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Al Queena im BBAG Auktionsrennen Hoppegarten

Starke Außenseiterin macht große Kasse

Berlin-Hoppegarten 20. September 2014

So geht es manchmal. Da schien schon alles auf ein Finale zwischen den Hengsten Ragazzo und Marunas hinauszulaufen. Dass innen davon auch noch die Stute Al Queena quasi „mitschwamm“, das würde sich bis zum Ziel auch noch irgendwie regeln. Hätte man zumindest meinen können.

Und natürlich regelte sich auch alles. Aber keineswegs zugunsten der am Toto deutlich stärker beachteten Kandidaten. Vielmehr war es die Außenseiterin, die im BBAG Auktionsrennen Hoppegarten zum Schluss die eindeutig besseren Karten hatte. Stall Oberlausitz`Dreijährige ließ sich auf ihrer Lieblingsbahn nämlich in keiner Weise abschütteln, sie beherrschte vielmehr auf den letzten Metern unübersehbar das Terrain. Sogar noch in sicherer Manier, wie es ihr der Richter attestierte. Gleichzeitig machte die Dreijährige natürlich große Kasse. Von den 52.000 Euro Gesamtdotierung entfielen nach 1.400 Metern auf der Geraden Bahn ja immerhin 25.000 Euro auf den Gewinner beziehungsweise die Gewinnerin aus dem Dresdener Quartier von Claudia Barsig.


Bekanntlich war es keineswegs der erste Coup, den die Dresdener Trainerin mit dem fast unaufhaltsam nach vorne strebenden jungen Jockey Michael Cadeddu in dieser Saison landen konnte. Aber eine der handfestesten Überraschungen, die beide bis dato zustande zu bringen vermochten, war es zweifelsfrei.

Selbst wenn die Lord-of-England-Tochter längst als Bahnspezialistin angesehen wird und Ende August in Hoppegarten auch noch gewonnen hatte, konnte man an einen Erfolg ihrerseits nicht so recht glauben. Die rechnerischen Fakten und auch einige direkte Vergleiche im Vorfeld mit einer Handvoll der jetzigen Gegner sprachen schließlich nicht unbedingt für Al Queena, die auch auf das Zuchtkonto des Stalles Oberlausitz geht. Der im Übrigen in Auktionsrennen eine sehr ansehnliche Bilanz vorweisen kann, schließlich hatte Al Queenas rechte Schwester Al La Carte im vergangenen Jahr das bwin BBAG Auktions-Rennen in Dresden und ihre Mutter Al Qahira bereits 2003 das Düsseldorfer Auktionsrennen gewonnen.

Eine Neubegegnung zwischen der 167:10-Außenseiterin sowie Ragazzo und Marunas könnte es nebenbei bereits am 5. Oktober im Meilen-Aktionsrennen in Hannover geben, für das alle drei noch eine Startberechtigung besitzen.

Die Protagonisten hatten sich zu guter Letzt noch vergleichsweise deutlich abgesetzt. Genaro und Key to Fun folgten erst zweieinhalb und noch einmal zweieinhalb Längen zurück. Ebenso sahen Machiavelli, Bella Kathina und Fabio das Trio zeitig nur noch von hinten. Wie auch die 37:10-Favoritin Emerald Star nichts zu bestellen hatte und zurzeit nur ein Schatten ihrer selbst ist. Ebenso wenig spielte der Außenseiter Amparo eine bessere Rolle.

Nicht mehr allzu viel zu tun mit der Konkurrenz hatte vor allem aber schon am Anfang des Tages der Fährhofer Debütant Karpino bei den Zweijährigen gehabt. Der Cape-Cross-Sohn gewann überlegen mit vier Längen gegen die ebenfalls erstmals aufgebotene Fame. Und das umso imponierender, je weiter es wurde. Durchaus denkbar, dass Karpino nunmehr das Krefelder Herzog von Ratibor-Rennen als Ziel gesetzt bekommt. Für den wichtigen Jahrgangstest im Stadtwald der alten Samt- und Seidestadt hat sich der auch im gesamten Aufriss imponierende Dunkelbraune auf jeden Fall ernsthaft ins Gespräch gebracht.
Karpinos Trainer Andreas Wöhler und sein Jockey Eduardo Pedroza punkteten später dazu mit der vierjährigen American-Post-Tochter Francine im Rennen mit der Viererwette, und der Mann aus Panama ritt in der letzten Prüfung noch den Wallach Partner zum Sieg.

Das beste Handicap des Tages, der als Ausgleich II ausgeschriebene Preis von Altlandsberg, wurde die Beute des wie die Gewinnerin im Hauptereignis von Lord-of-England stammenden Alberto Hawaii, der unter Filip Minarik für Besitzer Volker Schleusner und Trainerin Anna Schleusner Fruhriep gegen Mr Beauregard erfolgreich blieb.

Groß gefeiert wurde insbesondere auch der Erfolg von Hansom mit Silke Brüggemann im Sattel im Fegentri World Cup of Nations, wobei Lutz Thomas in Personalunion sowohl als Besitzer als auch als Trainer die Glückwünsche entgegennehmen konnte.

Für den obligatorischen Dzubasz-Sieg war an einem wahrlich goldenen Spätsommertag in Hoppegarten diesmal der dreijährige Der Stern zuständig. In der Hand von Alex Pietsch konnte der Sternkönig-Sohn dabei alle Weichen zeitig auf Erfolg stellen. Was freilich am meisten überraschte, war die Siegquote von stattlichen 122:10 auf den Lokalmatador.

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