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Sprungbrett für das renommierteste Rennen der Welt

Super-Galopper Sea The Moon in Baden-Baden!

Baden-Baden 4. September 2014

Am 6. Juli 2014 hielten die Galopp-Fans den Atem an – Sea The Moon, dreijähriger Hengst aus dem Gestüt Görlsdorf der Familie Bischoff-Lafrentz (Uckermark) triumphierte im IDEE 145. Deutschen Derby (600.000 Euro) in Hamburg in einer Manier wie kein anderes Pferd der jüngeren Vergangenheit. Mit sensationellen elf Längen ging der Sohn des Ausnahmepferdes Sea The Stars auf und davon, es hätten auch hundert Meter sein können, wenn sein damaliger Jockey ernst gemacht hätte. Seither rangiert Sea The Moon auf Platz vier der Galopper-Weltrangliste!

Am Sonntag, 7. September, gibt es nun auf der Galopprennbahn Iffezheim/Baden-Baden das mit riesiger Spannung erwartete Wiedersehen mit dem bei vier Starts noch ungeschlagenen Super-Hengst – im Longines – Großer Preis von Baden. Mit einem Preisgeld von 250.000 Euro ist diese 2.400 Meter-Prüfung nicht nur das absolute Top-Ereignis der Großen Woche auf dem badischen Rennkurs, sondern auch eines der Highlights des Galopp-Jahres in Deutschland.

Der Grand Prix gilt als ideales Sprungbrett für den Prix de l‘ Arc de Triomphe, das mit fünf Millionen Euro Dotierung ausgestattete renommierteste Rennen der Welt am 5. Oktober in Paris Longchamp. Fast alle Experten sind sich einig, dass Sea The Moon das Zeug dazu hat, der Wunderstute Danedream nachzueifern, die nicht nur 2011 und 2012 den Longines – Großer Preis von Baden gewann, sondern auch vor drei Jahren das Mega-Event in der französischen Hauptstadt. Nun sitzt der Italiener Cristian Demuro im Sattel.

Schon jetzt gilt Sea The Moon, der bei all seinen vier Starts in großem Stil auftrumpfte und bisher 465.000 Euro eingaloppierte, als einer der absoluten Top-Favoriten für den Arc bei allen Wettanbietern weltweit. Es wäre erst der dritte Triumph für ein deutsches Rennpferd in der Geschichte des Prix de l‘ Arc de Triomphe in der französischen Hauptstadt.

Auch für seinen Trainer Markus Klug (38) würde ein solcher Coup die Krönung eines sensationellen Jahres bedeuten. Für Sea The Moon wurden Kaufangebote in zweistelliger Millionenhöhe ausgeschlagen, er bleibt der Stolz des deutschen Galoppsports. „Sea The Moon startet am Sonntag im Großen Preis. Natürlich ist er noch nicht auf hundert Prozent, aber das soll er ja auch erst Anfang Oktober in Paris sein“, sagt sein Betreuer.

Aber auch die Konkurrenz in Baden-Baden im Elferfeld ist stark. Allen voran der von Altmeister Andreas Löwe für das Gestüt Winterhauch der Familie Mosca aus Eberbach am Neckar trainierte Lucky Lion (mit dem Franzosen Ioritz Mendizabal). Seine einzige diesjährige Niederlage bezog der 80.000 Euro-Auktionskauf als Zweiter zu Sea The Moon im Derby, zuletzt holte er sich mit dem Großen Dallmayr-Preis das bedeutendste Rennen in München, dort schlug er mit Noble Mission den Bruder von Frankel, dem besten Galopper aller Zeiten.

Wenn Gestüt Schlenderhans Ivanhowe (Filip Minarik) nach einer Pause wieder an seinen Gerling-Preis-Sieg anknüpfen kann, dann ist mit ihm zu rechnen. Interessant ist auch Andreas Löwes zweite Waffe – der dreijährige Hengst Sirius (Stephen Hellyn) aus dem belgischen Stall Molenhof sicherte sich den Großen Preis von Berlin (Gruppe I) gegen die Stute Berlin Berlin (Frederik Tylicki). Nachgenannt wurde der Prix Maurice de Nieul-Sieger Terrubi (Eduardo Pedroza), der für australische Interessen nun von Andreas Wöhler trainiert wird. Für die anderen Pferde (darunter Ex-Derbysieger Lucky Speed (Adrie de Vries)) sieht es nicht leicht aus. 20.000 Euro werden als Auszahlung in der Dreierwette garantiert. Startzeit ist Sonntag um 16:50 Uhr (als 7. Rennen).


Natürlich hat es auch das Rahmenprogramm am Sonntag in sich: Im Berenberg Cup (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.800 m, 3. Rennen um 14:20 Uhr) treffen dreijährige und ältere Stuten aufeinander. Vielleicht kann hier die gruppeplatzierte Französin Kamellata (A. Crastus) im Elferfeld bestehen.

Neben einem Ausgleich I und zwei weiteren Ausgleichen II gibt es in der Wettchance des Tages im 4. Rennen um 15:00 Uhr (Ausgleich II, 1.400 m) der Zehner-Karte stattliche 60.000 Euro in der Viererwette als Auszahlung. Und im abschließenden 10. Rennen um 18:30 Uhr (Ausgleich III, 1.800 m) werden 15.000 Euro in der Viererwette ausgeschüttet.

Wegen einer TV-Übertragung des "Longines Großer Preis von Baden" in der ZDF SPORT Reportage (Sonntag, ab 17:10 Uhr) wird die Startzeit des ersten Rennens auf 13:15 Uhr vorverlegt. Man bemüht sich zudem um eine Übertragung in der ARD-Sportschau.

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