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Andrasch Starke „Held des Tages“ in Köln

Durch Raphinae wieder ein Pantall-Coup

Köln 3. Oktober 2014

Er war der „Held des Tages“, und das Kölner Publikum konnte ihn gleich dreimal feiern: Spitzenjockey Andrasch Starke meldete sich nach langer Zwangspause eindrucksvoll wieder zurück und gewann im Weidenpescher Park nicht weniger als drei von sieben Rennen einer sportlichen Karte am Tag der Deutschen Einheit. Fazit: Comeback geglückt! Andrasch Starke präsentierte sich nach einem folgenschweren Sturz am 4. Mai in Japan und einer seitdem währenden Zwangspause am 3. Oktober gleich wieder in Bestform. Die absolute Krönung für ihn wäre natürlich noch ein Erfolg im sportlichen Höhepunkt des Tages gewesen, dem BHF-BANK-Herbstpreis, einem mit 25.000 Euro dotierten Listenrennen über 1.400 Meter. Mit dem Favoriten Amarillo reichte es hier jedoch lediglich zu Platz zwei. Und nachdem die französische Stute Raphinae als Gewinnerin durchs Ziel gegangenen war, wussten es natürlich alle wieder nur zu genau. Dass nämlich gerade der französische Trainer Henri-Alex Pantall seine Deutschland-Expeditionen stets akribisch genau vorbereitet.

Bestätigt wurde dies jetzt einmal mehr durch eben diese Raphinae, der nebenbei einzigen Stute im Feld. Leicht mit zweieinhalb Längen setzte sie sich gegen den Favoriten Amarillo sowie den Vorjahressieger Kolonel durch. Und das sogar mit einer verblüffenden Leichtigkeit und Spritzigkeit, was die Überraschung regelrecht komplett machte.

Ihr Auftritt war quasi französische Frauenpower vom Feinsten. Alle, die da dachten, das Kölner Rennen sei eine zu schwere Aufgabe für die elegante Vollblutdame, wurden eines Bessern belehrt. Die Dreijährige im Besitz von Scheikh Mohammeds Elitestall Godolphin wurde allerdings auch glänzend geritten. Der junge Jockey Flavien Prat brachte die Dreijährige in dem Moment, als sich eine Entscheidung allein zwischen Amarillo und Kolonel anzubahnen schien, aus Amarillos Fahrwasser heraus in Angriffsposition und im Handumdrehen dann auch auf die Siegerstraße.

Den ersten Erfolg von seinen drei Siegen hatte Andrasch Starke übrigens bereits in der Eröffnungsprüfung mit der zweijährigen Stute Guavia gelandet. Unmittelbar danach gab es von den bei herrlichem Spätsommerwetter heraus in den Kölner Norden gekommenen 11.000 Zuschauern viel Beifall für Sieg Nummer zwei mit der dreijährigen Saldaria, und zu guter Letzt setzte der vielfache Champion und Stalljockey von Trainer Peter Schiergen noch einen erfolgreichen Schlusspunkt mit dem dreijährigen Blue Marlin in der letzten Tagesprüfung.

Zur Chronik des Renntages gehört aber genauso das Doppel von Jockey Miguel Lopez mit den Stuten Red Dynamite und Saturday, wobei der letzte Treffer zugleich den 100. Erfolg in seiner Reiterlaufbahn markierte.

Dass Silke Brüggemann mit dem Wallach Sauber, deren Besitzerin und Trainerin sie obendrein noch ist, als Reiterin den Endlauf zum Amateur-Pokal-Mineralische Rohstoffe gewann, darf selbstverständlich auch nicht unerwähnt bleiben. Einfluss auf das Endergebnis der Serie hatte das allerdings nicht mehr. Bereits vor dem Finale hatte hier nämlich Laura Giesgen längst als Gesamtsiegerin festgestanden.

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