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Mitgliederversammlung der Besitzervereinigung

„Unsere Initiativen fruchten“

Baden-Baden 4. September 2014

Die Jahreshaupt- und Mitgliederversammlung der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. fand am Donnerstag vor vollbesetzten Rängen im noblen Ambiente des Longines Clubs auf der Galopprennbahn in Iffezheim statt.

Nach den einleitenden Worten von Präsident Manfred Ostermann und einer Begrüßung der anwesenden Mitglieder durch Baden Racing-Präsident Dr. Andreas Jacobs sprach Albrecht Woeste, der Vorsitzende des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. ,und sah viele positive Zeichen : „Die deutsche Zucht hat im Ausland soviel an Anerkennung gewonnen. Und die Preise bei der Auktion waren viel höher als vor fünf Jahren bei meinem Amtsantritt. Doch nur eine breite Basis kann auch eine Spitze stellen.“ Neben der Erhöhung der Züchterprämie verwies er auf die Erfolge im Wettbereich: „Wir haben uns zu 40 Prozent an dem Wettanbieter RaceBets beteiligt, und von diesen Gewinnen profitiert der Rennsport. German Tote hat sich hervorragend entwickelt und schüttet erhebliche Mittel sowohl an die Rennvereine, als auch an den gesamten Rennsport über die Rennpreise aus.“ Und diese Rennpreise seien in allen Kategorien erhöht worden.

Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder dankte bzw. beglückwünschte BV-Präsident Manfred Ostermann drei Personen ganz besonders – Heike Bischoff-Lafrentz für ihren Rennstall- und Zuchtbetrieb im Gestüt Görlsdorf („mit dem besten dreijährigen Europas, Sea The Moon“); Christiane Weil-Daßbach vom Gestüt Etzean zum klassischen Sieg mit Feodora im Henkel – Preis der Diana und dem Zuchterfolg wenig später mit Sirius im Großen Preis von Berlin (ebenfalls Gruppe I); sowie Elvira Weidenfeld, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum als Sekretärin der Besitzervereinigung feierte.

Anschließend nutzte Manfred Ostermann die Gelegenheit, ähnlich wie Woeste auf die neuen Verdienstmöglichkeiten im deutschen Turf hinzuweisen: „Es wird in diesem Jahr eine Million Euro mehr an Rennpreisen ausgeschüttet. Außerdem haben wir die Züchterprämie um ca. 350.000 Euro erhöht.“ Erfreulich sei die gestiegene Anzahl der Bedeckungen. Nach und nach würde es mehr Fohlen, dann mehr Jährlinge und schließlich eine deutliche Erhöhung der Kapazitäten in den hiesigen Rennställen geben. „Unsere Initiativen fruchten“, so Ostermann. Auch bei der BBAG-Auktion mit einem Umsatz von 8,2 Millionen Euro seien mehr Pferde verkauft worden als vor einem Jahr. Und durch die so ungemein positive Entwicklung der Wettbetriebe RaceBets und German Tote habe man Erträge, um Dinge neu zu gestalten. „Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel.“

Die Gewinnung neuer, junger Zielgruppen müsse im Vordergrund stehen. Dazu sei auch eine Verbesserung in der öffentlichen Wahrnehmung wichtig. Neu initiiert wurde daher eine Zusammenarbeit mit dem Sport-Informationsdienst (SID).

Schließlich stellte Manfred Ostermann die Bedeutung des Galopper-Standortes Frankfurt heraus. „Der neue Vorstand hat die sehr schwere Aufgabe, Frankfurt langfristig für den Sport zu erhalten“, und dabei dankte er vor allem Christiane Weil-Daßbach für ihr Engagement.

Wichtige Daten nannte Daniel Krüger, Leiter der Geschäftsstelle der BV bei den Ressortberichten: „ 66 Prozent der Besitzer gehört nur eine Stute. Die Geldpreise pro Rennen belaufen sich auf 10.600 Euro. Der Geldpreis je gelaufenes Pferd stieg leicht auf 5.600 Euro. Beim Wettumsatz ist die Bahnwette leicht gefallen auf 17,1 Millionen Euro, doch das Plus in der Außenwette hat für eine Steigerung des gesamten Wettaufkommens auf 32,5 Millionen Euro (vorher 31,7 Millionen Euro) gesorgt.“

Beim Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit wies Daniel Krüger auf die sehr gut angenommene Internetseite Mein-Rennpferd.de hin sowie auf den German Raceday in Newmarket, der bereits zum sechsten Mal stattfand und auf große Resonanz stieß. Von großer Bedeutung sei die Championatsehrung (Krüger: „Es ist sehr wichtig, dass wir unseren Meistern die Ehre erweisen“) sowie der Tag der Gestüte in Hannover, der in diesem Jahr dem neugeschaffenen Vollblut-Expertentag folgt (25./26. Oktober). Zum Abschluss gab es eine allgemeine Diskussion über verschiedene Themen des Rennsports.

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