Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Stafettino bei den Zweijährigen hochüberlegen

Leipziger Marathon geht an Cosinus

Leipzig 19. Oktober 2014

Im Verlauf der nun zu Ende gegangenen Leipziger Saison hat es im Scheibenholz natürlich schon den ein oder anderen überlegenen Gewinner gegeben. Egal, ob Hengst, Wallach oder Stute. Doch das, was der zweijährige Stafettino beim diesjährigen Halali zeigte, war fast atemberaubend und wird den in beachtlicher Größenordnung erschienenen Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben. Hochüberlegen und mit nicht weniger als 12 Längen Vorsprung verabschiedete sich der Youngster im Besitz von Werner Klein, der obendrein sein Züchter ist, von allen Gegnern. Selbst Jockey Eduardo Pedroza dürfte im Laufe der vergangenen Wochen und Monate wohl kaum schon einmal einen derart bequemen Ritt gehabt haben. Der Schützling von Trainer Roland Dzubasz ging im Leipziger Zukunftspreis auf und davon und nach 1.600 Metern wirklich mutterseelenallein vor allen anderen durchs Ziel. Noch am nächsten an ihm dran war der mitfavorisierte All Win. Was ihm jedoch allein blieb, war einzig nur noch, sich beizeiten den Ehrenplatz zu sicheren.

Doch recht bequem verlief für Eduardo Pedroza keineswegs alles so ganz. Kaum, dass er mit dem It’s-Gino-Sohn über die Linie galoppiert war, wurde es für den vielfachen Ex-Champion nämlich urplötzlich ziemlich unbequem. Der augenscheinlich temperamentvolle Wallach setzte seinen Steuermann nur wenige Meter weiter bereits ab und kurzerhand ins Scheibenholzer Gras.

Zum Glück kamen Ross und Reiter dabei mit dem Schrecken davon und waren letztendlich auch schnell wieder vereint, um als Team zur Waage zurückkehren zu können, wo natürlich viel Beifall auf beide herniederprasselte.

Schon das sogenannte „Eröffnungsrennen“ hatte das Gespann Dzubasz/Pedroza bei herrlich sommerlichen Rahmenbedingungen mit Gestüt Evershorsts Areion-Tochter Ishasha an seine Fahnen heften können. Folglich bot sich dem Hoppegartener Trainer wie auch dem Mann aus Panama wenig später eine Eins-A-Möglichkeit zu einem lupenreinen Hattrick. Aber mit dem favorisierten Wallach Humor sprang im über 3.050 Meter führenden Leipziger Steherpreis lediglich Rang drei heraus.

Den traditionsreichen Marathon, der zugleich als „10 Jahre LRRS e.V.-Preis der Mitglieder“ firmierte, holte sich keineswegs unerwartet Dr. Klaus-Otto Zirklers Cosinus, der nicht nur den inzwischen vierten Saisonerfolg hinbekam, sondern überdies noch seinen Vorjahressieg wiederholte. Auch bei Cosinus sind Besitzer und Züchter ein- und dieselbe Person.

Dass dem von Lutz Pyritz trainierten Mamool-Sohn am Ende die Fünf-Kilo-Reitererlaubnis von Reiter Tommaso Scardinio das letzte Wegstück ein wenig leichter machte, versteht sich von selbst. Was es allerdings der Außenseiterin Akiyana, die zu guter Letzt auf Platz zwei kam, andererseits noch viel schwerer machte, den Gewinner ernsthafter bedrängen zu können.

Treffer Nummer drei für das Dzubasz-Pedroza-Tandem lag kurz darauf im Erich Siegel-Gedächtnisrennen dennoch weiterhin in der Luft. Aber die mitfavorisierte La Luneta fand in Stall Muggensturms Royal Robin ihren Meister, wobei Michael Cadeddu im Sattel des Pflegebefohlenen von Harald Franke saß.

Der Preis der BMW Niederlassung Leipzig, als Ausgleich III nebenbei das beste Handicap des Finaltages, wurde später noch eine leichte Beute von Stall Beauty Worlds North Point, der unter René Piechulek einmal mehr die großartige Stallform von Stephan Richter mit einem Sieg über Mr Beauregard und Auenstern unterstrich.

Anschließend gelang es der Familie Paulick mit der Santiago-Tochter Holy Rose, noch einmal richtig Eindruck zu machen. Auf der Dreijährigen, die Rolf Paulick gehört und die Daniel Paulick trainiert, sorgte Jockey Franco Da Silva mit einem klaren Erfolg im „Auf Wiedersehen im Scheibenholz 2015 Cup“ über Isadaniela und Ramoa nämlich noch für einen tatsächlich starken Schlussakkord beim diesjährigen Finale in der Messestadt.

Champions League

Weitere News

  • Die ersten diesjährigen Bad Harzburger Punkte gehen an Smentana

    „PMU-Frühschicht“ zum Auftakt

    Bad Harzburg 20.07.2018

    Von wegen: Erst gut Mittagessen und dann auf die Rennbahn. Die heutige Eröffnung des Bad Harzburger Meetings 2018 erforderte schon eine kleine „Zeitenwende“. Die Premiere war nämlich mehr oder weniger ein „Frühstücks-Turf“, da die ersten fünf Tagesprüfungen zum morgendlichen Wettangebot der PMU in Frankreich zählten und folglich per TV im Nachbarland zu sehen waren. Bereits um 10.55 Uhr sprangen die Pferde erstmals aus den Boxen ab. Und zwar im Preis der Firma Elektro Bartels Goslar, bei dem sich bereits vor Erreichen der Gerade abgezeichnet hatte, dass Stall Comets Smentana am Ende die Oberhand haben würde.

  • Neuer Sponsor für das Dortmunder Highlight

    RaceBets unterstützt Deutsches St. Leger

    Dortmund 20.07.2018

    Das fünfte und letzte klassische Galopprennen der Saison, das Deutsche St. Leger, hat einen neuen Partner: Die Pferdwettplattform RaceBets. „Das St. Leger ist ein Rennen mit einer großen Tradition, das die besonderen Qualitäten von Vollblütern fordert – Stehvermögen und Geschwindigkeit“, sagt der RaceBets-Geschäftsführer Alex Haig. „Wir freuen uns, unsere Verbundenheit und Zusammenarbeit mit dem deutschen Rennsport weiter zu vertiefen.“

  • Fünfter Lauf der German Racing Champions League

    „Krümel“ auf dem Weg zur Titelverteidigung im Großen Dallmayr-Preis

    München 19.07.2018

    Mit 1,56 Meter Stockmaß ist er einer der Kleinsten, doch „Krümel“, wie er liebevoll in seinem Stall in Langenhagen bei Hannover genannt wird, gehört längst zu den größten deutschen Rennpferden der jüngeren Vergangenheit. 2016 schrieb er Turfgeschichte, als der die Premiere der German Racing Champions League gewann. 2017 wurde er Zweiter hinter Guignol, aber 2018 schickt er sich erneut an, in der Rennserie zu triumphieren. Im zweiten Lauf, dem Großen Preis der Badischen Wirtschaft, siegte er, im bevorstehenden fünften Lauf, dem Großen Dallmayr-Preis am 29. Juli in München, zählt er als Titelverteidiger zu den Favoriten.

 
 

Newsletter abonnieren

GERMAN RACING

Erlebnissport der Extraklasse.
Unter der Dachmarke “GERMAN RACING” werden spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen abgehalten. Seit 188 Jahren bestehen Pferderennen als ältester organisierter Sport in Deutschland. Ein echter Klassiker!

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm