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Sechs Siege für Adrie de Vries in Hoppegarten

Wake Forest krönt seine bisherige Laufbahn

Berlin-Hoppegarten 3. Oktober 2014

Dass er ganz viel Talent besitzt, weiß man schon seit langem. Genauso verbindet man mit dem vierjährigen Wake Forest aber auch eine bis dato relativ ungewöhnlich verlaufene Karriere. Mit sehr erfolgreichen Phasen, doch auch mit längeren Unterbrechungen. In Hoppegarten am Tag der Einheit feierte der Sir-Percy-Sohn im Besitz von Klaus Allofs und der Stiftung Gestüt Fährhof als Gewinner des 24. Preis der Deutschen Einheit nun jedoch erst einmal seinen vorläufigen Karrierehöhepunkt. Nach einem über weite Strecken zügigem Tempodiktat des Skandinaviers Without Fear sorgte der Vierjährige in der mit 85.000 Euro dotierten Gruppe III-Prüfung auf dem letzten Stück der 2.000-Meter-Distanz letztendlich schnell für klare Verhältnisse, als er von Jockey Eduardo Pedroza endgültig aus der Deckung heraus in Angriffsposition gebracht worden war.

Leicht mit ein-dreiviertel Länge gewann der Schützling von Trainer Andreas Wöhler als 28:10-Favorit vor der am Toto einigermaßen vernachlässigten Daksha und dem außen noch gut ins Rennen findenden Bank of Burden. Vierte wurde Longina vor dem bereits erwähnten Without Fear.

Damit blieb Wake Forest auch nach seinem dritten Auftritt in dieser Saison weiterhin ungeschlagen. Zuvor hatte er im Juli bereits in Compiegne und zuletzt noch Mitte September in Longchamp zwei Erfolge in Frankreich an seine Fahnen heften können. Wake Forest war im Übrigen schon zweijährig ohne Niederlage geblieben, im letzten Jahr jedoch lediglich einmal an den Start gekommen und hatte dabei einen vierten Platz im Krefelder Dr. Busch-Memorial besetzt.

Was der Hengst also so ganz genau kann, weiß man bislang vermutlich noch nicht so richtig. Und es bleibt nur zu hoffen, dass ihm in Zukunft mehr Fortune beschieden sein wird und er seine sportliche Bilanz noch um einige weitere Glanzlichter ergänzen kann.

Trainer Andreas Wöhler und sein Stalljockey Eduardo Pedroza hatten das große Berliner Herbstrennen, welches 1991 als Prix Zino Davidoff aus der Taufe gehoben worden war, bereits in den Jahren 2010 und 2011 mit Russian Tango gewonnen gehabt. Andreas Wöhler war zuvor darüber hinaus schon zweimal mit Terre de L’home erfolgreich gewesen, und zwar 2002 und 2003.

Unmittelbar vor dem Höhepunkt des Tages hatte sich das Team bereits mit einem Erfolg mit der dreijährigen Hello Honey, einer Sholokhov-Tochter aus Görlsdorf, auf den folgenden Gruppe-III-Erfolg bestens eingestimmt.

Doch wenn einer an diesem 3. Oktober auf der Parkbahn vor den Toren der Hauptstadt komplett und ganz auf Sieg gepolt war, dann war das vor allem und allen voran Jockey Adrie de Vries.

Nachdem dem Niederländer nach Erfolgen mit der zweijährigen Debütantin Drejö, dem Hengst Gregorious und insbesondere mit Letro im Bellevue-Ausgleich mit dem Etikett Ausgleich I und dem mithin wertvollsten Handicap des Tages ein lupenreiner Hattrick gelungen war, schien Adrie de Vries erst richtig auf den Geschmack gekommen zu sein.

Der „Fliegende Holländer“ folg nämlich weiter und weiter von Erfolg zu Erfolg. Den vierten Treffer landete er mit Wildpark in einem als Preis vom Brandenburger Tor firmierten Ausgleich II. Nummer fünf markierte er mit dem Sieg auf der Münchener Stute Donna Sophia, und das letzte Kapitel der Erfolgsstory schrieb er dann noch mit der am Platz trainierten La Luneta.

Der Tag der Deutschen Einheit 2014 in Hoppegarten stand einerseits sicherlich ganz im Zeichen von keinem anderen als von Wake Forest. Der Berliner Herbst-Großkampftag wird durch den reiterlichen Triumphzug von Adrie de Vries allerdings vielleicht noch mehr und gerade ganz besonders lange in Erinnerung bleiben.

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