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Marlene Hallers Hengst gewinnt in Düsseldorf

Flamingo Star schafft zweiten Gruppe-Sieg

Düsseldorf 6. Oktober 2014

Gut, dass Trainer Waldemar Hickst zwei Eisen im Feuer hatte. Eigentlich schien ja sein Schützling Zazou geradezu prädestiniert dafür zu sein, seinen Vorjahreserfolg im Großen Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf zu wiederholen. Schließlich hatte er sich jüngst bei der Großen Woche in Baden-Baden schon ganz gut aus der Affäre gezogen und damit angedeutet, dass er für eine Titelverteidigung am Grafenberg bestens aufgestellt ist. Was allerdings eine Täuschung war.

Dafür jedoch stach dass zweite Ass, das Waldemar Hickst auf der Hand hatte: Marlene Hallers Flamingo Star, dessen Besitzerin gleichzeitig auch Züchterin des Areion-Sohnes ist. Der Vierjährige gewann mit Stephen Hellyn im Sattel den über 1.700 Meter führenden und mit insgesamt 55.000 Euro dotierten 94. Großen Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf sogar in leichter Manier mit drei Längen gegen den Engländer Boomshackerlacker und Peace At Last, jenen nahezu ständigen Gast aus Frankreich und Sieger des klassischen Mehl-Mülhens-Rennen des Vorjahres, der lediglich einen Hals hinter Boomshackerlacker zurück war.

Auf den weiteren Plätzen endeten Felician, Zazou und High Duty, der nach der Abmeldung von Nordico als einziger Dreijähriger im Feld verblieben war, allerdings keine großen Akzente zu setzen vermochte. Mag zwar Zazou die eigentliche Nummer eins aus dem Kölner Hickst-Quartier gewesen sein, so hatten die Wetter jedoch kaum weniger Neigung in Richtung Flamingo Star zu erkennen gegeben, nachdem der Vierjährige zuvor in Frankreich bereits eine recht brauchbare Partie gezeigt und dazu im Sommer in Düsseldorf schon einen Ausgleich I einigermaßen klar beherrscht hatte. Da Flamingo Star zweijährig bereits im Krefelder Ratibor-Rennen erfolgreich war, steht der jüngste Düsseldorfer Sieg nun als zweiter Gruppe-Treffer in seiner Bilanz. Und wie es aussah, muss es nicht einmal der letzte Sieg dieser Art gewesen sein.

Dass Stephen Hellyn derzeit in Top-Form reitet, ist natürlich nichts Neues. Sein Treffer mit Flamingo Star war so gesehen nur die Fortsetzung einer langanhaltenden und bemerkenswerten Erfolgsserie des Belgiers in den vergangenen Wochen und Monaten.

Für seinen Kollegen Andrasch Starke begann, wie zuvor schon in Köln, der erste Düsseldorfer Auftritt nach der langen Zwangspause ebenfalls gleich erfolgreich. Doch zwischen der von ihm gerittenen zweijährigen Debütantin Light the Stars und der schon einmal platzierten Rosy Blush konnte selbst das Zielfoto keinen alleinigen Gewinner belegen, sodass der Asterblüte-Stalljockey sich diesen Sieg mit Eddy Hardouin teilen musste.

Beide konnten danach aber jeder noch einen weiteren Sieg landen. Andrasch Starke mit der Stute Joy to the world - und Eddy Hardouin mit dem Wallach Gabrial The Prince. Noch eine Spur besser lief es allerdings für Andreas Helfenbein, der sich auf die besten Handicaps fixiert zu haben schien. Den als Ausgleich I ausgeschriebenen Frankenheim Alt-Pokal gewann er mit dem vierjährigen Beau Reve, im Übrigen genauso ein Areion-Sohn wie Flamingo Star.

Daneben holte er sich den Ausgleich II auf der Karte mit dem Wallach Commander Kirk, ehe dem Röttgener Jockey in der letzten Tagesprüfung obendrein noch ein Erfolg mit dem Höchstgewicht Takeda Shingen gelang, das es fertigbrachte, 66 Kilo Start-Ziel nach Hause zu bringen. Für den diesmal einzigen Heimsieg hatte Stunden zuvor nebenbei der von Ertürk Kurdu in Düsseldorf trainierte dreijährige Passeto unter Alex Pietsch sorgen können.

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