtesten deutschen Ehrenpreis zu gewinnen. Doch Anthony Forde und Ahmed Mounknass, die in verschiedensten Stallnamen gemeinsam Pferde besitzen (hier unter SC Ecurie Pandora Racing), holten sich nach 2011 mit Silverside am Sonntag bei frühherbstlicher Witterung vor 8.400 Zuschauern erneut die 144. Goldene Peitsche (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.200 m), den bedeutendsten Kurzstrecken-Text hierzulande. verantwortlich dafür zeichnete der 28:10-Favorit Signs Of Blessing (Stephane Pasquier) aus dem Pau-Quartier von Francois Rohaut.

In ganz großer Manier trumpfte der dreijährige Hengst , der zuletzt in zwei französischen Grupperennen platziert war und nun beim neunten Start den fünften Erfolg markierte, hier auf. denn schon bald auf der Geraden hatte er von Alpha die Führung übernommen. Zwar attackierte der gleichaltrige Landsmann Son Cesio ständig, doch Signs Of Blessing legte locker zu und hatte alles im Griff.

„Das ist ein solides Pferd, das eigentlich auf gutem Boden noch besser aufgehoben ist. Als Dreijähriger hat eine große Zukunft vor sich. Ich traue ihm zu, auf Dauer auch gegen die ganz Großen mitzumischen“, erklärte sein Jockey Stephane Pasquier.
Son Cesio unterlag ehrenvoll. „Er lief wirklich gut. Vielleicht ist eine weitere Strecke noch besser“, mutmaßte sein Coach Henri-Alex Pantall. Noch viel Speed entwickelte der Schwede Alcohuaz als Dritter. „Das war eine tolle Leistung gegen stärkere Konkurrenz als zuletzt“, versicherte Jockey Elione Chaves.

Bester Deutscher wurde als Vierter der Auenqueller Daring Match, sehr zum Wohlwollen von Miteigner Peter-Michael Endres: „Er ist ein richtig gutes Pferd, ich bin hocherfreut.“ Auch Birthday Prince und Guinnevre hielten sich ordentlich, während Amarillo aus dem Vordertreffen schnell abbaute, und auch Donnerschlag (Vorletzter) bald ausgespielt hatte. Der stark gewettete Ire Big Time kam schon nicht gut vom Start, endete abgehängt.

Seit ihrem zweiten Start im Juni hatte die Röttgenerin Alaskakönigin (133:10, M. Seidl) kein Rennen mehr bestritten, doch im Preis des Casino Baden-Baden – BBAG Auktionsrennen (52.000 Euro, 2.400 m) meldete sich die dreijährige Stute eindrucksvoll zurück mit einem völlig überlegenen Erfolg. Von zweiter Position aus verabschiedete sich die Sternkönig-Tochter auf Nimmerwiedersehen. „Es gab zuletzt einfach kein passendes Rennen für sie, denn für die Diana hatte sie keine Nennung. Sie stand mit 52 Kilo sehr günstig im Rennen. Wahrscheinlich peilen wir nun ein Listenrennen an“, sagte Trainer Markus Klug, bei dem es weiterhin glänzend läuft.

Bestens zog aus dem Vordertreffen auch Malia durch. „Das war sehr gut. Sie ist eine späte Stute, die von Start zu Start lernt“, so Trainer Jean-Pierre Carvalho. Notre Same kam innen vom letzten Platz noch weit. „Sie kam schlecht aus der Box, lief wirklich gut“, kommentierte Waldemar Hickst, dessen anderer Kandidat Time of my Life vorne bald passen musste. Auch von dem Favoriten Sonixs kam bald nicht mehr viel.

Ganz fest in englischer Hand war der Coolmore Stud Baden-Baden Cup (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.400 m), denn die ersten beiden Plätze belegten Pferde von der Insel. Mit der Siegerin war allerdings kaum rechnen: Doch Meistertrainer Sir Marc Prescott hatte mit der fünfjährigen Acclamation-Tochter Athenian (197:10, L. Morris) wieder einmal das richtige Händchen bewiesen, denn trotz etwas undurchsichtiger Leistungen hatte er sie in diese Prüfung geschickt. Mit mächtigen Reserven hielt die Lady knapp stand.

„Die Distanz war das Fragezeichen, aber sie liebt den weichen Boden. Wir waren so happy, als es hier geregnet hat“, erklärte Allyson West aus dem Team von Marc Prescott. Und Jockey Luke Norris meinte: „Das ist eine sehr toughe Stute, die diesen Untergrund bevorzugt.“ Hinter dem Besitzernamen Axom XXXI verbirgt sich eine Gruppe von 18 Personen.

Mit unglaublichem Speed stürmte die Landsfrau Cape Factor nach einem Schwächemoment noch auf den Ehrenplatz vor. Wenig weiter hätte sie noch gewonnen. „Leider hatte sie im Bogen etwas Probleme, dann drehte sie enorm auf“, berichtete ihr Jockey Chris Catlin. Die lange führende Al Quintana konnte von vorne kaum besser laufen. „Das war eine starke Leistung, wie bei ihrem vorherigen Start schon“, freute sich Jockey Stephen Hellyn. Die Favoritin Ajaxana kam aus bester Lage nicht weiter und wurde nur Vierte. „Ich weiß nicht, woran es gelegen hat. Der Rennverlauf war gut“, stand Trainer Waldemar Hickst vor einem Rätsel.

Eine verlockende Aufgabe fand Eckhard Saurens von Mario Hofer trainierter Dreijähriger Stillman (15:10, St. Hofer) im einleitenden 1.600 Meter-Altersgewichtsrennen vor. Der schon in Grupperennen in Frankreich erprobte Hengst, u.a. im Französischen Derby am Start, ließ sich Start-Ziel nie von der Pole-Position verdrängen, auch wenn ihm Bella Kathina nach kurzer Störung kurz noch mächtig auf den Zahn fühlte. „Wir wollten direkt vorne und außen gehen, um keinerlei Risiko zu haben“, erklärte Besitzer Eckhard Sauren. „Nun könnte Stillman wieder ein besseres Rennen ansteuern. Ein Listenrennen in Bordeaux ist eine Option.“ Bella Kathina ging kaum schlechter als der Sieger. „Sie ist sehr gut gelaufen. Der Gegner war ja kaum zu schlagen. Unser Ziel ist nun das Auktionsrennen in Hoppegarten“, signalisierte Christian Sprengel.

Nicht immer das Glück auf seiner Seite hatte der Dreijährige Genaro in dieser Saison, doch in einem stark besetzten 1.200 Meter-Ausgleich II sollte es endlich reichen für den Schützling von Axel Kleinkorres. Dabei zeigte der in glänzender Form agierende Stephen Hellyn ein Super-Finish, denn aus dem Nichts stürmte er mit der 52:10-Chance noch zwischen den anderen Pferden durch zu einem knappen Erfolg. „Genaro wäre unterwegs fast gefallen, als er angerempelt wurde, wie er dann anpackte, ist der Wahnsinn“, sagte Besitzerin Birgit Rossteuscher aus Köln vom Stall Phantom. Donna Sophia (Andreas Helfenbein war für den im Stau steckengebliebenen Benjamin Clös eingesprungen) sah schon wie die Siegerin aus. „Aber sie hat am Montag in einer Woche noch ein ähnliches Rennen“, meinte ihr Betreuer Werner Glanz. Captain Noble und Gitana hatten sehr gute Szenen.

Wenn Ex-Trainer Harro Remmert an einem Pferd beteiligt ist, dann handelt es sich meistens um Volltreffer. Auch der dreijährige Wiesenpfad-Sohn Island Storm (49:10, A. Pietsch) aus dem Stall von Waldemar Hickst scheint über einiges Potenzial zu verfügen, denn der Wallach triumphierte in der Wettchance des Tages (Ausgleich III, 1.800 m) ausgesprochen souverän gegen Seewolf, Ostpol und Harathea. Die Viererwette (mit einer 50.000 Euro Garantie-Auszahlung) bezahlte 93.672:10 Euro.

Ein gelungenes Handicap-Debüt gab der von Dr. Andreas Bolte in den Farben seines Vaters Hartmut vorbereitete Risalto (78:10, A. Pietsch) in einem 2.200 Meter-Ausgleich III, den er gegen Saturn und Anna Bellamy schon frühzeitig beherrschte.

Im Meilen-Ausgleich II gab es ein atemberaubendes Finish, nach dem sich Stall Widukinds Redesert (81:10, F. Minarik) hauchdünn ganz knapp vor Lips Dancer (Andreas Löwe: „Auf unpassendem Boden hat er groß gekämpft“) und Laeyos (Paul Harley: „1.400 Meter ist besser für ihn“) durchsetzte. „Er braucht aufgrund seiner tellergroßen Hufe diesen weichen Boden, da wühlt er sich durch“, lieferte Siegcoach Hans-Jürgen Gröschel die Begründung.

Seinen zweiten Meetingstreffer markierte Christian Peterschmitt im abschließenden 2.000 Meter-Handicap mit Patanos (53:10, erster Iffezheim-Treffer für den Italiener Tommaso Scardino), der den Außenseiter Bin Manduro noch niederkämpfte. Phoenix Shadow und Tia Suela vervollständigten die Viererwette, die 82.692:10 Euro brachte.

In Magdeburg gab es einen Fährhofer Erfolg durch die von Simon Stokes vorbereitete Ossora (73:10, J. L. Silverio) in einer 2.050 Meter-Prüfung für Dreijährige. Sie hielt Rotkaeppchen Rubin und die früh unter Druck befindliche Favoritin Flamingo Rose sicher auf Distanz.

Im Ausgleich II über 1.300 Meter schaffte der Frontrenner Ach was (A. Vilmar, 24:10) einen verdienten Erfolg über Ciel de Loire und Black Cool Cat. Der Schützling des Münchener Trainers Wolfgang Figge ist ein Muster an Beständigkeit. Für eine große Überraschung sorgte Frank Fuhrmanns Novacovic (M. Timpelan) zum Toto von 265:10 in einem 1.550 Meter-Ausgleich IV. Einen schweren Sturz erlitt Fernando Guanti mit Baba Jaga. Die Veranstaltung war längere Zeit unterbrochen.

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